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Backup-Tools: 4 Varianten der Datensicherung

Backup-Tools sind wie Sicherheitsgurte für Ihre digitalen Schätze. Am besten verwenden Sie dafür eine Kombinationen aus mehreren Technologien. Das schließt den Verlust von Bits und Bytes weitgehend aus. Entweder machen Sie das selbst oder Sie lassen Ihre Daten sichern.
Backup-Tools: 4 Varianten der Datensicherung Saftey first: Wer seine Daten sichern will, sollte auf mehrere parallele Lösungen setzen. (© 2016 Pressmaster/Shutterstock)

So sollten Sie Daten sichern

Der Stellenwert einer guten Datensicherung mittels Backup-Tools sollte heute Jedem klar sein. Weniger eindeutig ist allerdings, wie man das praktisch hinbekommt. Grundsätzlich empfiehlt sich für Unternehmen die "3-2-1-Regel". Demnach sollten alle Daten dreifach vorliegen (3). Einmal als Original sowie in zwei Kopien. Zum Sichern kommen zwei verschiedene Technologien zum Einsatz (2). Und zumindest eine Kopie sollte nicht am selben Ort sein wie die andere (1). Das schützt Ihre digitalen Informationen beispielsweise vor Überschwemmungen oder Feuer. Wer seine Daten sichern will, setzt also auf eine Kombination mehrerer Backup-Tools und bunkert seine Kopien an wenigsten zwei Standorten. Noch ein Tipp: Testen Sie einmal im Jahr, ob Ihre Backups noch funktionieren.

Backup-Tools: Bordmittel

Die Betriebssysteme von Microsoft bringen eigene Backup-Tools mit. Sie sind also im Preis für die Software enthalten. Unter Windows 7 übernimmt die Funktion "Sichern und Wiederherstellen" den Job. Damit lassen sich – wie der Name schon sagt – Daten sichern und wiederherstellen, aber auch Abbilder von Laufwerken und dem kompletten System erstellen.

Diese Möglichkeiten hat Microsoft bei Windows 8 eingeschränkt. Zwar verfügt es über den "Dateiversionsverlauf", doch der bietet nicht den gleichen Umfang wie die Backup-Software des Vorgängers und ist nur für eine dedizierte Sicherung von Daten in einem Benutzerkonto verwendbar.

Mit Windows 10 haben die Programmierer in Redmond eine Kehrtwende gemacht und die Funktion "Sichern und Wiederherstellen" von Windows 7 zurückgebracht. Wohlgemerkt zusätzlich zum Dateiversionsverlauf.

Backup-Tools: Externe Festplatte

Auch auf externen Festplatten lassen sich Daten sichern. Das ist praktisch und kostet nicht mehr als das Laufwerk selbst. Oft bringen die handlichen Datenträger geeignete Software schon mit oder arbeiten mit anderen, üblichen Backup-Tools zusammen. Dann sind Sicherungen ausgewählter Bits und Bytes möglich oder von kompletten Systemen. Weniger gut für Unternehmen ist aber, dass in der Regel immer nur ein Nutzer gleichzeitig darauf zugreifen kann. Und kommt es zu Hardware-Schäden oder Diebstahl, sind die Daten futsch.

Backup-Tools: NAS-Systeme

NAS steht für Network Attached Storage und meint lokal vernetzte Speicher. Ebenso wie externe Festplatten sind es physische Datensilos. Sie sind allerdings nicht an einen Arbeitsplatz gebunden, sondern lassen sich per Kabel oder drahtlos in lokale Netzwerke einbinden. Das macht sie für den geschäftlichen Einsatz wesentlich interessanter, weil so nicht nur ein Kollege zu selben Zeit damit arbeiten kann. Meistens ist in den NAS-Gehäusen Platz für zwei oder mehr Festplatten, die bei Bedarf einfach auszustauschen oder anders kombinierbar sind. Sollte also die Speicherkapazität eines Tages zu knapp werden, dann steht einer Erweiterung nichts im Wege.

Leider gibt es auch hier das prinzipielle Problem aller physischen Lösungen: Geht was kaputt oder verloren, dann droht der totale Datenverlust. Ein Ausweg sind RAID-Systeme. Dabei handelt es sich jeweils um ein Redundant Array of Independent Discs, das die digitalen Schätze gleichzeitig auf mehren Festplatten ablegt. Das vermindert zwar den Speicherplatz, vergrößert aber die Sicherheit der Daten.

Backup-Tools: Die Cloud

Viele Cloud-Anbieter stellen Unternehmen spezielle Lösungen zur Verfügung. Vorteile dieser Datenwolken: Sie bieten kontrollierten Zugriff auch für Dritte, was die Arbeitsabläufe zwischen mehreren Geschäftspartnern erheblich vereinfacht. Außerdem entsteht kein weiterer Wartungsaufwand, wird eine große Hochverfügbarkeit erreicht und sind auf Wunsch zusätzliche Servicedienstleistungen im Paket, zum Beispiel Server für E-Mails, Webseiten, Anwendungen, Datenbanken, Fileserver, virtuelle Desktops, SAP und Sicherheitslösungen. Gleichzeitig bieten sie größtmögliche Sicherheit, sofern die Server auf deutschem Boden stehen. Dann sind die sensiblen Daten gut gegen Industriespionage geschützt. Wer dennoch um seine Geschäftsgeheimnisse bangt, der sollte seine Kopien eigens verschlüsseln. Der Datenaustausch erfolgt im besten Fall über den Advanced Encryption Standard (AES).

Und das in Echtzeit. Das bedeutet, dass alle Änderungen an einem Dokument nicht nur lokal, sondern auch sofort im Cloud-Server gespeichert werden. Somit sind sämtliche digitalen Arbeitsmittel immer auf dem aktuellen Stand und zugleich ältere Fassungen über einen längeren Zeitraum nachverfolgbar.

Backup-Tools: Fazit

Wer Daten sichern will, muss mehrgleisig fahren und eine Kombination der gezeigten Speicherlösungen wählen. Unternehmen tun gut daran, dabei auch auf eine Online-Lösung zu setzen. Neben praktischen Vorteilen in der täglichen Datenverarbeitung bieten solche Backup-Tools in der Cloud größtmögliche Sicherheit. Jedenfalls auf Servern in Deutschland.

Weiterführende Links:

  • Daten sichern ist wichtig – trotzdem, irgendetwas kann immer schiefgehen. Für Not- und Ausfälle Ihrer IT brauchen Sie unbedingt einen Disaster-Recovery-Plan.
  • Eine weitere digitale Gefahr ist der Abfluss von sensiblen Daten durch Unachtsamkeiten oder Fehler. Dagegen hilft Data Loss Prevention.
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Backup-Tools: 4 Varianten der Datensicherung

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Backup-Tools: 4 Varianten der Datensicherung Saftey first: Wer seine Daten sichern will, sollte auf mehrere parallele Lösungen setzen. (© 2016 Pressmaster/Shutterstock)

So sollten Sie Daten sichern

Der Stellenwert einer guten Datensicherung mittels Backup-Tools sollte heute Jedem klar sein. Weniger eindeutig ist allerdings, wie man das praktisch hinbekommt. Grundsätzlich empfiehlt sich für Unternehmen die "3-2-1-Regel". Demnach sollten alle Daten dreifach vorliegen (3). Einmal als Original sowie in zwei Kopien. Zum Sichern kommen zwei verschiedene Technologien zum Einsatz (2). Und zumindest eine Kopie sollte nicht am selben Ort sein wie die andere (1). Das schützt Ihre digitalen Informationen beispielsweise vor Überschwemmungen oder Feuer. Wer seine Daten sichern will, setzt also auf eine Kombination mehrerer Backup-Tools und bunkert seine Kopien an wenigsten zwei Standorten. Noch ein Tipp: Testen Sie einmal im Jahr, ob Ihre Backups noch funktionieren.

Backup-Tools: Bordmittel

Die Betriebssysteme von Microsoft bringen eigene Backup-Tools mit. Sie sind also im Preis für die Software enthalten. Unter Windows 7 übernimmt die Funktion "Sichern und Wiederherstellen" den Job. Damit lassen sich – wie der Name schon sagt – Daten sichern und wiederherstellen, aber auch Abbilder von Laufwerken und dem kompletten System erstellen.

Diese Möglichkeiten hat Microsoft bei Windows 8 eingeschränkt. Zwar verfügt es über den "Dateiversionsverlauf", doch der bietet nicht den gleichen Umfang wie die Backup-Software des Vorgängers und ist nur für eine dedizierte Sicherung von Daten in einem Benutzerkonto verwendbar.

Mit Windows 10 haben die Programmierer in Redmond eine Kehrtwende gemacht und die Funktion "Sichern und Wiederherstellen" von Windows 7 zurückgebracht. Wohlgemerkt zusätzlich zum Dateiversionsverlauf.

Backup-Tools: Externe Festplatte

Auch auf externen Festplatten lassen sich Daten sichern. Das ist praktisch und kostet nicht mehr als das Laufwerk selbst. Oft bringen die handlichen Datenträger geeignete Software schon mit oder arbeiten mit anderen, üblichen Backup-Tools zusammen. Dann sind Sicherungen ausgewählter Bits und Bytes möglich oder von kompletten Systemen. Weniger gut für Unternehmen ist aber, dass in der Regel immer nur ein Nutzer gleichzeitig darauf zugreifen kann. Und kommt es zu Hardware-Schäden oder Diebstahl, sind die Daten futsch.

Backup-Tools: NAS-Systeme

NAS steht für Network Attached Storage und meint lokal vernetzte Speicher. Ebenso wie externe Festplatten sind es physische Datensilos. Sie sind allerdings nicht an einen Arbeitsplatz gebunden, sondern lassen sich per Kabel oder drahtlos in lokale Netzwerke einbinden. Das macht sie für den geschäftlichen Einsatz wesentlich interessanter, weil so nicht nur ein Kollege zu selben Zeit damit arbeiten kann. Meistens ist in den NAS-Gehäusen Platz für zwei oder mehr Festplatten, die bei Bedarf einfach auszustauschen oder anders kombinierbar sind. Sollte also die Speicherkapazität eines Tages zu knapp werden, dann steht einer Erweiterung nichts im Wege.

Leider gibt es auch hier das prinzipielle Problem aller physischen Lösungen: Geht was kaputt oder verloren, dann droht der totale Datenverlust. Ein Ausweg sind RAID-Systeme. Dabei handelt es sich jeweils um ein Redundant Array of Independent Discs, das die digitalen Schätze gleichzeitig auf mehren Festplatten ablegt. Das vermindert zwar den Speicherplatz, vergrößert aber die Sicherheit der Daten.

Backup-Tools: Die Cloud

Viele Cloud-Anbieter stellen Unternehmen spezielle Lösungen zur Verfügung. Vorteile dieser Datenwolken: Sie bieten kontrollierten Zugriff auch für Dritte, was die Arbeitsabläufe zwischen mehreren Geschäftspartnern erheblich vereinfacht. Außerdem entsteht kein weiterer Wartungsaufwand, wird eine große Hochverfügbarkeit erreicht und sind auf Wunsch zusätzliche Servicedienstleistungen im Paket, zum Beispiel Server für E-Mails, Webseiten, Anwendungen, Datenbanken, Fileserver, virtuelle Desktops, SAP und Sicherheitslösungen. Gleichzeitig bieten sie größtmögliche Sicherheit, sofern die Server auf deutschem Boden stehen. Dann sind die sensiblen Daten gut gegen Industriespionage geschützt. Wer dennoch um seine Geschäftsgeheimnisse bangt, der sollte seine Kopien eigens verschlüsseln. Der Datenaustausch erfolgt im besten Fall über den Advanced Encryption Standard (AES).

Und das in Echtzeit. Das bedeutet, dass alle Änderungen an einem Dokument nicht nur lokal, sondern auch sofort im Cloud-Server gespeichert werden. Somit sind sämtliche digitalen Arbeitsmittel immer auf dem aktuellen Stand und zugleich ältere Fassungen über einen längeren Zeitraum nachverfolgbar.

Backup-Tools: Fazit

Wer Daten sichern will, muss mehrgleisig fahren und eine Kombination der gezeigten Speicherlösungen wählen. Unternehmen tun gut daran, dabei auch auf eine Online-Lösung zu setzen. Neben praktischen Vorteilen in der täglichen Datenverarbeitung bieten solche Backup-Tools in der Cloud größtmögliche Sicherheit. Jedenfalls auf Servern in Deutschland.

Weiterführende Links:

  • Daten sichern ist wichtig – trotzdem, irgendetwas kann immer schiefgehen. Für Not- und Ausfälle Ihrer IT brauchen Sie unbedingt einen Disaster-Recovery-Plan.
  • Eine weitere digitale Gefahr ist der Abfluss von sensiblen Daten durch Unachtsamkeiten oder Fehler. Dagegen hilft Data Loss Prevention.
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