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Assistenzsystem: Personenerfassung weiß, was im Auto los ist

Die ersten Schritte zum autonomen Fahren sind längst gemacht. Dass Sensoren in modernen Fahrzeugen die Umgebung überwachen, um Assistenzsysteme mit Informationen zu versorgen, gehört inzwischen zum Alltag. In Zukunft könnte eine kamerabasierte Personenerfassung auch wissen, was im Auto passiert.
Assistenzsystem: Personenerfassung weiß, was im Auto los ist. Zukünftig werden Sensoren erkennen, wer im Auto sitzt und so neue Assistenzsysteme ermöglichen. (© 2016 Shutterstock/Soloviova Liudmyla)

Erstmals Sensoren für das Fahrzeuginnere

Was im Fahrzeuginneren passiert, blieb den smarten Assistenten bislang weitgehend verborgen. Dies soll ein neues System zur Personenerfassung im Auto-Innenraum nun ändern, das das Fraunhofer-Institut gemeinsam mit Volkswagen und anderen Unternehmen der Automobilindustrie, unter anderem Bosch, entwickelt. Dabei sollen Sensoren nicht nur erkennen, wie viele Personen sich im Fahrzeug befinden, sondern auch wie groß sie sind und was sie gerade tun.

Daten als Basis für neue Assistenzsysteme

Ermöglicht wird die Personenerfassung durch Tiefenkameras, die den Fahrzeuginnenraum erfassen. Durch die Analyse der Körpergröße versucht das System zu erkennen, ob es sich um Erwachsene oder Kinder handelt. Auch die Körperhaltung wird bei der Personenerfassung berücksichtigt, um daraus Rückschlüsse auf die aktuellen Aktivitäten der Fahrzeuginsassen zu ziehen. Langfristig sollen die durch die Innenraum-Sensoren erfassten Daten als Basis für neue Assistenzsysteme dienen. So könnten beispielsweise Airbags sowohl an die Körpergröße und auch an besondere Situationen angepasst werden – beispielsweise wenn der Beifahrer seine Füße auf dem Armaturenbrett abgelegt hat.

Innenraumüberwachung von Relevanz für teilautomatisiertes Fahren

Von Bedeutung könnte die Personenerfassung zukünftig auch beim teilautomatisierten Fahren sein. Erkennen die Sensoren beispielsweise , dass sich der Fahrer zu den Kindern auf Rücksitz umdreht, könnte ein Assistenzsystem umgehend ein Videobild der Rückbank im Armaturenbereich einblenden, sodass der Fahrer seinen Blick wieder nach vorne richten kann.  Die Fähigkeiten der neuen Assistenzsysteme könnten allerdings noch deutlich weiter reichen, wie Frederik Diederichs vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Leiter des Projekts mit dem Namen "InCarIn" erklärt:

"Über die Sensoren kann das System abschätzen, wie lange der Fahrer nach dem automatisierten Fahren brauchen wird, um die Kontrolle über das Fahrzeug wieder vollständig zu übernehmen."

Bereits jetzt kann die Personenerfassung auch Gliedmaßen erkennen und Bewegungen nachvollziehen. Geplant ist, dass zum Nachvollziehen von möglichen Aktivitäten auch Gegenstände erkannt werden sollen, mit denen sich die Fahrzeuginsassen beschäftigen.

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Assistenzsystem: Personenerfassung weiß, was im Auto los ist. Zukünftig werden Sensoren erkennen, wer im Auto sitzt und so neue Assistenzsysteme ermöglichen. (© 2016 Shutterstock/Soloviova Liudmyla)

Erstmals Sensoren für das Fahrzeuginnere

Was im Fahrzeuginneren passiert, blieb den smarten Assistenten bislang weitgehend verborgen. Dies soll ein neues System zur Personenerfassung im Auto-Innenraum nun ändern, das das Fraunhofer-Institut gemeinsam mit Volkswagen und anderen Unternehmen der Automobilindustrie, unter anderem Bosch, entwickelt. Dabei sollen Sensoren nicht nur erkennen, wie viele Personen sich im Fahrzeug befinden, sondern auch wie groß sie sind und was sie gerade tun.

Daten als Basis für neue Assistenzsysteme

Ermöglicht wird die Personenerfassung durch Tiefenkameras, die den Fahrzeuginnenraum erfassen. Durch die Analyse der Körpergröße versucht das System zu erkennen, ob es sich um Erwachsene oder Kinder handelt. Auch die Körperhaltung wird bei der Personenerfassung berücksichtigt, um daraus Rückschlüsse auf die aktuellen Aktivitäten der Fahrzeuginsassen zu ziehen. Langfristig sollen die durch die Innenraum-Sensoren erfassten Daten als Basis für neue Assistenzsysteme dienen. So könnten beispielsweise Airbags sowohl an die Körpergröße und auch an besondere Situationen angepasst werden – beispielsweise wenn der Beifahrer seine Füße auf dem Armaturenbrett abgelegt hat.

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Von Bedeutung könnte die Personenerfassung zukünftig auch beim teilautomatisierten Fahren sein. Erkennen die Sensoren beispielsweise , dass sich der Fahrer zu den Kindern auf Rücksitz umdreht, könnte ein Assistenzsystem umgehend ein Videobild der Rückbank im Armaturenbereich einblenden, sodass der Fahrer seinen Blick wieder nach vorne richten kann.  Die Fähigkeiten der neuen Assistenzsysteme könnten allerdings noch deutlich weiter reichen, wie Frederik Diederichs vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Leiter des Projekts mit dem Namen "InCarIn" erklärt:

"Über die Sensoren kann das System abschätzen, wie lange der Fahrer nach dem automatisierten Fahren brauchen wird, um die Kontrolle über das Fahrzeug wieder vollständig zu übernehmen."

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