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Gebrauchte Software kaufen: 4 Tipps für Unternehmer

Programme können ganz schön teuer ein. Wer Geld sparen will, der sollte deshalb statt Neuware gebrauchte Software kaufen. Die ist nicht nur deutlich billiger, sondern hat auch andere Vorteile. Mittlerweile gibt es sogar eine spezialisierte Branche, die Gebrauchtsoftware anbietet.
Gebrauchte Software kaufen: 4 Tipps für Unternehmer Wer gebrauchte Software kaufen will, der kann viel Geld sparen. (© 2016 Novi Elysa/Shutterstock)

Gebrauchte Software kaufen: Ist das überhaupt legal?

Gute Frage. Beantwortet hat sie vor vier Jahren der Europäische Gerichtshof (EuGH). Und zwar mit einem "Ja". Jedenfalls, wenn es bei dem Deal um Software geht, deren bisheriger Besitzer daran ein unbefristetes Nutzungsrecht hat. So sah das übrigens auch der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 17. Juli 2013.

Im Detail geht es um den sogenannten Erschöpfungsgrundsatz. Klingt kompliziert, ist aber schnell erklärt. Ein Hersteller darf sein Produkt, in diesem Fall ein Programm, nur einmal verkaufen. Hat er das getan, so besitzt er keine weiteren finanziellen Ansprüche daran. Dafür aber dessen Käufer, der die Software an einen Dritten veräußern darf.

Es gibt allerdings Grauzonen. Dazu gehören zum Beispiel illegale Kopien. Deshalb der Rat: Wenn Sie gebrauchte Software kaufen wollen, dann informieren Sie sich über Art und Herkunft der Lizenz sowie über deren Rechtekette.

Gebrauchte Software kaufen: Was bringt das?

Eine Menge Ersparnis. Gebrauchtsoftware ist nämlich günstiger. Gegenüber Neuware ist ein Nachlass zwischen 20 und 50 Prozent drin. Und: Ältere Programme sind in der Regel vollausgereifte Produkte. Sie haben also keine digitalen Kinderkrankheiten mehr und verrichten problemlos ihre Arbeit.

Gebrauchte Software kaufen: Wie funktioniert das?

Eigentlich ist das keine große Sache. Denn mittlerweile hat sich der Handel für gebrauchte Programme zu einer eigenen Branche entwickelt. Um an Software aus zweiter Hand zu kommen, gibt es hauptsächlich folgende Möglichkeiten:

  • Sie treten in direkten Kontakt mit einem Unternehmen, das seine Programme verkaufen möchte. Allerdings müssen sie das erst einmal finden.
  • Nutzen Sie Li-x. Auf der Online-Handelsplattform bieten Betriebe ihre Gebrauchtsoftware an. Das erspart Ihnen im besten Fall lange Sucherei.
  • Setzen Sie auf spezialisierte Händler. Dazu zählen beispielsweise Anbieter wie Used SoftReLicenseSoft & Cloud oder Preo Software.

Gebrauchte Software kaufen: Eigene Programme anbieten

Sie können natürlich auch selbst Gebrauchtsoftware veräußern. Die muss dafür nicht mal auf dem Original-Datenträger sein. Es ist also erlaubt, auch eine Kopie anzubieten. Allerdings nur, wenn Sie alle anderen Duplikate vernichten. Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber Datenschutz: Die Pflichten der Unternehmen.

Bedenken Sie auch, dass gemietete Programme nicht verkauft werden dürfen. Das gilt beispielsweise für Software mit einer Cloud-Lizenz. Übrigens: Wartungsverträge und ähnliche Leistungen des Software-Herstellers gehen beim Kauf von Gebrauchtsoftware automatisch an Sie über. Die müssen Sie extra bezahlen.

Weiterführende Links:

  • Sehr detailliert schreibt die "Computerwoche" über das Thema "Gebrauchte Software kaufen".
  • Fahrzeuge, Kleidung, Geschirr – vieles kann man heutzutage für Unternehmenszwecke mieten. Und Software. Das heißt dann Software as a Service.
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Gebrauchte Software kaufen: 4 Tipps für Unternehmer

Programme können ganz schön teuer ein. Wer Geld sparen will, der sollte deshalb statt Neuware gebrauchte Software kaufen. Die ist nicht nur deutlich billiger, sondern hat auch andere Vorteile. Mittlerweile gibt es sogar eine spezialisierte Branche, die Gebrauchtsoftware anbietet.
Gebrauchte Software kaufen: 4 Tipps für Unternehmer Wer gebrauchte Software kaufen will, der kann viel Geld sparen. (© 2016 Novi Elysa/Shutterstock)

Gebrauchte Software kaufen: Ist das überhaupt legal?

Gute Frage. Beantwortet hat sie vor vier Jahren der Europäische Gerichtshof (EuGH). Und zwar mit einem "Ja". Jedenfalls, wenn es bei dem Deal um Software geht, deren bisheriger Besitzer daran ein unbefristetes Nutzungsrecht hat. So sah das übrigens auch der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 17. Juli 2013.

Im Detail geht es um den sogenannten Erschöpfungsgrundsatz. Klingt kompliziert, ist aber schnell erklärt. Ein Hersteller darf sein Produkt, in diesem Fall ein Programm, nur einmal verkaufen. Hat er das getan, so besitzt er keine weiteren finanziellen Ansprüche daran. Dafür aber dessen Käufer, der die Software an einen Dritten veräußern darf.

Es gibt allerdings Grauzonen. Dazu gehören zum Beispiel illegale Kopien. Deshalb der Rat: Wenn Sie gebrauchte Software kaufen wollen, dann informieren Sie sich über Art und Herkunft der Lizenz sowie über deren Rechtekette.

Gebrauchte Software kaufen: Was bringt das?

Eine Menge Ersparnis. Gebrauchtsoftware ist nämlich günstiger. Gegenüber Neuware ist ein Nachlass zwischen 20 und 50 Prozent drin. Und: Ältere Programme sind in der Regel vollausgereifte Produkte. Sie haben also keine digitalen Kinderkrankheiten mehr und verrichten problemlos ihre Arbeit.

Gebrauchte Software kaufen: Wie funktioniert das?

Eigentlich ist das keine große Sache. Denn mittlerweile hat sich der Handel für gebrauchte Programme zu einer eigenen Branche entwickelt. Um an Software aus zweiter Hand zu kommen, gibt es hauptsächlich folgende Möglichkeiten:

  • Sie treten in direkten Kontakt mit einem Unternehmen, das seine Programme verkaufen möchte. Allerdings müssen sie das erst einmal finden.
  • Nutzen Sie Li-x. Auf der Online-Handelsplattform bieten Betriebe ihre Gebrauchtsoftware an. Das erspart Ihnen im besten Fall lange Sucherei.
  • Setzen Sie auf spezialisierte Händler. Dazu zählen beispielsweise Anbieter wie Used SoftReLicenseSoft & Cloud oder Preo Software.

Gebrauchte Software kaufen: Eigene Programme anbieten

Sie können natürlich auch selbst Gebrauchtsoftware veräußern. Die muss dafür nicht mal auf dem Original-Datenträger sein. Es ist also erlaubt, auch eine Kopie anzubieten. Allerdings nur, wenn Sie alle anderen Duplikate vernichten. Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber Datenschutz: Die Pflichten der Unternehmen.

Bedenken Sie auch, dass gemietete Programme nicht verkauft werden dürfen. Das gilt beispielsweise für Software mit einer Cloud-Lizenz. Übrigens: Wartungsverträge und ähnliche Leistungen des Software-Herstellers gehen beim Kauf von Gebrauchtsoftware automatisch an Sie über. Die müssen Sie extra bezahlen.

Weiterführende Links:

  • Sehr detailliert schreibt die "Computerwoche" über das Thema "Gebrauchte Software kaufen".
  • Fahrzeuge, Kleidung, Geschirr – vieles kann man heutzutage für Unternehmenszwecke mieten. Und Software. Das heißt dann Software as a Service.
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