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Jobs mit Zukunft: 4 Thesen für die smarte Arbeit

Die Digitalisierung wälzt die Arbeitswelt um. Was bedeutet das für Jobs mit Zukunft? Vier Thesen, wie das Berufsleben im Zuge der digitalen Transformation aussehen wird.
Jobs mit Zukunft: 4 Thesen für die smarte Arbeit Hand in Hand: In den Jobs mit Zukunft arbeiten Mensch und Maschine eng zusammen. (© 2015 OliverSved/Shutterstock)

1. These: Der Mensch wird nicht arbeitslos, es verändern sich bloß seine Aufgaben

Die Diskussion hat längst den deutschen Mittelstand erreicht: Nehmen uns Roboter die Jobs weg? Wissenschaftler prophezeien in der Studie "The Future of Employment", dass jeder zweite Beruf künftig von Robotern ausgeführt wird. Doch diese Analyse greift zu kurz. Wie der Diplom-Volkswirt Patrick Schwarzkopf im mDM-Interview richtig feststellte, entstehen durch die digitale Transformation auch neue Berufe und Aufgaben. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass App-Entwickler oder Social-Media-Manager ernsthafte Berufszweige sein werden? Darüber hinaus sorgen Automatisierung und Digitalisierung für deutliche Wachstums- und Produktivitätsgewinne. Dies untermauern die Forschungsergebnisse der Studie "Robots at Work".

2.These: Roboter-Revolution – der Mensch gibt weiterhin den Takt an

In der Tat, Roboter übernehmen immer mehr Arbeiten. Und vieles läuft in der smarten Fabrik voll automatisiert ab. Doch es gibt Dinge, die Roboter trotz künstlicher Intelligenz (noch)  nicht so gut können, wie der Mensch: Kreativ sein, Empathie zeigen oder Visionen entwickeln. Daher bleibt der Mensch in den Jobs mit Zukunft der Taktgeber. Er steuert die Produktion, und die smarte Technik arbeitet ihm zu. Allerdings steigen auch die Anforderungen für Führungskräfte. Abläufe antizipieren und digitale Technologien bedienen, setzt nicht nur Fachwissen voraus, sondern auch lebenslanges Lernen.

3. These: Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt

Das hätte es früher nicht gegeben: Manager informieren sich in der Freizeit ständig über berufliche Dinge. Allein Facebook und Twitter versorgen Entscheider permanent mit unternehmensrelevanten Neuigkeiten. Hinzu kommt, dass Chefs mit dem Smartphone immer und überall erreichbar sind. Die Folge: E-Mails werden im Urlaub beantwortet und Präsentationen im Schlafzimmer fertiggestellt. Die neuen digitalen Technologien verstärken diese Entwicklung noch – das sind die Schattenseiten der Jobs mit Zukunft. Work-Life-Balance war gestern – die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit führt zum sogenannten Work-Life-Blending.

4. These: Entscheider müssen noch flexibler werden

Wer den digitalen Wandel mitgestalten will, muss anpassungsfähig und agil sein. Starre Arbeitszeiten, fruchtlose Meetings und kompromisslose Karrierentwürfe werden der Vergangenheit angehören:

  • Mitarbeiter und Chefs organisieren sich in den Jobs mit Zukunft eigenständig. Wo und wann sie wollen – Stechuhr ade!
  • Meetings sind in den meisten Fällen lästige Zeitfresser. Wie Siemens-Personalchefin Janina Kugel in in einem FAZ-Interview erklärt, sollten Manager daher noch mehr in virtuellen Kanälen kommunizieren. Um von der kollektiven Intelligenz im Unternehmen zu profitieren, setze dies flache Hierarchien voraus.
  • Schule, Studium, Karriere – dieser Lebensentwurf muss nicht zwangsläufig der einzig richtige sein. Lücken im Lebenslauf sowie Modelle wie Führung in Teilzeit werden häufiger vorkommen.

Weiterführende Links:

  • Jobs mit Zukunft: Diese IT-Berufe werden künftig an Bedeutung gewinnen.
  • Technik der Zukunft: Diese 10 Trends werden das Jahr 2016 prägen.
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Jobs mit Zukunft: 4 Thesen für die smarte Arbeit Hand in Hand: In den Jobs mit Zukunft arbeiten Mensch und Maschine eng zusammen. (© 2015 OliverSved/Shutterstock)

1. These: Der Mensch wird nicht arbeitslos, es verändern sich bloß seine Aufgaben

Die Diskussion hat längst den deutschen Mittelstand erreicht: Nehmen uns Roboter die Jobs weg? Wissenschaftler prophezeien in der Studie "The Future of Employment", dass jeder zweite Beruf künftig von Robotern ausgeführt wird. Doch diese Analyse greift zu kurz. Wie der Diplom-Volkswirt Patrick Schwarzkopf im mDM-Interview richtig feststellte, entstehen durch die digitale Transformation auch neue Berufe und Aufgaben. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass App-Entwickler oder Social-Media-Manager ernsthafte Berufszweige sein werden? Darüber hinaus sorgen Automatisierung und Digitalisierung für deutliche Wachstums- und Produktivitätsgewinne. Dies untermauern die Forschungsergebnisse der Studie "Robots at Work".

2.These: Roboter-Revolution – der Mensch gibt weiterhin den Takt an

In der Tat, Roboter übernehmen immer mehr Arbeiten. Und vieles läuft in der smarten Fabrik voll automatisiert ab. Doch es gibt Dinge, die Roboter trotz künstlicher Intelligenz (noch)  nicht so gut können, wie der Mensch: Kreativ sein, Empathie zeigen oder Visionen entwickeln. Daher bleibt der Mensch in den Jobs mit Zukunft der Taktgeber. Er steuert die Produktion, und die smarte Technik arbeitet ihm zu. Allerdings steigen auch die Anforderungen für Führungskräfte. Abläufe antizipieren und digitale Technologien bedienen, setzt nicht nur Fachwissen voraus, sondern auch lebenslanges Lernen.

3. These: Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt

Das hätte es früher nicht gegeben: Manager informieren sich in der Freizeit ständig über berufliche Dinge. Allein Facebook und Twitter versorgen Entscheider permanent mit unternehmensrelevanten Neuigkeiten. Hinzu kommt, dass Chefs mit dem Smartphone immer und überall erreichbar sind. Die Folge: E-Mails werden im Urlaub beantwortet und Präsentationen im Schlafzimmer fertiggestellt. Die neuen digitalen Technologien verstärken diese Entwicklung noch – das sind die Schattenseiten der Jobs mit Zukunft. Work-Life-Balance war gestern – die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit führt zum sogenannten Work-Life-Blending.

4. These: Entscheider müssen noch flexibler werden

Wer den digitalen Wandel mitgestalten will, muss anpassungsfähig und agil sein. Starre Arbeitszeiten, fruchtlose Meetings und kompromisslose Karrierentwürfe werden der Vergangenheit angehören:

  • Mitarbeiter und Chefs organisieren sich in den Jobs mit Zukunft eigenständig. Wo und wann sie wollen – Stechuhr ade!
  • Meetings sind in den meisten Fällen lästige Zeitfresser. Wie Siemens-Personalchefin Janina Kugel in in einem FAZ-Interview erklärt, sollten Manager daher noch mehr in virtuellen Kanälen kommunizieren. Um von der kollektiven Intelligenz im Unternehmen zu profitieren, setze dies flache Hierarchien voraus.
  • Schule, Studium, Karriere – dieser Lebensentwurf muss nicht zwangsläufig der einzig richtige sein. Lücken im Lebenslauf sowie Modelle wie Führung in Teilzeit werden häufiger vorkommen.

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