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Ökologische Straßenlaterne: Grünes Licht durch Windkraft

"Spitzen"-Technik: Ganz oben in der Straßenlaterne Proceed 1 versetzt Windkraft einen zylinderförmigen Sevaniusrotor in Bewegung. Der richtige Dreh erzeugt schon bei lauen Lüftchen Strom und damit Energie für die LED-Beleuchtung öffentlicher Plätze in ländlichen Regionen. Das klappt auch bei Flaute.
Ökologische Straßenlaterne: Grünes Licht durch Windkraft Reine Windkraft versetzt den Savoniusrotor in Bewegung und der versorgt so die Straßenlaterne mit Strom. (© 2016 )

Umweltfreundliche Straßenlaterne soll auf Juist leuchten

Wo Wind ist, da ist auch Licht. Jedenfalls dann, wenn der Plan von Peer Langemak aufgeht. Der Chef des Unternehmens noordforce im schleswig-holsteinischen Wahlstedt tüftelt an einer ökologischen Straßenlaterne, die dank Windkraft leuchtet. „Seit 15 Monaten baue ich daran rum, nun funktioniert es", sagte er jetzt gegenüber der dpa, wie "futurezone" berichtet. Demnächst will er "Proceed 1", so heißt seine grüne Lösung, einer größeren Öffentlichkeit vorstellen. Unter anderem auf der Nordseeinsel Juist.

Power für zehn Tage Flaute

Herzstück der Technik ist ein selbstentwickelter, "flüsterleiser" Savonius-Rotor in der Spitze der sechs Meter hohen Straßenlaterne. Der versorgt dank Windkraft vier Akkus mit Energie. Dafür reicht schon ein eher laues Lüftchen. Langemak: "Bereits bei einer Windgeschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde laden sich die Akkus auf." Die sollen bei Flaute für zehn Tage halten und so Proceed 1 unabhängig vom Stromnetz machen. Ein Exemplar steht bereits in Wahlstedt und illuminiert dort mit 14 Watt starken LEDs zwischen 18 und 22 Uhr sowie 2 und 4 Uhr seine unmittelbare Umgebung.

Das soll so künftig zum Beispiel auch bei Bushaltestellen in ländlichen Gegenden, Industrieflächen oder Parkanlagen und -plätzen klappen. Langmak kalkuliert mit einem Stückpreis von 4.000 Euro. Damit sei sein Projekt mit Windkraft günstiger als ein übliches, strombetriebenes Modell inklusive Montage.

Indiegogo-Finanzierung gescheitert

Bis Proceed 1 "grünes" Licht spendet, muss der Tüv noch seinen Segen zu der Straßenlaterne mit Savonius-Rotor geben. Ist das geschehen, will Langemak in die Produktion einsteigen. Das Marktpotenzial kalkuliert er auf bis zu 5.000 Laternen in Deutschland und etwa 20.000 in Europa. Eine dafür Ende Januar 2016 gestartete Anschubfinanzierung auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo war allerdings nicht sehr erfolgreich. Von den gewünschten 50.000 Euro kamen nur rund 200 Euro zusammen.

Weiterführende Links:

  • Aus Alt mach innovativ: Ein italienisches Start-up hat es geschafft, normale Autos in Elektrofahrzeuge umzuwandeln.
  • Nachhaltigkeit wird immer wichtiger – nicht nur für Kunden oder Verbraucher. Auch Unternehmen setzen zunehmend auf Corporate Social Responsibility.
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Ökologische Straßenlaterne: Grünes Licht durch Windkraft Reine Windkraft versetzt den Savoniusrotor in Bewegung und der versorgt so die Straßenlaterne mit Strom. (© 2016 )

Umweltfreundliche Straßenlaterne soll auf Juist leuchten

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Power für zehn Tage Flaute

Herzstück der Technik ist ein selbstentwickelter, "flüsterleiser" Savonius-Rotor in der Spitze der sechs Meter hohen Straßenlaterne. Der versorgt dank Windkraft vier Akkus mit Energie. Dafür reicht schon ein eher laues Lüftchen. Langemak: "Bereits bei einer Windgeschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde laden sich die Akkus auf." Die sollen bei Flaute für zehn Tage halten und so Proceed 1 unabhängig vom Stromnetz machen. Ein Exemplar steht bereits in Wahlstedt und illuminiert dort mit 14 Watt starken LEDs zwischen 18 und 22 Uhr sowie 2 und 4 Uhr seine unmittelbare Umgebung.

Das soll so künftig zum Beispiel auch bei Bushaltestellen in ländlichen Gegenden, Industrieflächen oder Parkanlagen und -plätzen klappen. Langmak kalkuliert mit einem Stückpreis von 4.000 Euro. Damit sei sein Projekt mit Windkraft günstiger als ein übliches, strombetriebenes Modell inklusive Montage.

Indiegogo-Finanzierung gescheitert

Bis Proceed 1 "grünes" Licht spendet, muss der Tüv noch seinen Segen zu der Straßenlaterne mit Savonius-Rotor geben. Ist das geschehen, will Langemak in die Produktion einsteigen. Das Marktpotenzial kalkuliert er auf bis zu 5.000 Laternen in Deutschland und etwa 20.000 in Europa. Eine dafür Ende Januar 2016 gestartete Anschubfinanzierung auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo war allerdings nicht sehr erfolgreich. Von den gewünschten 50.000 Euro kamen nur rund 200 Euro zusammen.

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  • Nachhaltigkeit wird immer wichtiger – nicht nur für Kunden oder Verbraucher. Auch Unternehmen setzen zunehmend auf Corporate Social Responsibility.
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