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Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen

Die Industrie 4.0 ist ohne das Internet der Dinge nicht möglich. Doch was ist das Internet of Things eigentlich? Wir bieten Ihnen eine Einführung in das spannende Thema, geben eine Definition und zeigen Beispiele aus vier Anwendungsbereichen.
Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen Das Internet der Dinge macht nicht wirklich Obst smart, doch schon heute mehrere Milliarden Geräte und Sensoren. (© 2016 Ana Ndongo/Shutterstock)

Internet der Dinge: Eine Definition

Kevin Ashton hat als erster vom "Internet of Things" (IoT), also dem "Internet der Dinge" gesprochen. Der Forscher entwickelte Ende der 1990-er Jahre am Massachusetts Institute of Technology Sensor- und Identifikationstechnologien. Und damit wichtige Grundlagen für den Datenaustausch zwischen Maschinen. Denn genau das ist das Internet der Dinge – die Kommunikation smarter Geräte untereinander. Eine allgemein gültige Definition gibt es übrigens nicht. Klar ist aber, dass sich die beteiligten Dinge in der Regel mikroprozessorgesteuert über ein digitales Netz unterhalten.

Und wozu das Ganze? Zum einen, um Statusinformationen über sich und ihre unmittelbare Umgebung zu sammeln und an weitere, angebundene Objekte (beispielsweise Computer, Sensoren und Maschinen) zu senden. Zum anderen, um so eine Auswertung und/oder eine Weiterverarbeitung dieser Daten zu ermöglichen. Dafür ist jedes einbezogene Objekt zum Beispiel anhand von RFID-Funketiketten oder eines QR-Codes unverwechselbar. 2016 wird es 6,4 Milliarden vernetzte Geräte geben.

Internet der Dinge: E-Health

Gesundheitliche Überwachung für Jedermann versprechen Produkte wie Fitnessarmbänder oder Fitness Tracker. Die smarten Begleiter am Unterarm nehmen über Sensoren Daten wie Pulsfrequenz, Blutdruck oder Schrittanzahl auf und leiten die erfassten Informationen in der Regel an eine Smartphone-App weiter. Die wiederum generiert daraus anschauliche Diagramme oder ähnliche Grafiken. Manche dieser Wearables funktionieren sogar als Tattoos.

Noch wichtiger sind medizinische Geräte wie implantierte und vernetzte Herzschrittmacher, die gefährdete Menschen im Alltag überwachen. Lebensbedrohliche Situationen werden automatisch Ärzten oder Notdiensten gemeldet.

Internet der Dinge: Smart-Home

Das Internet der Dinge hält in immer mehr Wohnungen Einzug. Das beginnt mit schlichter Temperaturmessung und macht vor intelligenten Haushaltsgeräten nicht halt. So ordern leere Kühlschränke selbstständig Lebensmittelnachschub oder Rasierer neue Klingen. Auch beim Smart Home läuft die Steuerung und Datenerfassung nebst -auswertung vielfach über eine App. Darüber lassen sich beispielsweise Heizungen, Rolläden, die Beleuchtung, Rauchmelder, Überwachungsanlagen und Einbruchsschutz bedienen. Solche Systeme sind auch für Unternehmen nützlich, unter anderem für Kostenkontrolle und Energiemanagement (Smart Metering).

Internet der Dinge: Smarte Autos

Das selbstfahrende Auto gehört auch zum Internet der Dinge, wird aber noch einige Zeit bis zum Marktstart brauchen. Doch schon heute lassen sich Wagen ohne Schlüssel per App öffnen und starten, helfen Assistenzsysteme beim Einparken, übernehmen in kritischen Situationen das Kommando über die Bremsen, halten sicheren Abstand zum Vordermann und melden zwecks Verkehrssteuerung Staus. Ziel sind mehr Komfort und Sicherheit.

Außerdem profitieren Unternehmen bei Geschäfts- und Dienstwagen oder ganzen Flotten von einer zentralisierten Auswertung der Fahrdaten. Denn damit lassen sich Routen optimieren und Einsatzpläne koordinieren sowie steuerlich oder buchhalterisch wichige Angaben unkompliziert dokumentieren.

Internet der Dinge: Smarte Produktion

Mit dem Internet der Dinge gewinnt auch die Industrie 4.0 an Fahrt. Werkelten früher Maschinen stumpf vor sich hin, so sind heute ganze Werkshallen von vorne bis hinten vernetzt. Das erleichtert nicht nur die Steuerung und Überwachung ganzer Fertigungsstraßen. Möglich sind auch, dank flexibler Robotik und 3D-Druck, schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Produkten bis hin zu individualisierten Waren in Form von kleinen Serien oder Einzelstücken. Durch Just-in-time-Herstellung schrumpfen Lager. Die smarte Produktion, auch M2M-Kommunikation genannt, unterstützt das komplette Supply Chain Management, inklusive der Lieferantenauswahl.

Weiterführende Links:

  • Ein tiefgehender Beitrag auf "Elektronikpraxis.vogel.de" zeigt, wie das Internet der Dinge Produktionsabläufe verändert.
  • Mit dem Nymi Band klappt das kontaktlose Bezahlen mit dem Herzschlag.
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Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen Das Internet der Dinge macht nicht wirklich Obst smart, doch schon heute mehrere Milliarden Geräte und Sensoren. (© 2016 Ana Ndongo/Shutterstock)

Internet der Dinge: Eine Definition

Kevin Ashton hat als erster vom "Internet of Things" (IoT), also dem "Internet der Dinge" gesprochen. Der Forscher entwickelte Ende der 1990-er Jahre am Massachusetts Institute of Technology Sensor- und Identifikationstechnologien. Und damit wichtige Grundlagen für den Datenaustausch zwischen Maschinen. Denn genau das ist das Internet der Dinge – die Kommunikation smarter Geräte untereinander. Eine allgemein gültige Definition gibt es übrigens nicht. Klar ist aber, dass sich die beteiligten Dinge in der Regel mikroprozessorgesteuert über ein digitales Netz unterhalten.

Und wozu das Ganze? Zum einen, um Statusinformationen über sich und ihre unmittelbare Umgebung zu sammeln und an weitere, angebundene Objekte (beispielsweise Computer, Sensoren und Maschinen) zu senden. Zum anderen, um so eine Auswertung und/oder eine Weiterverarbeitung dieser Daten zu ermöglichen. Dafür ist jedes einbezogene Objekt zum Beispiel anhand von RFID-Funketiketten oder eines QR-Codes unverwechselbar. 2016 wird es 6,4 Milliarden vernetzte Geräte geben.

Internet der Dinge: E-Health

Gesundheitliche Überwachung für Jedermann versprechen Produkte wie Fitnessarmbänder oder Fitness Tracker. Die smarten Begleiter am Unterarm nehmen über Sensoren Daten wie Pulsfrequenz, Blutdruck oder Schrittanzahl auf und leiten die erfassten Informationen in der Regel an eine Smartphone-App weiter. Die wiederum generiert daraus anschauliche Diagramme oder ähnliche Grafiken. Manche dieser Wearables funktionieren sogar als Tattoos.

Noch wichtiger sind medizinische Geräte wie implantierte und vernetzte Herzschrittmacher, die gefährdete Menschen im Alltag überwachen. Lebensbedrohliche Situationen werden automatisch Ärzten oder Notdiensten gemeldet.

Internet der Dinge: Smart-Home

Das Internet der Dinge hält in immer mehr Wohnungen Einzug. Das beginnt mit schlichter Temperaturmessung und macht vor intelligenten Haushaltsgeräten nicht halt. So ordern leere Kühlschränke selbstständig Lebensmittelnachschub oder Rasierer neue Klingen. Auch beim Smart Home läuft die Steuerung und Datenerfassung nebst -auswertung vielfach über eine App. Darüber lassen sich beispielsweise Heizungen, Rolläden, die Beleuchtung, Rauchmelder, Überwachungsanlagen und Einbruchsschutz bedienen. Solche Systeme sind auch für Unternehmen nützlich, unter anderem für Kostenkontrolle und Energiemanagement (Smart Metering).

Internet der Dinge: Smarte Autos

Das selbstfahrende Auto gehört auch zum Internet der Dinge, wird aber noch einige Zeit bis zum Marktstart brauchen. Doch schon heute lassen sich Wagen ohne Schlüssel per App öffnen und starten, helfen Assistenzsysteme beim Einparken, übernehmen in kritischen Situationen das Kommando über die Bremsen, halten sicheren Abstand zum Vordermann und melden zwecks Verkehrssteuerung Staus. Ziel sind mehr Komfort und Sicherheit.

Außerdem profitieren Unternehmen bei Geschäfts- und Dienstwagen oder ganzen Flotten von einer zentralisierten Auswertung der Fahrdaten. Denn damit lassen sich Routen optimieren und Einsatzpläne koordinieren sowie steuerlich oder buchhalterisch wichige Angaben unkompliziert dokumentieren.

Internet der Dinge: Smarte Produktion

Mit dem Internet der Dinge gewinnt auch die Industrie 4.0 an Fahrt. Werkelten früher Maschinen stumpf vor sich hin, so sind heute ganze Werkshallen von vorne bis hinten vernetzt. Das erleichtert nicht nur die Steuerung und Überwachung ganzer Fertigungsstraßen. Möglich sind auch, dank flexibler Robotik und 3D-Druck, schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Produkten bis hin zu individualisierten Waren in Form von kleinen Serien oder Einzelstücken. Durch Just-in-time-Herstellung schrumpfen Lager. Die smarte Produktion, auch M2M-Kommunikation genannt, unterstützt das komplette Supply Chain Management, inklusive der Lieferantenauswahl.

Weiterführende Links:

  • Ein tiefgehender Beitrag auf "Elektronikpraxis.vogel.de" zeigt, wie das Internet der Dinge Produktionsabläufe verändert.
  • Mit dem Nymi Band klappt das kontaktlose Bezahlen mit dem Herzschlag.
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