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Leipzig: Straßenlaterne lädt E-Auto auf

Laden an der Lampe: In Leipzig stehen jetzt vier Straßenlaternen, die gleichzeitig Akku-Ladestationen sind. Daran lässt sich ein E-Auto buchstäblich über Nacht mit Saft versorgen.
Leipzig:  Straßenlaterne lädt E-Auto auf In Leipzig gibt es nun vier Straßenlaternen, die E-Autos aufladen. (© 2016 Take Photo/Shutterstock)

Leipzig macht Straßenlaterne zur Ladestation

Mehrwert für Laternenparker: Jedenfalls für solche, die mit einem E-Auto in Leipzig unterwegs sind. Dort gibt es jetzt vier Straßenlaternen, die im Zweitjob Ladestationen sind. Genauer gesagt, in der Mozartstraße im Musikviertel der Stadt. Ihr Licht spenden sie mit Leuchtdioden.

Der Ladevorgang ist relativ simpel für die Nutzer gelöst. An der Straßenlaterne ist ein Kasten mit der notwendigen Technik und einer Steckdose. Wer sein E-Auto darüber aufladen will, braucht lediglich das entsprechende Kabel anzuschließen. Fertig.

Einfache Nachrüstung

Konzipiert und entwickelt haben die Technologie Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) gemeinsam mit den Leipziger Stadtwerken, einem Unternehmen der Leipziger Gruppe. Sie ist grundsätzlich für jedes vergleichbare Modell der öffentlichen Straßenbeleuchtung geeignet.

Das macht das Projekt besonders interessant, denn Laternen stehen praktisch überall und sind einfach nachzurüsten. Ist ihre Kapazität groß genug, dann brauchen nicht einmal neue Kabel gelegt zu werden.

Das kommt an. Projektleiter Prof. Andreas Pretschner vom Institut für Prozessautomation und Eingebettete Systeme an der HTWK Leipzig sagt:

"Andere Kommunen im Umland haben schon Interesse an den Lade-Laternen angemeldet. Daneben erwarten wir für die Zukunft auch eine wachsende Nachfrage von Gewerbetreibenden, beispielsweise von Parkhausbetreibern oder Einkaufszentren."

Ein weiterer Vorteil für die Nutzer von Elektroautos: Der Strom ist zumindest in Leipzig noch kostenlos.

Wer lädt, braucht Geduld

Wer es besonders eilig hat, ist damit aber nicht gut bedient. Denn Schnellladen beherrscht die Technik nicht. Es braucht schon mehrere Stunden, bis das E-Auto wieder vollen Saft hat. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Ladevorgang über Nacht oder während er Arbeitszeit.

Konsequent weitergedacht, eignet sich das Prinzip auch für eine kleine Flotte von E-Mobilen. Immerhin stehen fast überall Straßenlaternen – sicherlich auch vor Ihrem Unternehmen.

Weiterführende Links:

  • Das US-amerikanische Unternehmen GeoOrbital verwandelt das herkömmliche Fahrrad in ein schnelles E-Bike. Wie das funktioniert, zeigt ein Video der Entwickler.
  • In Schweden wird auf einem Autobahnabschnitt der Einsatz von Hybrid-Lkw getestet. Das Projekt "eHighway" in Kooperation mit Siemens und Scania könnte wegweisend für die Entwicklung des Güterverkehrs sein.
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Laden an der Lampe: In Leipzig stehen jetzt vier Straßenlaternen, die gleichzeitig Akku-Ladestationen sind. Daran lässt sich ein E-Auto buchstäblich über Nacht mit Saft versorgen.
Leipzig:  Straßenlaterne lädt E-Auto auf In Leipzig gibt es nun vier Straßenlaternen, die E-Autos aufladen. (© 2016 Take Photo/Shutterstock)

Leipzig macht Straßenlaterne zur Ladestation

Mehrwert für Laternenparker: Jedenfalls für solche, die mit einem E-Auto in Leipzig unterwegs sind. Dort gibt es jetzt vier Straßenlaternen, die im Zweitjob Ladestationen sind. Genauer gesagt, in der Mozartstraße im Musikviertel der Stadt. Ihr Licht spenden sie mit Leuchtdioden.

Der Ladevorgang ist relativ simpel für die Nutzer gelöst. An der Straßenlaterne ist ein Kasten mit der notwendigen Technik und einer Steckdose. Wer sein E-Auto darüber aufladen will, braucht lediglich das entsprechende Kabel anzuschließen. Fertig.

Einfache Nachrüstung

Konzipiert und entwickelt haben die Technologie Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) gemeinsam mit den Leipziger Stadtwerken, einem Unternehmen der Leipziger Gruppe. Sie ist grundsätzlich für jedes vergleichbare Modell der öffentlichen Straßenbeleuchtung geeignet.

Das macht das Projekt besonders interessant, denn Laternen stehen praktisch überall und sind einfach nachzurüsten. Ist ihre Kapazität groß genug, dann brauchen nicht einmal neue Kabel gelegt zu werden.

Das kommt an. Projektleiter Prof. Andreas Pretschner vom Institut für Prozessautomation und Eingebettete Systeme an der HTWK Leipzig sagt:

"Andere Kommunen im Umland haben schon Interesse an den Lade-Laternen angemeldet. Daneben erwarten wir für die Zukunft auch eine wachsende Nachfrage von Gewerbetreibenden, beispielsweise von Parkhausbetreibern oder Einkaufszentren."

Ein weiterer Vorteil für die Nutzer von Elektroautos: Der Strom ist zumindest in Leipzig noch kostenlos.

Wer lädt, braucht Geduld

Wer es besonders eilig hat, ist damit aber nicht gut bedient. Denn Schnellladen beherrscht die Technik nicht. Es braucht schon mehrere Stunden, bis das E-Auto wieder vollen Saft hat. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Ladevorgang über Nacht oder während er Arbeitszeit.

Konsequent weitergedacht, eignet sich das Prinzip auch für eine kleine Flotte von E-Mobilen. Immerhin stehen fast überall Straßenlaternen – sicherlich auch vor Ihrem Unternehmen.

Weiterführende Links:

  • Das US-amerikanische Unternehmen GeoOrbital verwandelt das herkömmliche Fahrrad in ein schnelles E-Bike. Wie das funktioniert, zeigt ein Video der Entwickler.
  • In Schweden wird auf einem Autobahnabschnitt der Einsatz von Hybrid-Lkw getestet. Das Projekt "eHighway" in Kooperation mit Siemens und Scania könnte wegweisend für die Entwicklung des Güterverkehrs sein.
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