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Cloud Computing: So bleiben Ihre Firmendaten sicher

Cloud Computing bietet zahlreiche Vorteile, allerdings besteht auch die Gefahr, dass Daten über die Cloud in falsche Hände geraten. Lesen Sie, wie Sie und Ihre Mitarbeiter die Firmendaten davor schützen können und trotzdem von den Vorzügen des Cloud Computings profitieren.
Cloud Computing: So bleiben Ihre Firmendaten sicher Beim Cloud Computing spielt Sicherheit eine große Rolle. (© 2016 Melpomene/Shutterstock)

Was ist Cloud Computing?

Beim Cloud Computing werden Daten nicht mehr (nur) auf den eigenen Servern der Firma gespeichert, sondern online. Es gibt auch Software, die ausschließlich online in der Cloud zugänglich ist. Es findet sozusagen ein Outsourcing von Hard- oder Software zu einem externen Cloud-Anbieter statt. Die Rechenleistung erfolgt dabei in einer sogenannten "Wolke" von vielen miteinander vernetzten Rechnern. Cloud Computing bietet viele Vorteile:

  • Mehrere Nutzer gleichzeitig können auf Dateien zugreifen und diese bearbeiten. Teamarbeit wird dadurch erleichtert.
  • Mitarbeiter können auch von anderen Orten als von ihrem Arbeitsplatz auf Dateien zugreifen. Arbeiten von unterwegs oder im Home Office ist dadurch besser möglich.
  • Firmen sparen sich den Aufbau eigener Ressourcen in der IT-Infrastruktur oder bei Software. So können sie auch schnell reagieren, wenn unerwartet größere Kapazitäten benötigt werden.
  • Gerade für kleinere Firmen kann der Einsatz von Cloud Computing auch ein Plus an Sicherheit mit sich bringen, wenn sie nicht über das nötige Know-how und die personellen Ressourcen verfügen, um selbst für eine hohe IT-Sicherheit zu sorgen.

Risiken bei der Nutzung von Online-Speicherplatz

Trotzdem machen sich viele Firmen auch Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten. Weder interne Korrespondenzen noch neue Projekte oder vertrauliche Kundendaten sollen durch eine Sicherheitslücke nach außen dringen. Zum Beispiel ist es möglich, dass die Mitarbeiter des Anbieters sich unerlaubterweise Zugriff auf die Daten verschaffen oder dass die Trennung der Nutzerdaten nicht zuverlässig erfolgt. Generell kann es natürlich auch durch verschiedenartige technische Probleme zu einem Datenverlust kommen. Wenn bei einem Hackerangriff Benutzerdaten erbeutet werden, ist der Zugriff für die Datendiebe relativ leicht. Zu bedenken ist außerdem, dass Cloud-Anbieter, deren Server in den USA stehen, durch den Patriot Act dazu verpflichtet sind, US-Behörden auf Verlangen Zugriff auf Nutzerdaten zu ermöglichen.

Anbieter überprüfen

Bei der Wahl des Cloud-Anbieters sollten Sie deshalb besonders vorsichtig sein. Prüfen Sie dessen Angebot und Nutzungsbedingungen vorab genau. Als Anhaltspunkte können Ihnen die folgenden Punkte dienen:

  • Standort: Hier geht es um die Frage, wo der Anbieter seinen Firmensitz hat und welchen Gesetzen er dadurch unterworfen ist.
  • Datenschutz: Die Richtlinien zum Datenschutz sollten Sie besonders genau unter die Lupe nehmen und sich im Zweifel von einem Experten beraten lassen.
  • Nutzermanagement: Wie trennt der Anbieter die Daten unterschiedlicher Nutzer? Ist eine ungewollte Überschneidung ausgeschlossen?
  • Haftung im Katastrophenfall: Welches Desaster Recovery Setup bietet der Cloud-Provider an? Welches Notfallmanagement ist vorgesehen?

Mit zusätzlichen Programmen für Sicherheit sorgen

Bis zu einem gewissen Grad können Sie aber auch selbst Maßnahmen ergreifen, um Ihre Firmendaten beim Cloud Computing besser zu schützen. Programme wie Boxcryptor verschlüsseln die Daten bereits vor dem Hochladen in die Cloud. So können nur die Geräte darauf zugreifen, für die die Daten freigegeben wurden. Sie profitieren damit von einer doppelten Verschlüsselung: der des Anbieters und der durch das Programm.

Unterwegs VPN nutzen

Wenn Mitarbeiter unterwegs sind, können sie praktischerweise über die Cloud trotzdem auf wichtige Dokumente zugreifen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn auch wenn der Cloud-Anbieter eine zuverlässige Verschlüsselung anbietet, sind öffentliche Hotspots an Flughäfen oder in Hotels meist ungesichert und stellen ein Risiko dar. Sie und Ihre Mitarbeiter sollten also unbedingt eine VPN-Verbindung nutzen, damit die Firmendaten auch in solchen Situationen geschützt sind.

Weiterführende Links:

  • IT-Jornalist Robin Cumpl gibt im mDM-Video Tipps für sicheres Cloud Computing.
  • So können Sie Probleme mit der VPN-Verbindung lösen.
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Cloud Computing: So bleiben Ihre Firmendaten sicher

Cloud Computing bietet zahlreiche Vorteile, allerdings besteht auch die Gefahr, dass Daten über die Cloud in falsche Hände geraten. Lesen Sie, wie Sie und Ihre Mitarbeiter die Firmendaten davor schützen können und trotzdem von den Vorzügen des Cloud Computings profitieren.
Cloud Computing: So bleiben Ihre Firmendaten sicher Beim Cloud Computing spielt Sicherheit eine große Rolle. (© 2016 Melpomene/Shutterstock)

Was ist Cloud Computing?

Beim Cloud Computing werden Daten nicht mehr (nur) auf den eigenen Servern der Firma gespeichert, sondern online. Es gibt auch Software, die ausschließlich online in der Cloud zugänglich ist. Es findet sozusagen ein Outsourcing von Hard- oder Software zu einem externen Cloud-Anbieter statt. Die Rechenleistung erfolgt dabei in einer sogenannten "Wolke" von vielen miteinander vernetzten Rechnern. Cloud Computing bietet viele Vorteile:

  • Mehrere Nutzer gleichzeitig können auf Dateien zugreifen und diese bearbeiten. Teamarbeit wird dadurch erleichtert.
  • Mitarbeiter können auch von anderen Orten als von ihrem Arbeitsplatz auf Dateien zugreifen. Arbeiten von unterwegs oder im Home Office ist dadurch besser möglich.
  • Firmen sparen sich den Aufbau eigener Ressourcen in der IT-Infrastruktur oder bei Software. So können sie auch schnell reagieren, wenn unerwartet größere Kapazitäten benötigt werden.
  • Gerade für kleinere Firmen kann der Einsatz von Cloud Computing auch ein Plus an Sicherheit mit sich bringen, wenn sie nicht über das nötige Know-how und die personellen Ressourcen verfügen, um selbst für eine hohe IT-Sicherheit zu sorgen.

Risiken bei der Nutzung von Online-Speicherplatz

Trotzdem machen sich viele Firmen auch Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten. Weder interne Korrespondenzen noch neue Projekte oder vertrauliche Kundendaten sollen durch eine Sicherheitslücke nach außen dringen. Zum Beispiel ist es möglich, dass die Mitarbeiter des Anbieters sich unerlaubterweise Zugriff auf die Daten verschaffen oder dass die Trennung der Nutzerdaten nicht zuverlässig erfolgt. Generell kann es natürlich auch durch verschiedenartige technische Probleme zu einem Datenverlust kommen. Wenn bei einem Hackerangriff Benutzerdaten erbeutet werden, ist der Zugriff für die Datendiebe relativ leicht. Zu bedenken ist außerdem, dass Cloud-Anbieter, deren Server in den USA stehen, durch den Patriot Act dazu verpflichtet sind, US-Behörden auf Verlangen Zugriff auf Nutzerdaten zu ermöglichen.

Anbieter überprüfen

Bei der Wahl des Cloud-Anbieters sollten Sie deshalb besonders vorsichtig sein. Prüfen Sie dessen Angebot und Nutzungsbedingungen vorab genau. Als Anhaltspunkte können Ihnen die folgenden Punkte dienen:

  • Standort: Hier geht es um die Frage, wo der Anbieter seinen Firmensitz hat und welchen Gesetzen er dadurch unterworfen ist.
  • Datenschutz: Die Richtlinien zum Datenschutz sollten Sie besonders genau unter die Lupe nehmen und sich im Zweifel von einem Experten beraten lassen.
  • Nutzermanagement: Wie trennt der Anbieter die Daten unterschiedlicher Nutzer? Ist eine ungewollte Überschneidung ausgeschlossen?
  • Haftung im Katastrophenfall: Welches Desaster Recovery Setup bietet der Cloud-Provider an? Welches Notfallmanagement ist vorgesehen?

Mit zusätzlichen Programmen für Sicherheit sorgen

Bis zu einem gewissen Grad können Sie aber auch selbst Maßnahmen ergreifen, um Ihre Firmendaten beim Cloud Computing besser zu schützen. Programme wie Boxcryptor verschlüsseln die Daten bereits vor dem Hochladen in die Cloud. So können nur die Geräte darauf zugreifen, für die die Daten freigegeben wurden. Sie profitieren damit von einer doppelten Verschlüsselung: der des Anbieters und der durch das Programm.

Unterwegs VPN nutzen

Wenn Mitarbeiter unterwegs sind, können sie praktischerweise über die Cloud trotzdem auf wichtige Dokumente zugreifen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn auch wenn der Cloud-Anbieter eine zuverlässige Verschlüsselung anbietet, sind öffentliche Hotspots an Flughäfen oder in Hotels meist ungesichert und stellen ein Risiko dar. Sie und Ihre Mitarbeiter sollten also unbedingt eine VPN-Verbindung nutzen, damit die Firmendaten auch in solchen Situationen geschützt sind.

Weiterführende Links:

  • IT-Jornalist Robin Cumpl gibt im mDM-Video Tipps für sicheres Cloud Computing.
  • So können Sie Probleme mit der VPN-Verbindung lösen.
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