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Digitalisierung der Arbeitswelt: Was Sie in Zukunft erwartet

Chance oder Risiko – was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für Entscheider? Fest steht: Die digitale Revolution ist längst im Gange: Maschinen erleichtern und beschleunigen Produktionsprozesse, Drohnen beliefern Kunden mit Lebensmitteln, Arbeitszeiten werden dank mobiler Endgeräte flexibler. Mehr zum Für und Wider.
Digitalisierung der Arbeitswelt: Was Sie in Zukunft erwartet Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt agieren Betriebe zunehmend globaler. (© 2016 everything possible/Shutterstock)

Digitalisierung der Arbeitswelt als Bedrohung?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist unaufhaltsam. So manchem alteingesessenen Chef graut jedoch vor dem medial befeuerten Wandel. Muss der eigene Betrieb zwangsläufig auch revolutioniert werden? Und fallen dabei nicht viele Arbeitsplätze weg?

Nur die Ruhe. Zunächst einmal geschieht die Transformation nicht von heute auf morgen, sondern ist vielmehr ein schleichender Prozess, der Ihrer Unterstützung bedarf. Ergo: Wenn Sie Ihrem Betrieb keinen digitalen Fußabdruck verleihen, dann ändert sich auch nicht viel. Allerdings vergeben Sie so die Chancen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehen, und hinken Ihrer fortschrittlicheren Konkurrenz auf Dauer hinterher. Ein Umdenken lohnt sich also. Insbesondere hinsichtlich der zunehmenden Automatisierung von Routineaufgaben bringt die Industrie 4.0 viele Vorteile. Dadurch bleibt Beschäftigten mehr Zeit für nicht automatisierte Tätigkeiten. Jobs fallen also nicht in jedem Fall weg, eher verschieben sich Aufgabenbereiche. So müssen beispielsweise Maschinen instruiert sowie Abläufe koordiniert und kontrolliert werden. Menschenkraft und -verstand sind also nicht in jedem Bereich ersetzbar.

Digitalisierung schafft neue Berufe und fördert Globalisierung

Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt kommen also neue Berufe. Insgesamt werden Jobs, die unter dem Begriff "Arbeiten 4.0" zusammengefasst werden, anspruchsvoller. Eine vielversprechende Zukunft haben – wenig überraschend – Fachkräfte aus dem IT-Bereich wie zum Beispiel Programmierer. Schließlich gilt es, Maschinen und Anlagen mit Anweisungen zu füttern. Es bedarf zum Beispiel auch spezialisierter Fahrzeugelektroniker, die elektronisch gesteuerte Fahrzeuge bedienen.

Hinzu kommt, dass Betriebe immer globaler agieren. Durch die Digitalisierung ist es auch für nicht ortsansässige Mitarbeiter einfacher, an Informationen zu gelangen. Teams werden in der Folge immer multikultureller und nach Projekten zusammengestellt, Hierarchien flacher. Den klassischen Vorgesetzten gibt es in Zukunft nicht mehr. Stattdessen übernehmen einzelne Mitarbeiter immer mehr Verantwortung. Weiterhin werden ganze Geschäftsprozesse – wie auch jetzt schon – ausgelagert, häufig nach Asien.

Flexibleres Arbeiten durch Arbeiten 4.0

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt noch einen Vorteil: Viele Berufe können überall dort ausgeübt werden, wo Internetzugang besteht. Arbeiten kann also viel flexibler werden – zumindest sofern derartige Arbeitszeitmodelle vom Unternehmen befürwortet werden. Familie und Beruf sind im Home Office leichter unter einen Hut zu bringen.

Risiken der Digitalisierung

Das flexible Arbeitszeitmodell hat aber auch seine Schattenseiten. Denn das fließende Ineinanderübergehen von Arbeit und Freizeit birgt die Gefahr, dass man nie ganz abschaltet. Permanent sind Mitarbeiter online, antworten um 22 Uhr auf E-Mails und halten sogar im Urlaub Telefonkonferenzen ab. Die höhere Verfügbarkeit schlaucht. Stressbedingte Erkrankungen wie etwa Burnout oder Depressionen nehmen dadurch zu.

Mit der Digitalisierung steigt außerdem das Risiko des Datenklaus. Chefs haben dafür Sorge zu tragen, dass geschäftsrelevante und unternehmensinterne Daten mittels spezialisierter Software und Fachkräfte geschützt werden.

Führungsstil anpassen

Ihre Aufgabe als Chef ist es, nicht nur Vorbild zu sein, sondern Ihre Mitarbeiter auf dem digitalen Weg zu unterstützten. Da räumliche Distanzen auf Dauer immer größer werden, muss ohnehin ein Umdenken stattfinden. Aus der Ferne können Sie Ihren Untergebenen nicht fortwährend über die Schulter schauen. Statt kontrollieren, heißt es daher künftig motivieren und Verantwortungen abgeben. Soziale und persönliche Kompetenzen von Chefs rücken dabei immer stärker in den Fokus, um Teams zu koordinieren und zusammenzuhalten.

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Digitalisierung der Arbeitswelt: Was Sie in Zukunft erwartet Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt agieren Betriebe zunehmend globaler. (© 2016 everything possible/Shutterstock)

Digitalisierung der Arbeitswelt als Bedrohung?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist unaufhaltsam. So manchem alteingesessenen Chef graut jedoch vor dem medial befeuerten Wandel. Muss der eigene Betrieb zwangsläufig auch revolutioniert werden? Und fallen dabei nicht viele Arbeitsplätze weg?

Nur die Ruhe. Zunächst einmal geschieht die Transformation nicht von heute auf morgen, sondern ist vielmehr ein schleichender Prozess, der Ihrer Unterstützung bedarf. Ergo: Wenn Sie Ihrem Betrieb keinen digitalen Fußabdruck verleihen, dann ändert sich auch nicht viel. Allerdings vergeben Sie so die Chancen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehen, und hinken Ihrer fortschrittlicheren Konkurrenz auf Dauer hinterher. Ein Umdenken lohnt sich also. Insbesondere hinsichtlich der zunehmenden Automatisierung von Routineaufgaben bringt die Industrie 4.0 viele Vorteile. Dadurch bleibt Beschäftigten mehr Zeit für nicht automatisierte Tätigkeiten. Jobs fallen also nicht in jedem Fall weg, eher verschieben sich Aufgabenbereiche. So müssen beispielsweise Maschinen instruiert sowie Abläufe koordiniert und kontrolliert werden. Menschenkraft und -verstand sind also nicht in jedem Bereich ersetzbar.

Digitalisierung schafft neue Berufe und fördert Globalisierung

Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt kommen also neue Berufe. Insgesamt werden Jobs, die unter dem Begriff "Arbeiten 4.0" zusammengefasst werden, anspruchsvoller. Eine vielversprechende Zukunft haben – wenig überraschend – Fachkräfte aus dem IT-Bereich wie zum Beispiel Programmierer. Schließlich gilt es, Maschinen und Anlagen mit Anweisungen zu füttern. Es bedarf zum Beispiel auch spezialisierter Fahrzeugelektroniker, die elektronisch gesteuerte Fahrzeuge bedienen.

Hinzu kommt, dass Betriebe immer globaler agieren. Durch die Digitalisierung ist es auch für nicht ortsansässige Mitarbeiter einfacher, an Informationen zu gelangen. Teams werden in der Folge immer multikultureller und nach Projekten zusammengestellt, Hierarchien flacher. Den klassischen Vorgesetzten gibt es in Zukunft nicht mehr. Stattdessen übernehmen einzelne Mitarbeiter immer mehr Verantwortung. Weiterhin werden ganze Geschäftsprozesse – wie auch jetzt schon – ausgelagert, häufig nach Asien.

Flexibleres Arbeiten durch Arbeiten 4.0

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt noch einen Vorteil: Viele Berufe können überall dort ausgeübt werden, wo Internetzugang besteht. Arbeiten kann also viel flexibler werden – zumindest sofern derartige Arbeitszeitmodelle vom Unternehmen befürwortet werden. Familie und Beruf sind im Home Office leichter unter einen Hut zu bringen.

Risiken der Digitalisierung

Das flexible Arbeitszeitmodell hat aber auch seine Schattenseiten. Denn das fließende Ineinanderübergehen von Arbeit und Freizeit birgt die Gefahr, dass man nie ganz abschaltet. Permanent sind Mitarbeiter online, antworten um 22 Uhr auf E-Mails und halten sogar im Urlaub Telefonkonferenzen ab. Die höhere Verfügbarkeit schlaucht. Stressbedingte Erkrankungen wie etwa Burnout oder Depressionen nehmen dadurch zu.

Mit der Digitalisierung steigt außerdem das Risiko des Datenklaus. Chefs haben dafür Sorge zu tragen, dass geschäftsrelevante und unternehmensinterne Daten mittels spezialisierter Software und Fachkräfte geschützt werden.

Führungsstil anpassen

Ihre Aufgabe als Chef ist es, nicht nur Vorbild zu sein, sondern Ihre Mitarbeiter auf dem digitalen Weg zu unterstützten. Da räumliche Distanzen auf Dauer immer größer werden, muss ohnehin ein Umdenken stattfinden. Aus der Ferne können Sie Ihren Untergebenen nicht fortwährend über die Schulter schauen. Statt kontrollieren, heißt es daher künftig motivieren und Verantwortungen abgeben. Soziale und persönliche Kompetenzen von Chefs rücken dabei immer stärker in den Fokus, um Teams zu koordinieren und zusammenzuhalten.

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