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Förderung von Elektroautos: Drei Ministerien für Prämie

Knickt Wolfgang Schäuble ein? Noch wehrt sich der Bundesfinanzminister gegen eine finanzielle Förderung von Elektroautos. Doch Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium unterstützen einen Bonus für Käufer der neuen Technik. Auch für Gewerbetreibende fällt dabei etwas ab, schreibt die "FAZ".
Förderung von Elektroautos: Drei Ministerien für Prämie Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 in Deutschland fahren. Dafür ist eine eine finanzielle Förderung für die Käufer solcher Fahrzeuge im Gespräch. (© 2016 Matej Kastelic/Shuttestock)

3.000 Euro-Bonus für gewerbliche Käufer

Bislang hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine Prämie für Elektroautos abgelehnt. Doch der Druck für eine Förderung der neuen Antriebstechnik wächst. Auch seitens seiner Kabinettskollegen. Laut eines Berichts der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) haben sich nämlich Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt. Und der sieht so aus: Ab dem 1. Juli sollen private Käufer von Elektroautos einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro bekommen, gewerbliche Käufer 3.000 Euro, Laufzeit bis 2020. In dieser Zeit vermindert sich der Bonus jeweils jährlich um 500 Euro.

Förderung von Elektroautos kostet 1,3 Milliarden Euro

Die finanzielle Förderung tut not, wenn die Bundesregierung ihr selbst gestecktes Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 noch erreichen will. Derzeit sind lediglich 30.000 davon unterwegs, wie die FAZ schreibt. Billig wird der Bonus nicht. Nach dem Bericht rechnen die drei Ministerien mit einer Summe von 1,3 Milliarden Euro. 40 Prozent davon sollen die Automobilindustrie aufbringen. Der Staat müsste dann noch 800 Millionen Euro beisteuern.

Wie die Förderung der Elektroautos aussehen soll, ist auch schon recht klar. Von sieben Maßnahmen ist die Rede, darunter der Bau von 15.000 Ladestationen und die Unterstützung der Batterieforschung. Außerdem soll ein Fünftel der künftigen Neuwagen des Bundes mit Strom fahren.

Die Unterstützung ist auch ein Anliegen der Autohersteller. Sie wollen sich dem Vernehmen nach dazu im April mit der Bundesregierung zusammensetzen. Der vorliegende Plan zur Förderung von Elektroautos dürfte dann als Diskussionsgrundlage dienen.

Weiterführende Links:

  • Mercedes macht eine Kehrtwende und ersetzt Roboter in der Produktion durch Menschen.
  • Digital schlägt analog: Wer ein Fahrtenbuch richtig führen möchte, sollte auf eine elektronische Aufzeichnung setzen.
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3.000 Euro-Bonus für gewerbliche Käufer

Bislang hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine Prämie für Elektroautos abgelehnt. Doch der Druck für eine Förderung der neuen Antriebstechnik wächst. Auch seitens seiner Kabinettskollegen. Laut eines Berichts der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) haben sich nämlich Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt. Und der sieht so aus: Ab dem 1. Juli sollen private Käufer von Elektroautos einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro bekommen, gewerbliche Käufer 3.000 Euro, Laufzeit bis 2020. In dieser Zeit vermindert sich der Bonus jeweils jährlich um 500 Euro.

Förderung von Elektroautos kostet 1,3 Milliarden Euro

Die finanzielle Förderung tut not, wenn die Bundesregierung ihr selbst gestecktes Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 noch erreichen will. Derzeit sind lediglich 30.000 davon unterwegs, wie die FAZ schreibt. Billig wird der Bonus nicht. Nach dem Bericht rechnen die drei Ministerien mit einer Summe von 1,3 Milliarden Euro. 40 Prozent davon sollen die Automobilindustrie aufbringen. Der Staat müsste dann noch 800 Millionen Euro beisteuern.

Wie die Förderung der Elektroautos aussehen soll, ist auch schon recht klar. Von sieben Maßnahmen ist die Rede, darunter der Bau von 15.000 Ladestationen und die Unterstützung der Batterieforschung. Außerdem soll ein Fünftel der künftigen Neuwagen des Bundes mit Strom fahren.

Die Unterstützung ist auch ein Anliegen der Autohersteller. Sie wollen sich dem Vernehmen nach dazu im April mit der Bundesregierung zusammensetzen. Der vorliegende Plan zur Förderung von Elektroautos dürfte dann als Diskussionsgrundlage dienen.

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