Image for Mdm Logo

Nanopartikel im Stoff: Saubere Kleidung durch Licht

Nie mehr waschen: Dieses Ziel für saubere Kleidung verfolgen derzeit australische Forscher. Ihr Ansatz sind Nanopartikel auf den Fasern. Fällt Licht auf sie, dann zersetzen sie Schmutz. Die Selbstreinigung dauert nur wenige Minuten.
Nanopartikel im Stoff: Saubere Kleidung durch Licht Nanopartikel auf den Fasern machen in wenigen Minuten aus dreckiger Wäsche saubere Kleidung. (© 2016 RMIT University)

Glühbirne sorgt für saubere Kleidung

Wissenschaftler an der RMIT University in Melbourne haben entwickelt, was Hausfrauen und -männer lieben – und Hersteller von Waschmaschinen und -mitteln fürchten werden: selbstreinigende Textilien. Jedenfalls fast selbstreinigend. Denn damit sich dreckige Wäsche in saubere Kleidung verwandelt, braucht es zusätzlich Licht. Ganz normales, wohlgemerkt. Und das muss nicht mal besonders stark sein. Die Strahlen der Sonne oder einer Glühbirne sollen genügen, wie die australischen Forscher behaupten. Ihr Kniff sind Nanopartikel aus Silber und Kupfer, mit denen sie Stoffe beschichten.

Fällt Licht darauf, dann absorbieren die metallischen Strukturen Energie. Dabei entstehen sogenannte heiße Elektronen, die Schmutzpartikel zersetzen, wie "Futurezone" schreibt. Das Ergebnis ist saubere Kleidung. Nie mehr waschen also? Nicht sofort, aber womöglich bald. Dr. Rajesh Ramanathan von der RMIT sagt:

"Es liegt noch einige Arbeit vor uns, bevor wir unsere Waschmaschinen wegwerfen können , aber unser Fortschritt legt eine solide Grundlage für die künftige Entwicklung der vollständig selbstreinigenden Textilien."

Nanopartikel wirken in sechs Minuten

Wenn es denn mal soweit ist, dann entfalten die Nanopartikel in sechs Minuten unter Licht ihre reinigende Wirkung. Was so im Labor bereits geklappt hatte, war für die Wissenschaftler allerdings nicht leicht für die industrielle Produktion umzusetzen. Das von ihnen entwickelte Verfahren sieht nun so aus: Sie lassen die Nanopartikel direkt auf den Fasern wachsen, indem sie die für 30 Minuten in einige Lösungen tauchen. In dieser Zeit entstehen belastbare Silber- und Kupferstrukturen auf dem Stoff.

Im nächsten Schritt soll die Alltagstauglichkeit der Technologie für saubere Kleidung untersucht werden. Und zwar mit Flecken von organischem Material wie Tomaten oder Wein.

Weiterführende Links:

  • Saubere Kleidung durch Nanopartikel und Licht: Den theoretischen und praktischen Unterbau ihrer Methode stellen die RMIT- Forscher im Magazin "Advanced Materials Interfaces" vor.
  • Landwirtschaft ist längst innovativ, digital und für die Zukunft gerüstet. Bestes Beispiel: Precision Farming.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Industrie 4.0
alle ratgeber Alle Beiträge

Nanopartikel im Stoff: Saubere Kleidung durch Licht

Nie mehr waschen: Dieses Ziel für saubere Kleidung verfolgen derzeit australische Forscher. Ihr Ansatz sind Nanopartikel auf den Fasern. Fällt Licht auf sie, dann zersetzen sie Schmutz. Die Selbstreinigung dauert nur wenige Minuten.
Nanopartikel im Stoff: Saubere Kleidung durch Licht Nanopartikel auf den Fasern machen in wenigen Minuten aus dreckiger Wäsche saubere Kleidung. (© 2016 RMIT University)

Glühbirne sorgt für saubere Kleidung

Wissenschaftler an der RMIT University in Melbourne haben entwickelt, was Hausfrauen und -männer lieben – und Hersteller von Waschmaschinen und -mitteln fürchten werden: selbstreinigende Textilien. Jedenfalls fast selbstreinigend. Denn damit sich dreckige Wäsche in saubere Kleidung verwandelt, braucht es zusätzlich Licht. Ganz normales, wohlgemerkt. Und das muss nicht mal besonders stark sein. Die Strahlen der Sonne oder einer Glühbirne sollen genügen, wie die australischen Forscher behaupten. Ihr Kniff sind Nanopartikel aus Silber und Kupfer, mit denen sie Stoffe beschichten.

Fällt Licht darauf, dann absorbieren die metallischen Strukturen Energie. Dabei entstehen sogenannte heiße Elektronen, die Schmutzpartikel zersetzen, wie "Futurezone" schreibt. Das Ergebnis ist saubere Kleidung. Nie mehr waschen also? Nicht sofort, aber womöglich bald. Dr. Rajesh Ramanathan von der RMIT sagt:

"Es liegt noch einige Arbeit vor uns, bevor wir unsere Waschmaschinen wegwerfen können , aber unser Fortschritt legt eine solide Grundlage für die künftige Entwicklung der vollständig selbstreinigenden Textilien."

Nanopartikel wirken in sechs Minuten

Wenn es denn mal soweit ist, dann entfalten die Nanopartikel in sechs Minuten unter Licht ihre reinigende Wirkung. Was so im Labor bereits geklappt hatte, war für die Wissenschaftler allerdings nicht leicht für die industrielle Produktion umzusetzen. Das von ihnen entwickelte Verfahren sieht nun so aus: Sie lassen die Nanopartikel direkt auf den Fasern wachsen, indem sie die für 30 Minuten in einige Lösungen tauchen. In dieser Zeit entstehen belastbare Silber- und Kupferstrukturen auf dem Stoff.

Im nächsten Schritt soll die Alltagstauglichkeit der Technologie für saubere Kleidung untersucht werden. Und zwar mit Flecken von organischem Material wie Tomaten oder Wein.

Weiterführende Links:

  • Saubere Kleidung durch Nanopartikel und Licht: Den theoretischen und praktischen Unterbau ihrer Methode stellen die RMIT- Forscher im Magazin "Advanced Materials Interfaces" vor.
  • Landwirtschaft ist längst innovativ, digital und für die Zukunft gerüstet. Bestes Beispiel: Precision Farming.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber