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SSL-Verschlüsselung: Wie Ihre Seite sicherer wird

Vertrauen ist in jeder Beziehung das A und O. Das gilt auch für Kundenbeziehungen im Internet. Eine SSL-Verschlüsselung macht Ihre Unternehmenswebsite sicherer und stärkt das Vertrauen in Ihren Auftritt. Lesen Sie hier, was dahinter stecktund wie Sie ein SSL-Zertifikat bekommen
SSL-Verschlüsselung: Wie Ihre Seite sicherer wird Mit SSL-Verschlüsselung wird Ihre Seite sicherer – und vertrauenswürdiger für die Kunden. (© 2016 wk1003mike/Shutterstock)

SSL: Abhörsichere Verbindung

Ist Ihnen in der Browserzeile links oben schon einmal ein grünes Schloss aufgefallen? Dieses kleine Symbol zeigt vereinfacht gesagt an, dass die Seite, die Sie gerade aufgerufen haben, sicher ist. Doch wofür steht das grüne Schloss genau?

Das manchmal leicht zu übersehende Symbol sieht in jedem Browser ein klein wenig anders aus. Doch die Bedeutung ist immer dieselbe: Es steht für die sogenannte SSL-Verschlüsselung (Secure Socket Layer). Diese Sicherheitsmaßnahme ist nicht nur am Schloss-Icon zu erkennen, sondern auch daran, dass die URL mit „https://“ statt mit „http://“ beginnt.

HTTP steht kurz für „Hypertext Transfer Protocol“, also das Protokoll, mit dem Daten im Internet übertragen werden. Der Buchstabe „s“ im Kürzel HTTPS bedeutet „secure“ und weist auf ein abhörsicheres Übertragungsprotokoll hin. Rein technisch gesehen ist HTTPS kein eigenständiges Protokoll. Es sagt lediglich aus, dass HTTP über SSL beziehungsweise TLS verwendet wird. Kurz: HTTPS = HTTP + SSL/TLS.

Was hat es mit TLS auf sich? In Verbindung mit SSL-Verschlüsselung wird Ihnen diese Abkürzung sehr häufig begegnen. Ganz einfach: TLS ist der Nachfolger von SSL. Da der Begriff SSL aber bekannter ist, wird dieser nach wie vor verwendet, obwohl HTTPS-Verbindungen heutzutage eigentlich über das TLS-Protokoll (Transport Layer Security) verschlüsselt werden.

SSL-Verschlüsselung: Was bringt das?

Sie kennen nun die technischen Grundzüge einer SSL-Verschlüsselung. Was aber bringt es Ihnen, Ihre Unternehmensseiten mittels SSL/TLS sicherer zu machen?

Eine SSL-Verschlüsselung bietet mehrere Vorteile, auf die zu verzichten unternehmerisch unklug wäre:

  • Vertraulichkeit: Außer dem Kunden beziehungsweise Interessenten (Browser) und Ihnen (Server, auf dem Ihre Unternehmenswebsite liegt) kann kein Dritter die Kommunikation mitlesen.
  • Datenintegrität: SSL/TLS sorgt zudem auch dafür, dass die Daten unterwegs nicht manipuliert und verändert werden können.
  • Authentizität: Für den Aufruf einer SSL-verschlüsselten Website muss ein Zertifikat vorliegen, über das der Website-Betreiber eindeutig identifiziert werden kann.

Der große Vorteil der SSL-Verschlüsselung liegt darin, dass die Daten, die zwischen dem Browser und der Website ausgetauscht werden, von Dritten nicht mitgelesen werden können. Besonders wichtig ist das, wenn Sie einen Online-Shop betreiben und Kunden sensible Daten wie Kreditkartennummern eingeben sollen. Es wäre fahrlässig, diese Kommunikation nicht zu verschlüsseln.

Eine SSL-Verschlüsselung verhindert aber nicht nur das Abgreifen von Daten durch Unbefugte, sondern auch deren Manipulation. So sorgt das Protokoll dafür, dass beispielsweise Geldströme nicht umgeleitet werden können, ohne dass Sie oder Ihr Kunde es merken.

Ausweis digital: Das SSL-Zertifikat

Neben Abhörsicherheit und Datenintegrität setzt SSL-Verschlüsselung auf Zertifikate. Ein SSL-Zertifikat hat die Funktion eines Ausweises. Das SSL-Zertifikat liegt auf dem Server und wird immer dann angefordert, wenn jemand Ihre Website aufruft. Ein SSL-Zertifikat erhalten Sie von einer der offiziellen Zertifizierungsstellen für digitale Zertifikate, Certificate Authority, kurz CA. Die CA können Sie sich als digitalen Notar vorstellen, der für die Identität der Domain und des Servers bürgt.

So ein Notar verrichtet seine Dienste selbstverständlich nicht kostenlos. Die Kosten sind allerdings auch für kleinere und mittlere Unternehmen zu stemmen und liegen je nach Art des Zertifikats bei wenigen Euro pro Monat. Das Einrichten des Zertifikats übernimmt in der Regel der Hoster. Wer wenig Geld, aber Zeit und technisches Verständnis hat, der kann beispielsweise über die Initiative "Let's Encrypt" kostenlos Zertifikate erstellen und auf den eigenen Server laden.

Bei so vielen Vorteilen einer SSL-Verschlüsselung sollen die Nachteile nicht verschwiegen werden. Von den Kosten abgesehen, die sich bei vielen (Sub-)Domains über die Jahre auch zu einem größeren Betrag summieren können, liegt das Manko in einer verringerten Übertragungsgeschwindigkeit. Bekanntlich straft Google langsame Seiten in seinem Ranking ab. Aber, und das ist ein sehr großes „Aber“: Google straft Seiten, die nicht SSL-verschlüsselt sind, ebenfalls ab.

Googles Chrome ist in Deutschland mittlerweile der meistgenutzte Browser. Denkbar, dass Google in nicht allzu ferner Zukunft dazu übergeht, unverschlüsselte Verbindungen mit einem unverschlossenen roten Schloss anzuzeigen. Neben dem schlechteren Ranking wäre das eine wenig erfreuliche Auszeichnung für Ihre Website mit unangenehmen Folgen. Die Kosten für das kleine grüne Schloss sind also für alle Unternehmensseiten, die der Kundenkommunikation dienen, eine lohnende Investition.

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SSL-Verschlüsselung: Wie Ihre Seite sicherer wird Mit SSL-Verschlüsselung wird Ihre Seite sicherer – und vertrauenswürdiger für die Kunden. (© 2016 wk1003mike/Shutterstock)

SSL: Abhörsichere Verbindung

Ist Ihnen in der Browserzeile links oben schon einmal ein grünes Schloss aufgefallen? Dieses kleine Symbol zeigt vereinfacht gesagt an, dass die Seite, die Sie gerade aufgerufen haben, sicher ist. Doch wofür steht das grüne Schloss genau?

Das manchmal leicht zu übersehende Symbol sieht in jedem Browser ein klein wenig anders aus. Doch die Bedeutung ist immer dieselbe: Es steht für die sogenannte SSL-Verschlüsselung (Secure Socket Layer). Diese Sicherheitsmaßnahme ist nicht nur am Schloss-Icon zu erkennen, sondern auch daran, dass die URL mit „https://“ statt mit „http://“ beginnt.

HTTP steht kurz für „Hypertext Transfer Protocol“, also das Protokoll, mit dem Daten im Internet übertragen werden. Der Buchstabe „s“ im Kürzel HTTPS bedeutet „secure“ und weist auf ein abhörsicheres Übertragungsprotokoll hin. Rein technisch gesehen ist HTTPS kein eigenständiges Protokoll. Es sagt lediglich aus, dass HTTP über SSL beziehungsweise TLS verwendet wird. Kurz: HTTPS = HTTP + SSL/TLS.

Was hat es mit TLS auf sich? In Verbindung mit SSL-Verschlüsselung wird Ihnen diese Abkürzung sehr häufig begegnen. Ganz einfach: TLS ist der Nachfolger von SSL. Da der Begriff SSL aber bekannter ist, wird dieser nach wie vor verwendet, obwohl HTTPS-Verbindungen heutzutage eigentlich über das TLS-Protokoll (Transport Layer Security) verschlüsselt werden.

SSL-Verschlüsselung: Was bringt das?

Sie kennen nun die technischen Grundzüge einer SSL-Verschlüsselung. Was aber bringt es Ihnen, Ihre Unternehmensseiten mittels SSL/TLS sicherer zu machen?

Eine SSL-Verschlüsselung bietet mehrere Vorteile, auf die zu verzichten unternehmerisch unklug wäre:

  • Vertraulichkeit: Außer dem Kunden beziehungsweise Interessenten (Browser) und Ihnen (Server, auf dem Ihre Unternehmenswebsite liegt) kann kein Dritter die Kommunikation mitlesen.
  • Datenintegrität: SSL/TLS sorgt zudem auch dafür, dass die Daten unterwegs nicht manipuliert und verändert werden können.
  • Authentizität: Für den Aufruf einer SSL-verschlüsselten Website muss ein Zertifikat vorliegen, über das der Website-Betreiber eindeutig identifiziert werden kann.

Der große Vorteil der SSL-Verschlüsselung liegt darin, dass die Daten, die zwischen dem Browser und der Website ausgetauscht werden, von Dritten nicht mitgelesen werden können. Besonders wichtig ist das, wenn Sie einen Online-Shop betreiben und Kunden sensible Daten wie Kreditkartennummern eingeben sollen. Es wäre fahrlässig, diese Kommunikation nicht zu verschlüsseln.

Eine SSL-Verschlüsselung verhindert aber nicht nur das Abgreifen von Daten durch Unbefugte, sondern auch deren Manipulation. So sorgt das Protokoll dafür, dass beispielsweise Geldströme nicht umgeleitet werden können, ohne dass Sie oder Ihr Kunde es merken.

Ausweis digital: Das SSL-Zertifikat

Neben Abhörsicherheit und Datenintegrität setzt SSL-Verschlüsselung auf Zertifikate. Ein SSL-Zertifikat hat die Funktion eines Ausweises. Das SSL-Zertifikat liegt auf dem Server und wird immer dann angefordert, wenn jemand Ihre Website aufruft. Ein SSL-Zertifikat erhalten Sie von einer der offiziellen Zertifizierungsstellen für digitale Zertifikate, Certificate Authority, kurz CA. Die CA können Sie sich als digitalen Notar vorstellen, der für die Identität der Domain und des Servers bürgt.

So ein Notar verrichtet seine Dienste selbstverständlich nicht kostenlos. Die Kosten sind allerdings auch für kleinere und mittlere Unternehmen zu stemmen und liegen je nach Art des Zertifikats bei wenigen Euro pro Monat. Das Einrichten des Zertifikats übernimmt in der Regel der Hoster. Wer wenig Geld, aber Zeit und technisches Verständnis hat, der kann beispielsweise über die Initiative "Let's Encrypt" kostenlos Zertifikate erstellen und auf den eigenen Server laden.

Bei so vielen Vorteilen einer SSL-Verschlüsselung sollen die Nachteile nicht verschwiegen werden. Von den Kosten abgesehen, die sich bei vielen (Sub-)Domains über die Jahre auch zu einem größeren Betrag summieren können, liegt das Manko in einer verringerten Übertragungsgeschwindigkeit. Bekanntlich straft Google langsame Seiten in seinem Ranking ab. Aber, und das ist ein sehr großes „Aber“: Google straft Seiten, die nicht SSL-verschlüsselt sind, ebenfalls ab.

Googles Chrome ist in Deutschland mittlerweile der meistgenutzte Browser. Denkbar, dass Google in nicht allzu ferner Zukunft dazu übergeht, unverschlüsselte Verbindungen mit einem unverschlossenen roten Schloss anzuzeigen. Neben dem schlechteren Ranking wäre das eine wenig erfreuliche Auszeichnung für Ihre Website mit unangenehmen Folgen. Die Kosten für das kleine grüne Schloss sind also für alle Unternehmensseiten, die der Kundenkommunikation dienen, eine lohnende Investition.

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