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Algen als Fassade: Grüner Rohstofflieferant

Algen als Energieträger der Zukunft: Der Berliner EUREF-Campus hat einen Bioreaktor an seine Fassade montiert. Damit sollen Nahrungsmittel sowie Kosmetik- und Pharmaartikel hergestellt werden. Ein innovativer Weg, denn die Mikroalgen bestechen mit einer Reihe von Vorteilen.
Algen als Fassade: Grüner Rohstofflieferant Algen in einem Bioreaktor: Grüner Technologiesprung. (© 2016 Toa55/Shutterstock)

Algen: Grünes Gold

Technologische Vorreiter: Der EUREF-Campus, ein intelligentes Stadtquartier in Berlin, hat eine röhrenförmige Algenanlage an seiner Hausfassade installiert. Das Besondere: Der Bioreaktor ist ein wahrer Rohstofflieferant. Er vermag Kosmetikprodukte, Biokraftstoffe sowie Nahrungsmittel herzustellen. Die Gerichte auf Algenbasis können Campus-Besucher in einem eigenen Showroom probieren. Die "grüne" Nahrung ist überaus gesund. Denn aus den Algen lassen sich Öle, Enzyme, Proteine und Vitamine gewinnen.

Innovative Antwort auf den Klimawandel

Der demografische Wandel und der Klimawandel stellen die Menschheit vor große Herausforderungen: Verstädterung, Ernteausfälle, Wetterkatastrophen sowie Konkurrenz um Ackerflächen sind die Folgen. Algenanlagen haben in der Nahrungsproduktion gleich mehrere Vorteile:

  • Auch in Mega-Metropolen lassen sich Nahrungsmittel produzieren – und das ohne wertvolle Flächen zu verschwenden.
  • Mikroalgen binden CO2 und erzeugen Sauerstoff. Damit sind sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Erderwärmung und Klimawandel.
  • Im Vergleich zu Landpflanzen weisen Mikroalgen eine fünf bis zehn mal höhere Biomasseproduktivität auf.
  • Algen enthalten hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren.

Gebaut wurde die Anlage vom Unternehmen Palmetto. Der Hersteller sieht eine hohe Skalierbarkeit und ein dynamisches Entwicklungspotenzial für Bioreaktoren. Ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stadt ist die Technologie allemal.

Weiterführende Links: 

  • Ebenfalls eine nachhaltige Idee: Tree Bag, die Aktentasche aus Holz.
  • Fassade: Mit dieser Klimatisierung lässt sich Energie sparen.
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Algen als Energieträger der Zukunft: Der Berliner EUREF-Campus hat einen Bioreaktor an seine Fassade montiert. Damit sollen Nahrungsmittel sowie Kosmetik- und Pharmaartikel hergestellt werden. Ein innovativer Weg, denn die Mikroalgen bestechen mit einer Reihe von Vorteilen.
Algen als Fassade: Grüner Rohstofflieferant Algen in einem Bioreaktor: Grüner Technologiesprung. (© 2016 Toa55/Shutterstock)

Algen: Grünes Gold

Technologische Vorreiter: Der EUREF-Campus, ein intelligentes Stadtquartier in Berlin, hat eine röhrenförmige Algenanlage an seiner Hausfassade installiert. Das Besondere: Der Bioreaktor ist ein wahrer Rohstofflieferant. Er vermag Kosmetikprodukte, Biokraftstoffe sowie Nahrungsmittel herzustellen. Die Gerichte auf Algenbasis können Campus-Besucher in einem eigenen Showroom probieren. Die "grüne" Nahrung ist überaus gesund. Denn aus den Algen lassen sich Öle, Enzyme, Proteine und Vitamine gewinnen.

Innovative Antwort auf den Klimawandel

Der demografische Wandel und der Klimawandel stellen die Menschheit vor große Herausforderungen: Verstädterung, Ernteausfälle, Wetterkatastrophen sowie Konkurrenz um Ackerflächen sind die Folgen. Algenanlagen haben in der Nahrungsproduktion gleich mehrere Vorteile:

  • Auch in Mega-Metropolen lassen sich Nahrungsmittel produzieren – und das ohne wertvolle Flächen zu verschwenden.
  • Mikroalgen binden CO2 und erzeugen Sauerstoff. Damit sind sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Erderwärmung und Klimawandel.
  • Im Vergleich zu Landpflanzen weisen Mikroalgen eine fünf bis zehn mal höhere Biomasseproduktivität auf.
  • Algen enthalten hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren.

Gebaut wurde die Anlage vom Unternehmen Palmetto. Der Hersteller sieht eine hohe Skalierbarkeit und ein dynamisches Entwicklungspotenzial für Bioreaktoren. Ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stadt ist die Technologie allemal.

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  • Fassade: Mit dieser Klimatisierung lässt sich Energie sparen.
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