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Viren entfernen: In 4 Schritten gegen Schadprogramme

Die richtige digitale Munition entscheidet über den Sieg gegen Schadprogramme. Wollen Sie Viren entfernen, dann brauchen Sie neben der potenten Killersoftware aber auch noch einen kühlen Kopf. Oder einen Fachmann. Versierte Selbermacher gelangen in vier Schritten allein zum sauberen Computer.
Viren entfernen: In 4 Schritten gegen Schadprogramme Wer Viren entfernen muss, sollte mit kühlem Kopf Gegenmaßnahmen einleiten. Schritt für Schritt ... (© 2016 John C. Bielick/Shutterstock)

Schritt 1: Die Diagnose

Bevor Sie Viren entfernen können, muss Ihr Computer natürlich davon befallen sein. Ist das allen Vorsichtsmaßnahmen (Firewall, Anti-Virensoftware etc.) zum Trotz der Fall, dann machen sich solche Schadprogramme beispielsweise mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • spontane und unübliche Anzeigen auf dem Monitor
  • CD-Schublade fährt plötzlich aus und ein
  • Programme öffnen sich ungefragt
  • Mitteilungen werden ohne Ihr Zutun über Ihre E-Mail-Adresse verschickt oder das betreffende Postfach quillt über
  • der Computer stürzt ab
  • das Betriebssysteme startet nicht mehr
  • der Rechner arbeitet extrem langsam
  • der Internet Explorer "friert" ein

Diese und weitere, zunächst unerklärliche Symptome deuten auf einen Befall durch Schadprogramme hin.

Schritt 2: Erste Schritte

Beobachten Sie die vorgenannten Phänomene, dann ist Ihr Computer wahrscheinlich das Opfer eines Virus' beziehungsweise einer sogenannten Malware geworden. Das ist schlimm. Noch schlimmer aber ist es, wenn Sie jetzt in Panik verfallen. Behalten Sie also einen kühlen Kopf. Und bevor Sie die Viren entfernen,  gehen Sie wie folgt vor:

  • Kappen Sie die Verbindung zum Internet.
  • Ganz wichtig: Falls Sie Beweise für den Angriff sichern wollen, dann rufen Sie einen Fachmann für das weitere Vorgehen. Andernfalls wird es schwierig, Anzeige gegen den Verursacher zu erstatten oder den Schaden über eine Cyber-Versicherung zu regulieren. Wenn Sie sofort die Viren entfernen, dann lassen sich deren Spuren später kaum nachweisen.
  • Falls möglich, kopieren Sie sämtliche wichtigen Daten auf ein externes Medium wie USB-Stick, Festplatte oder CD.
  • Liegt ein Backup beziehungsweise Image des Betriebssystems vor, so spielen Sie es auf. Dann haben Sie in der Regel eine virenfreie Windows-Fassung auf dem Computer. Denken Sie anschließend daran, Treiber und sonstige Software zu aktualisieren. Alles weitere können Sie sich dann sparen.
  • Schalten Sie die Systemwiederherstellung von Windows ab. Andernfalls könnte der Virus beim nächsten PC-Neustart wieder an Bord sein.
  • Löschen Sie alle temporären Internet-Dateien. Das klappt beispielsweise mit dem CCleaner. Ein solches Programm sollten Sie standardmäßig für Notfälle installiert haben.

Schritt 3: Viren entfernen

Mittlerweile sollte klar sein, dass ein Anti-Virenprogramm zur Grundausstattung eines Rechners gehört. Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein oder wollen Sie auf dessen Einsatz verzichten, dann empfiehlt sich unter anderem ein Blick auf "malte-wetz.de". Dort erfahren Sie, wie Sie Viren entfernen, indem Sie eine komplette Neuinstallation vornehmen. Das ist zwar sehr aufwendig, löscht aber Schadprogramme mit absoluter Sicherheit. Sämtliche Daten allerdings auch.

Falls Sie ein Anti-Virenprogramm benutzt haben, dann hätte es eigentlich nicht zu der Infektion kommen dürfen. Es sei denn, der Virus ist noch unbekannt, die Software inaktuell oder einfach nicht gut genug. Auf jeden Fall hat das System versagt und sollte stillgelegt werden. Stattdessen setzen Sie jetzt ein alternatives Produkt ein. Tests von Virenscannern finden Sie etwa auf "bundespolizei-virus.de" und "pc-magazin.de". Haben Sie sich für ein Produkt entschieden, dann laden Sie es über einen nicht befallenen Computer herunter, kopieren es auf einen externen Datenspeicher und installieren es auf dem verseuchten PC. Danach geht es so weiter:

  • Falls noch nicht geschehen, dann schalten Sie Ihr bisher verwendetes Anti-Virenprogramm ab Und/oder deinstallieren Sie es.
  • Aktivieren Sie den neuen Virenscanner im "abgesicherten Modus" von Windows. Zu diesem speziellen Startvorgang finden Sie hier Anleitungen für Windows 10,  Windows 8.x und Windows 7.
  • Melden Sie sich gegebenenfalls über ein anderes oder ganz neues Benutzerkonto an.
  • Starten Sie den Virenscanner und lassen Sie ihn seine Arbeit tun: Viren erkennen, Viren entfernen.

Schritt 4: Kontrolle

Im besten Fall ist Ihr Computer anschließend jegliche Schadprogramme los. Verlassen sollten Sie sich aber nicht darauf. Was also ist zu tun? Richtig, kontrollieren.

  • Schalten Sie den Computer nach der Säuberung aus, und führen Sie einen Neustart aus.
  • Aktivieren Sie den Anti-Virenscanner für einen weiteren Suchvorgang. Bleibt dieser ergebnislos, ist meistens alles in Ordnung.
  • Wer ganz sichergehen will, der macht noch weitere Prüfläufe mit einem Online-Scanner oder mehreren nacheinander. Einen Test solcher Programme hat "pcwelt.de" veröffentlicht.
  • Sollte weiterhin ein Virus sein Unwesen treiben, dann müssen Sie die Festplatte formatieren. Beachten Sie, dass anschließend alle zuvor darauf gespeicherten Daten verloren beziehungsweise nur mit großem Aufwand wieder herzustellen sind.

Hinweis: Schadprogramme richten teils großen Schaden auf Computern an. Wer seinen Rechner dagegen wappnen will, sollte unbedingt Firewalls und Anti-Virenprogramme einsetzen. Ein hundertprozentiger Schutz sind die allerdings auch nicht. Im Fall des Falles gibt es verschiedene Gegenmaßnahmen. Die hier vorgestellte Weise ist nur eine von vielen und in erster Linie gegen übliche, nicht extrem aggressive Viren und sonstige digitale Quälgeister wie Trojaner und Würmer geeignet. Sie hilft nicht bei sogenannter Ransomware, die Dateien verschlüsselt und nur nach Eingabe eines Codes frei gibt.

Weiterführende Links:

  • Mehr zum Thema "Viren entfernen" finden Sie unter anderem bei "elves-castle.de".
  • Ein hilfreiches Forum, in dem es um Schadprogramme geht, ist "hijackthis-forum.de".
  • Was tun, wenn Ihr Computer von Ransomware erwischt worden ist? Antworten finden Sie beispielsweise bei "sophos.com".
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Die richtige digitale Munition entscheidet über den Sieg gegen Schadprogramme. Wollen Sie Viren entfernen, dann brauchen Sie neben der potenten Killersoftware aber auch noch einen kühlen Kopf. Oder einen Fachmann. Versierte Selbermacher gelangen in vier Schritten allein zum sauberen Computer.
Viren entfernen: In 4 Schritten gegen Schadprogramme Wer Viren entfernen muss, sollte mit kühlem Kopf Gegenmaßnahmen einleiten. Schritt für Schritt ... (© 2016 John C. Bielick/Shutterstock)

Schritt 1: Die Diagnose

Bevor Sie Viren entfernen können, muss Ihr Computer natürlich davon befallen sein. Ist das allen Vorsichtsmaßnahmen (Firewall, Anti-Virensoftware etc.) zum Trotz der Fall, dann machen sich solche Schadprogramme beispielsweise mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • spontane und unübliche Anzeigen auf dem Monitor
  • CD-Schublade fährt plötzlich aus und ein
  • Programme öffnen sich ungefragt
  • Mitteilungen werden ohne Ihr Zutun über Ihre E-Mail-Adresse verschickt oder das betreffende Postfach quillt über
  • der Computer stürzt ab
  • das Betriebssysteme startet nicht mehr
  • der Rechner arbeitet extrem langsam
  • der Internet Explorer "friert" ein

Diese und weitere, zunächst unerklärliche Symptome deuten auf einen Befall durch Schadprogramme hin.

Schritt 2: Erste Schritte

Beobachten Sie die vorgenannten Phänomene, dann ist Ihr Computer wahrscheinlich das Opfer eines Virus' beziehungsweise einer sogenannten Malware geworden. Das ist schlimm. Noch schlimmer aber ist es, wenn Sie jetzt in Panik verfallen. Behalten Sie also einen kühlen Kopf. Und bevor Sie die Viren entfernen,  gehen Sie wie folgt vor:

  • Kappen Sie die Verbindung zum Internet.
  • Ganz wichtig: Falls Sie Beweise für den Angriff sichern wollen, dann rufen Sie einen Fachmann für das weitere Vorgehen. Andernfalls wird es schwierig, Anzeige gegen den Verursacher zu erstatten oder den Schaden über eine Cyber-Versicherung zu regulieren. Wenn Sie sofort die Viren entfernen, dann lassen sich deren Spuren später kaum nachweisen.
  • Falls möglich, kopieren Sie sämtliche wichtigen Daten auf ein externes Medium wie USB-Stick, Festplatte oder CD.
  • Liegt ein Backup beziehungsweise Image des Betriebssystems vor, so spielen Sie es auf. Dann haben Sie in der Regel eine virenfreie Windows-Fassung auf dem Computer. Denken Sie anschließend daran, Treiber und sonstige Software zu aktualisieren. Alles weitere können Sie sich dann sparen.
  • Schalten Sie die Systemwiederherstellung von Windows ab. Andernfalls könnte der Virus beim nächsten PC-Neustart wieder an Bord sein.
  • Löschen Sie alle temporären Internet-Dateien. Das klappt beispielsweise mit dem CCleaner. Ein solches Programm sollten Sie standardmäßig für Notfälle installiert haben.

Schritt 3: Viren entfernen

Mittlerweile sollte klar sein, dass ein Anti-Virenprogramm zur Grundausstattung eines Rechners gehört. Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein oder wollen Sie auf dessen Einsatz verzichten, dann empfiehlt sich unter anderem ein Blick auf "malte-wetz.de". Dort erfahren Sie, wie Sie Viren entfernen, indem Sie eine komplette Neuinstallation vornehmen. Das ist zwar sehr aufwendig, löscht aber Schadprogramme mit absoluter Sicherheit. Sämtliche Daten allerdings auch.

Falls Sie ein Anti-Virenprogramm benutzt haben, dann hätte es eigentlich nicht zu der Infektion kommen dürfen. Es sei denn, der Virus ist noch unbekannt, die Software inaktuell oder einfach nicht gut genug. Auf jeden Fall hat das System versagt und sollte stillgelegt werden. Stattdessen setzen Sie jetzt ein alternatives Produkt ein. Tests von Virenscannern finden Sie etwa auf "bundespolizei-virus.de" und "pc-magazin.de". Haben Sie sich für ein Produkt entschieden, dann laden Sie es über einen nicht befallenen Computer herunter, kopieren es auf einen externen Datenspeicher und installieren es auf dem verseuchten PC. Danach geht es so weiter:

  • Falls noch nicht geschehen, dann schalten Sie Ihr bisher verwendetes Anti-Virenprogramm ab Und/oder deinstallieren Sie es.
  • Aktivieren Sie den neuen Virenscanner im "abgesicherten Modus" von Windows. Zu diesem speziellen Startvorgang finden Sie hier Anleitungen für Windows 10,  Windows 8.x und Windows 7.
  • Melden Sie sich gegebenenfalls über ein anderes oder ganz neues Benutzerkonto an.
  • Starten Sie den Virenscanner und lassen Sie ihn seine Arbeit tun: Viren erkennen, Viren entfernen.

Schritt 4: Kontrolle

Im besten Fall ist Ihr Computer anschließend jegliche Schadprogramme los. Verlassen sollten Sie sich aber nicht darauf. Was also ist zu tun? Richtig, kontrollieren.

  • Schalten Sie den Computer nach der Säuberung aus, und führen Sie einen Neustart aus.
  • Aktivieren Sie den Anti-Virenscanner für einen weiteren Suchvorgang. Bleibt dieser ergebnislos, ist meistens alles in Ordnung.
  • Wer ganz sichergehen will, der macht noch weitere Prüfläufe mit einem Online-Scanner oder mehreren nacheinander. Einen Test solcher Programme hat "pcwelt.de" veröffentlicht.
  • Sollte weiterhin ein Virus sein Unwesen treiben, dann müssen Sie die Festplatte formatieren. Beachten Sie, dass anschließend alle zuvor darauf gespeicherten Daten verloren beziehungsweise nur mit großem Aufwand wieder herzustellen sind.

Hinweis: Schadprogramme richten teils großen Schaden auf Computern an. Wer seinen Rechner dagegen wappnen will, sollte unbedingt Firewalls und Anti-Virenprogramme einsetzen. Ein hundertprozentiger Schutz sind die allerdings auch nicht. Im Fall des Falles gibt es verschiedene Gegenmaßnahmen. Die hier vorgestellte Weise ist nur eine von vielen und in erster Linie gegen übliche, nicht extrem aggressive Viren und sonstige digitale Quälgeister wie Trojaner und Würmer geeignet. Sie hilft nicht bei sogenannter Ransomware, die Dateien verschlüsselt und nur nach Eingabe eines Codes frei gibt.

Weiterführende Links:

  • Mehr zum Thema "Viren entfernen" finden Sie unter anderem bei "elves-castle.de".
  • Ein hilfreiches Forum, in dem es um Schadprogramme geht, ist "hijackthis-forum.de".
  • Was tun, wenn Ihr Computer von Ransomware erwischt worden ist? Antworten finden Sie beispielsweise bei "sophos.com".
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