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Bring your own device: Vorteile, Risiken und Möglichkeiten

Bring your own device (abgekürzt: BYOD) – das bedeutet, dass Mitarbeiter ihre eigenen mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablets mit in die Firma bringen und dort im beruflichen und teilweise auch im privaten Kontext nutzen. Das bringt einige Vorteile, aber auch Sicherheitsrisiken mit sich.
Bring your own device: Vorteile, Risiken und Möglichkeiten Beim Modell Bring your own device nutzen Mitarbeiter die eigenen Geräte für berufliche Zwecke. (© 2016 baranq/Shutterstock)

Vorteile bei Bring your own device

Es hat einige positive Auswirkungen, wenn die Angestellten nach dem Motto BYOD ihre eigenen mobilen Geräte bei der Arbeit verwenden können:

  • geringere Kosten. Sie sparen die Aufwendungen für die Anschaffung der Geräte.
  • besserer Workflow: Mit dem vertrauten Gerät arbeiten die Mitarbeiter in der Regel lieber und besser.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Die Kollegen fühlen sich oft wohler, wenn sie mit ihren privaten Geräten arbeiten können.
  • Effizienz: Ihre Angestellten müssen nicht regelmäßig mit zwei Smartphones oder Tablets unterwegs sein. Dadurch verringert sich auch das Verlustrisiko.

Bring your own device: Risiken und Probleme

Den Vorteilen stehen aber auch einige kritische Punkte gegenüber. Zum Beispiel kann es durch die vielen unterschiedlichen Geräte, die im Unternehmen eingesetzt werden, zu Unterschieden bei der Leistung und zu Problemen bei der Zusammenarbeit kommen, etwa wenn Dokumente von manchen Mitarbeitern nicht geöffnet werden können. Auch ist häufig unklar, ob privat erworbene Software-Lizenzen auch beruflich genutzt werden dürfen. Die Erreichbarkeit nach Feierabend, die bei der Nutzung privater Geräte theoretisch immer gegeben ist, kann zu einer stärkeren Verschmelzung von Arbeit und Freizeit führen und die Angestellten belasten. Das größte Thema ist aber die Sicherheit: Die Geräte sind häufig außerhalb der Firma und können dort verloren gehen – mit ihnen wertvolle Firmendaten. Außerdem sind die Sicherheitsstandards oft sehr unterschiedlich und privat genutzte Apps können zum Beispiel auf Bilder zugreifen, die das Unternehmen betreffen. Über private Geräte können außerdem Viren und andere schädliche Programme Zugang zum Firmennetzwerk erhalten.

BYOD-Policy ist Pflicht

Sie sollten deshalb unbedingt Richtlinien festlegen, wenn Sie in Ihrem Unternehmen das Modell Bring your own device anwenden wollen. Durch eine Schulung der Mitarbeiter erreichen Sie außerdem bei allen ein ähnliches Informationsniveau und können offene Fragen klären. In einer schriftlichen Vereinbarung, die von allen Angestellten unterschrieben werden sollte, können Sie Verhaltensregeln festlegen. Zum Beispiel können Sie die Mitarbeiter verpflichten, eine Sicherheitssoftware zu installieren und diese aktuell zu halten, einen Verlust des genutzten Gerätes unverzüglich zu melden und das Gerät niemals Dritten zur Nutzung zu überlassen.

Um private Daten und Firmendaten besser voneinander zu trennen, können Sie auch verlangen, dass die Angestellten ein separates, mit einem Passwort gesichertes Benutzerkonto anlegen, das sie ausschließlich für die Firma nutzen. Außerdem können Sie Mindestanforderungen festlegen, die die genutzten Geräte erfüllen müssen. Ihre BYOD-Policy sollten Sie genau auf Ihr Unternehmen abstimmen. So ist in der Finanzbranche häufig eine erhöhte Sicherheit wichtig, während im IT-Bereich besonders hohe technische Standards für die Geräte gelten sollten. Sinnvoll ist es auch, sich bei der Formulierung der BYOD-Policy von einem Anwalt beraten zu lassen.

Choose your own device als Alternative

Wenn Ihnen das Konzept BYOD zu heikel ist, Sie Ihren Mitarbeitern aber entgegenkommen möchten, können Sie nach dem Modell Choose your own device (kurz: CYOD) verfahren. Das bedeutet, dass Sie Geräte für die Angestellten anschaffen, diese aber selbst wählen können, mit welchem Modell sie arbeiten möchten. Dadurch erreichen Sie ebenfalls eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und größere Effizienz bei der Arbeit, vermeiden aber einige der genannten Risiken, die mit dem Konzept Bring your own device verbunden sind. Zudem können Sie bis zu einem gewissen Grad Einfluss auf die Auswahl nehmen, indem Sie eine Liste von Geräten ausgeben, von denen die Mitarbeiter eines auswählen können.

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Bring your own device (abgekürzt: BYOD) – das bedeutet, dass Mitarbeiter ihre eigenen mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablets mit in die Firma bringen und dort im beruflichen und teilweise auch im privaten Kontext nutzen. Das bringt einige Vorteile, aber auch Sicherheitsrisiken mit sich.
Bring your own device: Vorteile, Risiken und Möglichkeiten Beim Modell Bring your own device nutzen Mitarbeiter die eigenen Geräte für berufliche Zwecke. (© 2016 baranq/Shutterstock)

Vorteile bei Bring your own device

Es hat einige positive Auswirkungen, wenn die Angestellten nach dem Motto BYOD ihre eigenen mobilen Geräte bei der Arbeit verwenden können:

  • geringere Kosten. Sie sparen die Aufwendungen für die Anschaffung der Geräte.
  • besserer Workflow: Mit dem vertrauten Gerät arbeiten die Mitarbeiter in der Regel lieber und besser.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Die Kollegen fühlen sich oft wohler, wenn sie mit ihren privaten Geräten arbeiten können.
  • Effizienz: Ihre Angestellten müssen nicht regelmäßig mit zwei Smartphones oder Tablets unterwegs sein. Dadurch verringert sich auch das Verlustrisiko.

Bring your own device: Risiken und Probleme

Den Vorteilen stehen aber auch einige kritische Punkte gegenüber. Zum Beispiel kann es durch die vielen unterschiedlichen Geräte, die im Unternehmen eingesetzt werden, zu Unterschieden bei der Leistung und zu Problemen bei der Zusammenarbeit kommen, etwa wenn Dokumente von manchen Mitarbeitern nicht geöffnet werden können. Auch ist häufig unklar, ob privat erworbene Software-Lizenzen auch beruflich genutzt werden dürfen. Die Erreichbarkeit nach Feierabend, die bei der Nutzung privater Geräte theoretisch immer gegeben ist, kann zu einer stärkeren Verschmelzung von Arbeit und Freizeit führen und die Angestellten belasten. Das größte Thema ist aber die Sicherheit: Die Geräte sind häufig außerhalb der Firma und können dort verloren gehen – mit ihnen wertvolle Firmendaten. Außerdem sind die Sicherheitsstandards oft sehr unterschiedlich und privat genutzte Apps können zum Beispiel auf Bilder zugreifen, die das Unternehmen betreffen. Über private Geräte können außerdem Viren und andere schädliche Programme Zugang zum Firmennetzwerk erhalten.

BYOD-Policy ist Pflicht

Sie sollten deshalb unbedingt Richtlinien festlegen, wenn Sie in Ihrem Unternehmen das Modell Bring your own device anwenden wollen. Durch eine Schulung der Mitarbeiter erreichen Sie außerdem bei allen ein ähnliches Informationsniveau und können offene Fragen klären. In einer schriftlichen Vereinbarung, die von allen Angestellten unterschrieben werden sollte, können Sie Verhaltensregeln festlegen. Zum Beispiel können Sie die Mitarbeiter verpflichten, eine Sicherheitssoftware zu installieren und diese aktuell zu halten, einen Verlust des genutzten Gerätes unverzüglich zu melden und das Gerät niemals Dritten zur Nutzung zu überlassen.

Um private Daten und Firmendaten besser voneinander zu trennen, können Sie auch verlangen, dass die Angestellten ein separates, mit einem Passwort gesichertes Benutzerkonto anlegen, das sie ausschließlich für die Firma nutzen. Außerdem können Sie Mindestanforderungen festlegen, die die genutzten Geräte erfüllen müssen. Ihre BYOD-Policy sollten Sie genau auf Ihr Unternehmen abstimmen. So ist in der Finanzbranche häufig eine erhöhte Sicherheit wichtig, während im IT-Bereich besonders hohe technische Standards für die Geräte gelten sollten. Sinnvoll ist es auch, sich bei der Formulierung der BYOD-Policy von einem Anwalt beraten zu lassen.

Choose your own device als Alternative

Wenn Ihnen das Konzept BYOD zu heikel ist, Sie Ihren Mitarbeitern aber entgegenkommen möchten, können Sie nach dem Modell Choose your own device (kurz: CYOD) verfahren. Das bedeutet, dass Sie Geräte für die Angestellten anschaffen, diese aber selbst wählen können, mit welchem Modell sie arbeiten möchten. Dadurch erreichen Sie ebenfalls eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und größere Effizienz bei der Arbeit, vermeiden aber einige der genannten Risiken, die mit dem Konzept Bring your own device verbunden sind. Zudem können Sie bis zu einem gewissen Grad Einfluss auf die Auswahl nehmen, indem Sie eine Liste von Geräten ausgeben, von denen die Mitarbeiter eines auswählen können.

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