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Crowdtesting: So lassen Sie Ihre Software vom Schwarm prüfen

Heutzutage nutzen immer mehr Unternehmen Crowdtesting und lassen Software wie zum Beispiel Apps vor der Veröffentlichung von der Masse prüfen. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Einsatz der geballten Schwarmintelligenz ankommt.
Crowdtesting: So lassen Sie Ihre Software vom Schwarm prüfen Crowdtesting setzt auf die Möglichkeiten der Masse. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Crowdtesting: Crowdsourcing und Softwaretests in einem

Entwickelt ein Unternehmen eine neue App oder Webanwendung, hat es vor der Markteinführung im Prinzip drei Möglichkeiten: Es kann das Programm ungeprüft lassen, es intern checken oder es einem Crowdtesting unterziehen.

Die letztgenannte Variante bietet mehrere Vorteile. So geht sie schnell und professionell von der Masse ausgeführt über die Bühne. Außerdem nutzt die Crowd viele unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme.

Bei der Entwicklung von Software sind vor allem zwei Testszenarien wichtig. Zum einen geht es um die reine Funktionalität einer Applikation. Hier gilt es, grobe Fehler zu eliminieren, die zum Absturz der Software führen und die Nutzung schwer bis unmöglich machen. Diese Art von Crowdtesting wird Functional-Testing oder auch Bug-Testing genannt.

Zum anderen ist interessant, wie benutzerfreundlich die entwickelte Anwendung ist. Diese Variante heißt Usability-Testing oder UX-Testing, wobei UX für User Experience steht, also Nutzererlebnis. Je nach Testszenario unterscheidet sich der Projektablauf.

Functional-Tests und Usability-Test

Das Functional-Testing soll die Frage beantworten: Läuft die Anwendung einwandfrei? Dazu muss die Masse, also die Crowd, Erfahrung mit dem Prüfen der Funktionalität, dem Aufspüren möglicher Bugs und gegebenenfalls sogar mit Softwareentwicklung haben. Die Crowdtesting-Anbieter greifen bei Functional-Tests also auf erfahrene Softwaretester zurück.

Bei der Auftragsvergabe sollten Sie klären, was genau gecheckt werden soll und warum. So wissen die professionellen Tester, worauf es Ihnen ankommt – und worauf nicht. Als Ergebnis erhalten Sie einen Bug-Report, der auflistet, welche Fehler gefunden wurden und wie diese zu gewichten sind. Deutschsprachige Agenturen, die Functional-Testing anbieten, sind unter anderem Test IO, Testbirds, Applause, Testtailor und Passbrains.

Beim UX-Testing geht es darum, wie gut sich die Software bedienen lässt, wie verständlich und intuitiv der Umgang mit ihr ist. Sprich, ob der Nutzer gut mit der Anwendung zurechtkommt. Hier bedienen sich die Crowdtesting-Anbieter aus einem Pool von Verbrauchertestern, die sich bei ihnen registriert haben.

Es handelt sich bei dieser Crowd also um Hobbytester, die sich auf diese Weise etwas dazuverdienen wollen. Im UX-Testing ist es kontraproduktiv, die Prüfer genau zu instruieren. Stattdessen sollen diese unvoreingenommen Ihre Anwendung ausprobieren. Im Endeffekt kommt es hier auf die möglichst unmittelbare Dokumentation der Reaktionen an. Auf dem deutschen Markt bieten beispielsweise Rapidusertests, Passbrains, Testbirds oder Applause Usability-Testing an.

Crowdtesting: So laufen Projekte ab

Egal, ob Sie sich für Functional- oder Usability-Testing entscheiden oder beides benötigen – bei den meisten Anbietern haben Sie die Wahl zwischen:

  • Self-Service (hier müssen Sie sich selbst um bestimmte Aufgaben kümmern) und
  • Managed-Service (sozusagen dem All-Inclusive-Paket).

Der Self-Service ist im Vergleich zum vollen Leistungspaket um einiges günstiger. Dieses Angebot ist für Unternehmen mit niedrigem Budget interessant, insbesondere für kleine und einmalige Projekte. Allerdings sollte dann jemand im Haus Erfahrung mit User Experience und Auswertung von Softwaretests haben, denn genau diese Arbeit übernehmen die Agenturen beim Self-Service nicht.

Der Managed-Service ist mit höheren Kosten verbunden, dafür müssen Sie sich bei dieser Projektvariante um nichts mehr kümmern und überlassen alle Aufgaben den Experten von außen. Dieses Angebot, eventuell sogar innerhalb eines Abo-Modells, ist für Firmen interessant, die ständig neue Applikationen entwickeln und entsprechen häufig testen wollen.

Crowdtesting als Brückenbauer

Der Mehrwert von Crowdtesting liegt gerade für kleinere und mittlere Unternehmen auf der Hand. Mittelständler verfügen selten über eigene, ständig verfügbare Testing-Abteilung. Durch das Outsourcing der Tests sparen KMU Kosten und nutzen die Schwarmintelligenz. Größere Unternehmen können Crowdtesting als Ergänzung zu eigenen Tests sehen. Ob ausschließlich oder zusätzlich, Crowdtesting dient als Brückenbauer zwischen Entwicklern und Nutzern.

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Crowdtesting: So lassen Sie Ihre Software vom Schwarm prüfen Crowdtesting setzt auf die Möglichkeiten der Masse. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Crowdtesting: Crowdsourcing und Softwaretests in einem

Entwickelt ein Unternehmen eine neue App oder Webanwendung, hat es vor der Markteinführung im Prinzip drei Möglichkeiten: Es kann das Programm ungeprüft lassen, es intern checken oder es einem Crowdtesting unterziehen.

Die letztgenannte Variante bietet mehrere Vorteile. So geht sie schnell und professionell von der Masse ausgeführt über die Bühne. Außerdem nutzt die Crowd viele unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme.

Bei der Entwicklung von Software sind vor allem zwei Testszenarien wichtig. Zum einen geht es um die reine Funktionalität einer Applikation. Hier gilt es, grobe Fehler zu eliminieren, die zum Absturz der Software führen und die Nutzung schwer bis unmöglich machen. Diese Art von Crowdtesting wird Functional-Testing oder auch Bug-Testing genannt.

Zum anderen ist interessant, wie benutzerfreundlich die entwickelte Anwendung ist. Diese Variante heißt Usability-Testing oder UX-Testing, wobei UX für User Experience steht, also Nutzererlebnis. Je nach Testszenario unterscheidet sich der Projektablauf.

Functional-Tests und Usability-Test

Das Functional-Testing soll die Frage beantworten: Läuft die Anwendung einwandfrei? Dazu muss die Masse, also die Crowd, Erfahrung mit dem Prüfen der Funktionalität, dem Aufspüren möglicher Bugs und gegebenenfalls sogar mit Softwareentwicklung haben. Die Crowdtesting-Anbieter greifen bei Functional-Tests also auf erfahrene Softwaretester zurück.

Bei der Auftragsvergabe sollten Sie klären, was genau gecheckt werden soll und warum. So wissen die professionellen Tester, worauf es Ihnen ankommt – und worauf nicht. Als Ergebnis erhalten Sie einen Bug-Report, der auflistet, welche Fehler gefunden wurden und wie diese zu gewichten sind. Deutschsprachige Agenturen, die Functional-Testing anbieten, sind unter anderem Test IO, Testbirds, Applause, Testtailor und Passbrains.

Beim UX-Testing geht es darum, wie gut sich die Software bedienen lässt, wie verständlich und intuitiv der Umgang mit ihr ist. Sprich, ob der Nutzer gut mit der Anwendung zurechtkommt. Hier bedienen sich die Crowdtesting-Anbieter aus einem Pool von Verbrauchertestern, die sich bei ihnen registriert haben.

Es handelt sich bei dieser Crowd also um Hobbytester, die sich auf diese Weise etwas dazuverdienen wollen. Im UX-Testing ist es kontraproduktiv, die Prüfer genau zu instruieren. Stattdessen sollen diese unvoreingenommen Ihre Anwendung ausprobieren. Im Endeffekt kommt es hier auf die möglichst unmittelbare Dokumentation der Reaktionen an. Auf dem deutschen Markt bieten beispielsweise Rapidusertests, Passbrains, Testbirds oder Applause Usability-Testing an.

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Egal, ob Sie sich für Functional- oder Usability-Testing entscheiden oder beides benötigen – bei den meisten Anbietern haben Sie die Wahl zwischen:

  • Self-Service (hier müssen Sie sich selbst um bestimmte Aufgaben kümmern) und
  • Managed-Service (sozusagen dem All-Inclusive-Paket).

Der Self-Service ist im Vergleich zum vollen Leistungspaket um einiges günstiger. Dieses Angebot ist für Unternehmen mit niedrigem Budget interessant, insbesondere für kleine und einmalige Projekte. Allerdings sollte dann jemand im Haus Erfahrung mit User Experience und Auswertung von Softwaretests haben, denn genau diese Arbeit übernehmen die Agenturen beim Self-Service nicht.

Der Managed-Service ist mit höheren Kosten verbunden, dafür müssen Sie sich bei dieser Projektvariante um nichts mehr kümmern und überlassen alle Aufgaben den Experten von außen. Dieses Angebot, eventuell sogar innerhalb eines Abo-Modells, ist für Firmen interessant, die ständig neue Applikationen entwickeln und entsprechen häufig testen wollen.

Crowdtesting als Brückenbauer

Der Mehrwert von Crowdtesting liegt gerade für kleinere und mittlere Unternehmen auf der Hand. Mittelständler verfügen selten über eigene, ständig verfügbare Testing-Abteilung. Durch das Outsourcing der Tests sparen KMU Kosten und nutzen die Schwarmintelligenz. Größere Unternehmen können Crowdtesting als Ergänzung zu eigenen Tests sehen. Ob ausschließlich oder zusätzlich, Crowdtesting dient als Brückenbauer zwischen Entwicklern und Nutzern.

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