Image for Mdm Logo

Energie: Verarbeitendes Gewerbe lässt viel Geld liegen

Technik spart Geld: Deutschlands verarbeitendes Gewerbe verpasst großes Einsparpotenzial in der Produktion, weil es nicht alle fortschrittlichen Möglichkeiten nutzt. Besonders bei Energiebedarf und Materialverbrauch wird bis zu 14 Prozent verschwendet. Das muss nicht sein.
Energie: Verarbeitendes Gewerbe lässt viel Geld liegen Deutschlands verarbeitendes Gewerbe kann mit Technik und Management noch viel Energiekosten in der Produktion einsparen. (© 2016 Jirsak/Shutterstock)

Verarbeitendes Gewerbe: ungenutztes Sparpotenzial

Viele Betriebe könnten viel Geld sparen, wenn sie die heutige Technik konsequent einsetzen würden. Zu diesem Ergebnis kommt die Erhebung „Modernisierung der Produktion“ des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Fundament ist die Selbstbezichtigung der 1.594 befragten Entscheider im verarbeitenden Gewerbe. Nach eigenem Bekunden also könnten ihre Unternehmen durchschnittlich 14 Prozent des Energiebedarfs und sechs Prozent des Materialverbrauchs in der Produktion einsparen. Sie tun es aber nicht, weil sie technische Möglichkeiten ungenutzt lassen. Und damit einen wettbewerbsentscheidenden Faktor.

Verarbeitendes Gewerbe: Energieeffizienz verbessern

Die Ergebnisse im Detail:

  • Aktuell setzen fast 40 Prozent der Betriebe Energieeffizienzmaßnahmen und 73 Prozent Materialeffizienzmaßnahmen in ihrer Produktion ein.
  • Aber: Fast 25 Prozent der kleinen Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten erkennen beim Energieeinsatz kein zusätzliches Einsparpotenzial.
  • Elf Prozent der Betriebe mit mehr Beschäftigten (bis 249 Beschäftigte) glauben hingegen schon, dass sie kostengünstiger herstellen könnten.
  • Ebenso sehen das sieben Prozent der Unternehmen ab 250 Beschäftigte.
  • Auch bei der Frage nach Materialeinsparungen ergibt sich dieser Unterschied zwischen kleinen und größeren Betrieben.

Dass ein Viertel der Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern keine Sparmöglichkeiten ausmacht, deutet allerdings nicht automatisch auf eine große Ressourceneffizienz hin. Katharina Mattes, Hauptautorin der Studie, sieht das eher so:

"Vielmehr nutzen sie weniger die notwendigen Instrumente, mit denen sie bestehende Einsparpotenziale identifizieren und in vollem Umfang einschätzen können."

Verarbeitendes Gewerbe: richtiges Management entscheidet

Was tun? Neben dem Einsatz neuer Technik empfiehlt das Fraunhofer-Institut verbesserte organisatorische Rahmenbedingungen. Zumal diese viel günstiger seien als ein neuer Maschinenpark. Hilfreich wären schon Managementinstrumente wie Total-Cost-of-Ownership-Ansätze (TCO), Qualitätsmanagement sowie Energiemanagement- und Umweltkennzahlensysteme. Diese mehrten das Wissen um die internen Abläufe und eröffneten damit systematisch Einsparpotenziale.  Ein geeignetes Instrument sei zum Beispiel ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach der ISO-Norm 50001. Damit wäre der Grundstein für Ressourceneffizienz gelegt.

Weiterführend Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Nachhaltigkeit
alle ratgeber Alle Beiträge

Energie: Verarbeitendes Gewerbe lässt viel Geld liegen

Technik spart Geld: Deutschlands verarbeitendes Gewerbe verpasst großes Einsparpotenzial in der Produktion, weil es nicht alle fortschrittlichen Möglichkeiten nutzt. Besonders bei Energiebedarf und Materialverbrauch wird bis zu 14 Prozent verschwendet. Das muss nicht sein.
Energie: Verarbeitendes Gewerbe lässt viel Geld liegen Deutschlands verarbeitendes Gewerbe kann mit Technik und Management noch viel Energiekosten in der Produktion einsparen. (© 2016 Jirsak/Shutterstock)

Verarbeitendes Gewerbe: ungenutztes Sparpotenzial

Viele Betriebe könnten viel Geld sparen, wenn sie die heutige Technik konsequent einsetzen würden. Zu diesem Ergebnis kommt die Erhebung „Modernisierung der Produktion“ des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Fundament ist die Selbstbezichtigung der 1.594 befragten Entscheider im verarbeitenden Gewerbe. Nach eigenem Bekunden also könnten ihre Unternehmen durchschnittlich 14 Prozent des Energiebedarfs und sechs Prozent des Materialverbrauchs in der Produktion einsparen. Sie tun es aber nicht, weil sie technische Möglichkeiten ungenutzt lassen. Und damit einen wettbewerbsentscheidenden Faktor.

Verarbeitendes Gewerbe: Energieeffizienz verbessern

Die Ergebnisse im Detail:

  • Aktuell setzen fast 40 Prozent der Betriebe Energieeffizienzmaßnahmen und 73 Prozent Materialeffizienzmaßnahmen in ihrer Produktion ein.
  • Aber: Fast 25 Prozent der kleinen Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten erkennen beim Energieeinsatz kein zusätzliches Einsparpotenzial.
  • Elf Prozent der Betriebe mit mehr Beschäftigten (bis 249 Beschäftigte) glauben hingegen schon, dass sie kostengünstiger herstellen könnten.
  • Ebenso sehen das sieben Prozent der Unternehmen ab 250 Beschäftigte.
  • Auch bei der Frage nach Materialeinsparungen ergibt sich dieser Unterschied zwischen kleinen und größeren Betrieben.

Dass ein Viertel der Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern keine Sparmöglichkeiten ausmacht, deutet allerdings nicht automatisch auf eine große Ressourceneffizienz hin. Katharina Mattes, Hauptautorin der Studie, sieht das eher so:

"Vielmehr nutzen sie weniger die notwendigen Instrumente, mit denen sie bestehende Einsparpotenziale identifizieren und in vollem Umfang einschätzen können."

Verarbeitendes Gewerbe: richtiges Management entscheidet

Was tun? Neben dem Einsatz neuer Technik empfiehlt das Fraunhofer-Institut verbesserte organisatorische Rahmenbedingungen. Zumal diese viel günstiger seien als ein neuer Maschinenpark. Hilfreich wären schon Managementinstrumente wie Total-Cost-of-Ownership-Ansätze (TCO), Qualitätsmanagement sowie Energiemanagement- und Umweltkennzahlensysteme. Diese mehrten das Wissen um die internen Abläufe und eröffneten damit systematisch Einsparpotenziale.  Ein geeignetes Instrument sei zum Beispiel ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach der ISO-Norm 50001. Damit wäre der Grundstein für Ressourceneffizienz gelegt.

Weiterführend Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber