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Allianz-Studie: Cybercrime kostet 445 Milliarden Dollar

Geld her! Fast eine halbe Milliarde Dollar verlieren Unternehmen 2016 weltweit durch Cybercrime. Einen Großteil davon müssen deutsche Betriebe verkraften. Gerade kleine und mittlere Firmen werden von den Attacken oft getroffen.
Allianz-Studie: Cybercrime kostet 445 Milliarden Dollar Cybercrime ist eine große Gefahr für kleine Unternehmen. (© 2016 ArtFamily/Shutterstock)

Cybercrime betrifft auch deutsche Firmen stark

Ein düsteres Bild die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) in ihrer Studie "A Guide to Cyber Risk: Managing the Impact of Increasing Interconnectivity". Darin prognostizieren die Versicherungsexperten für 2016 einen weltweiten Schaden in Höhe von 445 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 393 Milliarden Euro) durch Cybercrime. Gut die Hälfte davon (200 Milliarden Dollar) kommt auf die vier größten Volkswirtschaften, die USA, China, Japan und Deutschland, zu.

Die Zahl der Cyber-Attacken steigt rasant. 2014 gab es 48 Prozent mehr solcher digitalen Angriffe als im Vorjahr. Um genau zu sein, waren es 117,339 – pro Tag. Wer Wert auf seine digitalen Informationen legt, sollte sie also sicher intern oder in der Cloud speichern.

Zumal es noch mehr Risiken als Cybercrime im engeren Sinne gibt. So braucht ein Unternehmen allein für das Stopfen eines Datenlecks durchschnittlich 3,8 Millionen Dollar, wie AGCS ausgerechnet hat.

Cybercrime kostet den guten Ruf

Und das sind mehr oder weniger nur die direkten Kosten für die Betroffenen. Wer ein Opfer von Cybercrime & Co. wird, muss laut AGCS noch mit anderen, weitreichenden Folgen rechnen. Dazu zählen:

  • Verlust der eigenen Reputation (Eintrittsrisiko von 61 Prozent)
  • Produktionsstillstand und -ausfall (49 Prozent)
  • Schadensersatzforderungen aufgrund verlorener Kundendaten (45 Prozent)

Bei all der Schwarzmalerei geben die AGCS-Experten immerhin noch einige Tipps, wie sich Cybercrime und ähnliche digitale Katastrophen vermeiden lassen. Unternehmer sollten ...

  • ... Schlüsselrisiken und Schwachpunkte, wie den "Faktor Mensch" oder übermäßiges Vertrauen in Dritte, offenlegen.
  • ... eine Kultur der "Cyber-Sicherheit" einführen und dazu eine Denkfabrik mit Beteiligten aller Abteilungen einsetzen.
  • ... ein Kriseninterventionsteam bilden und es auch testen.
  • ... prüfen, welchen Einfluss Fusionen oder Übernahmen auf die Daten Dritter haben.
  • ... entscheiden, welche Risiken verhindert, akzeptiert, kontrolliert oder ausgegliedert werden können.

KMU als gefährliche Hintertüren

Diese Hinweise sollten besonders KMU beachten, denn sie sind aus AGCS-Sicht stark gefährdet. Zwei Drittel aller Fälle von Cybercrime würden kleine und mittlere Unternehmen betreffen, weil sie in der Regel nicht gut gegen solche Attacken geschützt seien. Und das mache nicht nur sie verwundbar, sondern auch mit ihnen vernetzte und eigentlich besser abgeschirmte Firmen.

Weiterführende Links:

  • Auch ohne Cybercrime lauern Risiken in Ihrer IT-Kette. Gegen Ausfälle hilft Hochverfügbarkeit. Damit vermeiden Sie Single-Point-of-Failure.
  • Und wenn die Räder doch mal stillstehen, dann hilft Ihnen ein Disaster-Recovery-Plan.
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Allianz-Studie: Cybercrime kostet 445 Milliarden Dollar Cybercrime ist eine große Gefahr für kleine Unternehmen. (© 2016 ArtFamily/Shutterstock)

Cybercrime betrifft auch deutsche Firmen stark

Ein düsteres Bild die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) in ihrer Studie "A Guide to Cyber Risk: Managing the Impact of Increasing Interconnectivity". Darin prognostizieren die Versicherungsexperten für 2016 einen weltweiten Schaden in Höhe von 445 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 393 Milliarden Euro) durch Cybercrime. Gut die Hälfte davon (200 Milliarden Dollar) kommt auf die vier größten Volkswirtschaften, die USA, China, Japan und Deutschland, zu.

Die Zahl der Cyber-Attacken steigt rasant. 2014 gab es 48 Prozent mehr solcher digitalen Angriffe als im Vorjahr. Um genau zu sein, waren es 117,339 – pro Tag. Wer Wert auf seine digitalen Informationen legt, sollte sie also sicher intern oder in der Cloud speichern.

Zumal es noch mehr Risiken als Cybercrime im engeren Sinne gibt. So braucht ein Unternehmen allein für das Stopfen eines Datenlecks durchschnittlich 3,8 Millionen Dollar, wie AGCS ausgerechnet hat.

Cybercrime kostet den guten Ruf

Und das sind mehr oder weniger nur die direkten Kosten für die Betroffenen. Wer ein Opfer von Cybercrime & Co. wird, muss laut AGCS noch mit anderen, weitreichenden Folgen rechnen. Dazu zählen:

  • Verlust der eigenen Reputation (Eintrittsrisiko von 61 Prozent)
  • Produktionsstillstand und -ausfall (49 Prozent)
  • Schadensersatzforderungen aufgrund verlorener Kundendaten (45 Prozent)

Bei all der Schwarzmalerei geben die AGCS-Experten immerhin noch einige Tipps, wie sich Cybercrime und ähnliche digitale Katastrophen vermeiden lassen. Unternehmer sollten ...

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  • ... eine Kultur der "Cyber-Sicherheit" einführen und dazu eine Denkfabrik mit Beteiligten aller Abteilungen einsetzen.
  • ... ein Kriseninterventionsteam bilden und es auch testen.
  • ... prüfen, welchen Einfluss Fusionen oder Übernahmen auf die Daten Dritter haben.
  • ... entscheiden, welche Risiken verhindert, akzeptiert, kontrolliert oder ausgegliedert werden können.

KMU als gefährliche Hintertüren

Diese Hinweise sollten besonders KMU beachten, denn sie sind aus AGCS-Sicht stark gefährdet. Zwei Drittel aller Fälle von Cybercrime würden kleine und mittlere Unternehmen betreffen, weil sie in der Regel nicht gut gegen solche Attacken geschützt seien. Und das mache nicht nur sie verwundbar, sondern auch mit ihnen vernetzte und eigentlich besser abgeschirmte Firmen.

Weiterführende Links:

  • Auch ohne Cybercrime lauern Risiken in Ihrer IT-Kette. Gegen Ausfälle hilft Hochverfügbarkeit. Damit vermeiden Sie Single-Point-of-Failure.
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