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Elektroindustrie Vorreiter der Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet in Deutschland stetig voran, auch wenn es noch einige Hemmschuhe gibt. Vorreiter bei der digitalen Transformation ist die Elektroindustrie. Bislang sind es allerdings vor allem die Großen der Branche, die den Weg bereiten. Der Mittelstand hält sich oft noch zurück.
Elektroindustrie Vorreiter der Digitalisierung Vor allem die Branchenriesen der Elektroindustrie treiben die Digitalisierung voran, während der Mittelstand oft noch zögert. (© 2016 Sergey Nivens/Shutterstock)

Gesamtwirtschaft profitiert von Digitalisierung in der Elektroindustrie

Keine andere Branche treibt die Digitalisierung in der Bundesrepublik so stark voran wie die Elektroindustrie. Und zwar nicht nur als Anwender neuer digitaler Technologien, sondern auch als Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige. Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI)  gemeinsam mit Fraunhofer ISI und IW Consult erstellt hat. Letztlich profitiere die gesamte deutsche Wirtschaft von der Innovationsfähigkeit der Branche, meint Michael Ziesemer, Präsident des ZVEI:

"Ein Großteil der Innovationsleistungen der Elektroindustrie kommt de facto anderen Wirtschaftszweigen zugute – gerade auch im Bereich der Digitalisierung."

Der Studie zufolge sind die Aufwendungen der Elektroindustrie für Produkt- und Prozessinnovationen – gemessen am Umsatz der Branche – doppelt so hoch  wie im verarbeitenden Gewerbe. Und dessen Innovationen in vielen Fällen originär aus der Elektrobranche. Setzt man die Investitionen der Elektroindustrie in die Digitalisierung  in Relation mit denen der deutschen Gesamtwirtschaft und deren Umsatz, übersteigen sie diese sogar um das Dreieinhalbfache.

Kleinere Unternehmen hängen beim digitalen Wandel noch hinterher

Dass die Elektroindustrie die Leitbranche für die Digitalisierung in der Bundesrepublik ist, ist also nicht von der Hand zu weisen. Allerdings waren es bislang vor allem die Branchenriesen, wie Siemens oder Bosch, die die digitale Transformation vorangetrieben haben. Die Branche wird allerdings vor allem vom Mittelstand geprägt: Neun von zehn Unternehmen haben weniger als 500 Mitarbeiter. Und genau diese kleineren Firmen halten sich bei der Digitalisierung der Studie zufolge häufig noch zurück. Nur ein Fünftel von ihnen richtet bislang seine Strategie auf den digitalen Wandel aus, bei den Großunternehmen sind es bereits 45 Prozent.

Digitale Infrastruktur als Hemmnis für kleine Unternehmen

Insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Elektrobranche ist es wichtig, beim digitalen Wandeln den Anschluss nicht zu verpassen, um auch  international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir müssen dafür sorgen, dass die digitale Herausforderung auch von den kleinen Unternehmen angegangen wird. Die Digitalisierung ist eine Schicksalsfrage für die gesamte deutsche und europäische Industrie“, so ZVEI-Präsident Ziesemer gegenüber dem "Handelsblatt". Dabei sei allerdings auch die Politik gefragt, denn bislang wird vor allem der Mittelstand durch ein wenig industrietaugliches Internet bei der Digitalisierung ausgebremst. Während sich die großen Konzerne teure Standleitungen mit schnellen Latenzzeiten leisten könnten, seien die KMUs oft auf das öffentliche Netz angewiesen. Den bislang von der Bundesregierung geplanten Breitbandausbau hält Ziesemer für nicht ausreichend.

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Elektroindustrie Vorreiter der Digitalisierung Vor allem die Branchenriesen der Elektroindustrie treiben die Digitalisierung voran, während der Mittelstand oft noch zögert. (© 2016 Sergey Nivens/Shutterstock)

Gesamtwirtschaft profitiert von Digitalisierung in der Elektroindustrie

Keine andere Branche treibt die Digitalisierung in der Bundesrepublik so stark voran wie die Elektroindustrie. Und zwar nicht nur als Anwender neuer digitaler Technologien, sondern auch als Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige. Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI)  gemeinsam mit Fraunhofer ISI und IW Consult erstellt hat. Letztlich profitiere die gesamte deutsche Wirtschaft von der Innovationsfähigkeit der Branche, meint Michael Ziesemer, Präsident des ZVEI:

"Ein Großteil der Innovationsleistungen der Elektroindustrie kommt de facto anderen Wirtschaftszweigen zugute – gerade auch im Bereich der Digitalisierung."

Der Studie zufolge sind die Aufwendungen der Elektroindustrie für Produkt- und Prozessinnovationen – gemessen am Umsatz der Branche – doppelt so hoch  wie im verarbeitenden Gewerbe. Und dessen Innovationen in vielen Fällen originär aus der Elektrobranche. Setzt man die Investitionen der Elektroindustrie in die Digitalisierung  in Relation mit denen der deutschen Gesamtwirtschaft und deren Umsatz, übersteigen sie diese sogar um das Dreieinhalbfache.

Kleinere Unternehmen hängen beim digitalen Wandel noch hinterher

Dass die Elektroindustrie die Leitbranche für die Digitalisierung in der Bundesrepublik ist, ist also nicht von der Hand zu weisen. Allerdings waren es bislang vor allem die Branchenriesen, wie Siemens oder Bosch, die die digitale Transformation vorangetrieben haben. Die Branche wird allerdings vor allem vom Mittelstand geprägt: Neun von zehn Unternehmen haben weniger als 500 Mitarbeiter. Und genau diese kleineren Firmen halten sich bei der Digitalisierung der Studie zufolge häufig noch zurück. Nur ein Fünftel von ihnen richtet bislang seine Strategie auf den digitalen Wandel aus, bei den Großunternehmen sind es bereits 45 Prozent.

Digitale Infrastruktur als Hemmnis für kleine Unternehmen

Insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Elektrobranche ist es wichtig, beim digitalen Wandeln den Anschluss nicht zu verpassen, um auch  international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir müssen dafür sorgen, dass die digitale Herausforderung auch von den kleinen Unternehmen angegangen wird. Die Digitalisierung ist eine Schicksalsfrage für die gesamte deutsche und europäische Industrie“, so ZVEI-Präsident Ziesemer gegenüber dem "Handelsblatt". Dabei sei allerdings auch die Politik gefragt, denn bislang wird vor allem der Mittelstand durch ein wenig industrietaugliches Internet bei der Digitalisierung ausgebremst. Während sich die großen Konzerne teure Standleitungen mit schnellen Latenzzeiten leisten könnten, seien die KMUs oft auf das öffentliche Netz angewiesen. Den bislang von der Bundesregierung geplanten Breitbandausbau hält Ziesemer für nicht ausreichend.

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