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Fraunhofer-Projekt i.WET: Abwasserentsorgung der Zukunft

Innovation für die Abwasserentsorgung: Mit einem neuen Konzept will das Fraunhofer-Institut für mehr Nachhaltigkeit im städtischen Raum sorgen. Abwasser wird nach dem Grad der Verschmutzung getrennt und auf verschiedene Weise weiterverwendet.
Fraunhofer-Projekt i.WET: Abwasserentsorgung der Zukunft So könnte die Abwasserentsorgung in Zukunft aussehen. (© 2016 Fraunhofer ISI)

Abwasserentsorgung: Wasser mehrfach nutzen

Im westfälischen Lünen startet ein innovatives Projekt: Dort wird innerhalb der nächsten drei Jahre ein Konzept des Fraunhofer-Instituts umgesetzt. Bei der Sanierung einer Wohnanlage werden nicht einfach die Abwasserrohre ausgetauscht, sondern das System der Abwasserentsorgung wird durch das vom Institut entwickelte Konzept i.WET ("integriertes WasserEnergieTransitionskonzept") ausgetauscht. Zentral ist dabei eine Trennung von Grau- und Schwarzwasser noch in den Wohnungen:

  • Das Grauwasser aus Waschbecken, Badewannen und Duschen wird in einem Vorratsbehälter gesammelt und für die Toilettenspülung genutzt.
  • Das Schwarzwasser aus Toiletten, Spül- und Waschmaschinen fließt in eine sogenannte Energieallee, die sich vor den Häusern befindet.

Abwasser als Nährstoffquelle für Pflanzen

In der Energieallee wachsen Pflanzen, die Nährstoffe aus dem Abwasser ziehen. Die Forscher rechnen dort nicht mit störenden Gerüchen, da die Verteilung des Abwassers unterirdisch erfolgt. Die Pflanzen könnten laut Konzept regelmäßig geerntet und zum Beispiel zur Stromerzeugung verbrannt werden. Außerdem können sie die Überflutungsgefahr in Städten verringern. Auf Dauer sollen mit diesem System bei der Abwasserentsorgung deutliche Einsparungen möglich sein: Es fällt nämlich weniger Abwasser an, das kostenpflichtig entsorgt werden muss. Nach Angaben der Forscher könne sich das System in acht bis zehn Jahren amortisieren.

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Fraunhofer-Projekt i.WET: Abwasserentsorgung der Zukunft So könnte die Abwasserentsorgung in Zukunft aussehen. (© 2016 Fraunhofer ISI)

Abwasserentsorgung: Wasser mehrfach nutzen

Im westfälischen Lünen startet ein innovatives Projekt: Dort wird innerhalb der nächsten drei Jahre ein Konzept des Fraunhofer-Instituts umgesetzt. Bei der Sanierung einer Wohnanlage werden nicht einfach die Abwasserrohre ausgetauscht, sondern das System der Abwasserentsorgung wird durch das vom Institut entwickelte Konzept i.WET ("integriertes WasserEnergieTransitionskonzept") ausgetauscht. Zentral ist dabei eine Trennung von Grau- und Schwarzwasser noch in den Wohnungen:

  • Das Grauwasser aus Waschbecken, Badewannen und Duschen wird in einem Vorratsbehälter gesammelt und für die Toilettenspülung genutzt.
  • Das Schwarzwasser aus Toiletten, Spül- und Waschmaschinen fließt in eine sogenannte Energieallee, die sich vor den Häusern befindet.

Abwasser als Nährstoffquelle für Pflanzen

In der Energieallee wachsen Pflanzen, die Nährstoffe aus dem Abwasser ziehen. Die Forscher rechnen dort nicht mit störenden Gerüchen, da die Verteilung des Abwassers unterirdisch erfolgt. Die Pflanzen könnten laut Konzept regelmäßig geerntet und zum Beispiel zur Stromerzeugung verbrannt werden. Außerdem können sie die Überflutungsgefahr in Städten verringern. Auf Dauer sollen mit diesem System bei der Abwasserentsorgung deutliche Einsparungen möglich sein: Es fällt nämlich weniger Abwasser an, das kostenpflichtig entsorgt werden muss. Nach Angaben der Forscher könne sich das System in acht bis zehn Jahren amortisieren.

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