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Global Innovation Index 2016: Deutschland unter den Top Ten

Wie innovativ sind Deutschland und die Welt? Mit dem Global Innovation Index (GII) wird alljährlich die Innovationskraft verschiedener Länder bestimmt. Die Schweiz rangiert 2016 auf dem ersten Platz. Deutschland schafft es erstmals unter die Top Ten.
Global Innovation Index 2016: Deutschland unter den Top Ten Deutschland konnte sich beim Global Innovation Index um zwei Plätze verbessern. (© 2016 Statista)

Innovatives Deutschland: Erstmals Platz 10 im Gesamtindex

Deutschland konnte sich im Global Innovation Index im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbessern und rutschte damit auf den zehnten Platz mit einem Gesamtindexwert von 57,9. Die guten Bewertungen erhielt die Bundesrepublik insbesondere wegen des Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologie, der Fortschrittlichkeit in Forschung und Entwicklung sowie wegen der Anzahl der Patentanmeldungen.

Beim Indikator Effizienz landete Deutschland auf dem neunten Rang, wie "Haufe" berichtet. Dieser setzt Innovations-Input, also beispielsweise die Ausgaben für den Bereich Forschung und Infrastruktur, ins Verhältnis zum Output, die Anzahl der Patentanmeldungen etwa.

Zukunftsweisende Indikatoren noch rückständig

Der Global Innovation Index beinhaltet aber noch weitaus mehr Indikatoren zur Bestimmung der Innovationskraft. So schnitt Deutschland in den Bereichen "Innovationspartnerschaften" (Platz 47), "Diversity" (Platz 53) und "Einfachheit von Unternehmensgründungen" (Platz 81) eher schlecht ab. Doch genau diese gelten als zukunftsweisend. Das findet auch Kai Engel, Innovationsexperte und Partner bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney:

"Der erstmalige Top-Ten-Platz Deutschlands ist trügerisch, denn hohe Effizienz in den Innovationsstrukturen und -prozessen, wie wir sie in Deutschland finden, wird zukünftig nicht mehr reichen, um im internationalen Wettbewerb ganz oben mitspielen zu können. […] Wir punkten zwar bei Forschung und Entwicklung, Kommunikationsinfrastruktur und Patentanmeldungen. Doch dort, wo in Zukunft die Musik spielen wird, gehören wir zu den Schlusslichtern: dem Aufbau von Innovationspartnerschaften und der Gründung neuer Unternehmen."

Der Global Innovation Index wird seit 2007 gemeinsam von der amerikanischen Cornell University,  der französischen Business School Insead und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) publiziert. Die Autoren betrachteten insgesamt 128 Ökonomien weltweit anhand von 82 ausgewählten Kriterien. Wer unter den Top Ten rangiert, ist der obigen Infografik zu entnehmen, herausgegeben von "Statista".

Weiterführende Links:

  • Innovativ ist das italienische Start-up EProInn unbedingt: Es wandelt normale Autos in Elektrofahrzeuge um.
  • "Digital Transformation": Dieses Schlagwort bestimmt die Agenda von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Wir skizzieren, welche Chancen der digitale Wandel birgt.
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Global Innovation Index 2016: Deutschland unter den Top Ten Deutschland konnte sich beim Global Innovation Index um zwei Plätze verbessern. (© 2016 Statista)

Innovatives Deutschland: Erstmals Platz 10 im Gesamtindex

Deutschland konnte sich im Global Innovation Index im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbessern und rutschte damit auf den zehnten Platz mit einem Gesamtindexwert von 57,9. Die guten Bewertungen erhielt die Bundesrepublik insbesondere wegen des Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologie, der Fortschrittlichkeit in Forschung und Entwicklung sowie wegen der Anzahl der Patentanmeldungen.

Beim Indikator Effizienz landete Deutschland auf dem neunten Rang, wie "Haufe" berichtet. Dieser setzt Innovations-Input, also beispielsweise die Ausgaben für den Bereich Forschung und Infrastruktur, ins Verhältnis zum Output, die Anzahl der Patentanmeldungen etwa.

Zukunftsweisende Indikatoren noch rückständig

Der Global Innovation Index beinhaltet aber noch weitaus mehr Indikatoren zur Bestimmung der Innovationskraft. So schnitt Deutschland in den Bereichen "Innovationspartnerschaften" (Platz 47), "Diversity" (Platz 53) und "Einfachheit von Unternehmensgründungen" (Platz 81) eher schlecht ab. Doch genau diese gelten als zukunftsweisend. Das findet auch Kai Engel, Innovationsexperte und Partner bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney:

"Der erstmalige Top-Ten-Platz Deutschlands ist trügerisch, denn hohe Effizienz in den Innovationsstrukturen und -prozessen, wie wir sie in Deutschland finden, wird zukünftig nicht mehr reichen, um im internationalen Wettbewerb ganz oben mitspielen zu können. […] Wir punkten zwar bei Forschung und Entwicklung, Kommunikationsinfrastruktur und Patentanmeldungen. Doch dort, wo in Zukunft die Musik spielen wird, gehören wir zu den Schlusslichtern: dem Aufbau von Innovationspartnerschaften und der Gründung neuer Unternehmen."

Der Global Innovation Index wird seit 2007 gemeinsam von der amerikanischen Cornell University,  der französischen Business School Insead und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) publiziert. Die Autoren betrachteten insgesamt 128 Ökonomien weltweit anhand von 82 ausgewählten Kriterien. Wer unter den Top Ten rangiert, ist der obigen Infografik zu entnehmen, herausgegeben von "Statista".

Weiterführende Links:

  • Innovativ ist das italienische Start-up EProInn unbedingt: Es wandelt normale Autos in Elektrofahrzeuge um.
  • "Digital Transformation": Dieses Schlagwort bestimmt die Agenda von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Wir skizzieren, welche Chancen der digitale Wandel birgt.
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