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Picobug: Krabbelnder Flugroboter nach dem Einwegprinzip

Ein Quadrocopter ohne Rückflugticket – das ist der winzige Picobot. Der krabbelnde Flugroboter soll künftig schwer zugängliche Bereiche erkunden. Hindernisse gibt es für ihn kaum, denn er kann nicht nur fliegen, sondern auch auch laufen und bald sogar zupacken.
Picobug: Krabbelnder Flugroboter nach dem Einwegprinzip Der winzige Flugroboter passt auf eine Handfläche. (© 2016 University of Pennsylvania)

Flugroboter mit Beinchen

Wenn nichts mehr geht, dann geht er in die Luft: Picobug kann nämlich krabbeln und fliegen. Ursprünglich als Quadrocopter entwickelt, haben ihm die Wissenschaftler vom General Robotics, Automation, Sensing and Perception Laboratory (Grasp Lab) der Universität von Pennsylvania in Philadelphia mit Beinchen versehen und so extrem mobil gemacht. Dafür verpassten sie dem winzigen Flugroboter das Laufgestell der elektromechanischen Küchenschabe Dynamic Autonomous Sprawled Hexapod.

Laufen spart Energie

30 Gramm wiegt Picobot, dessen Vorbild der Hirschkäfer ist. Seine Beine wurden mit einem Laser aus einem flachen Bogen geschnitten und anschließend in die passende Form gedrückt, wie "Golem.de" berichtet. Demnach soll sich der Quadrocopter in erster Linie krabbelnd bewegen und seine Künste als Flugroboter nur in unwegsamen Gelände oder vor sonst unüberwindlichen Hindernissen nutzen. Das spart Energie: Beim Laufen verbraucht der Miniroboter 0,6 Watt, beim Schweben 10,6 Watt. Wie das aussieht, zeigt ein Video der Entwickler:

Demnächst soll er noch einen Greifarm bekommen, mit dem er bis zu sechs Millimeter große und bis zu zwei Gramm schwere Objekte packen kann. Wenn es mal etwas mehr sein soll, dann kümmert sich ein Picobot-Schwarm koordiniert darum. Doch die Hauptaufgabe der Miniroboter liegt in der Erkundung, wie Yash Mulgaonkar vom Forscherteam sagt: "Weil er so klein ist, kann der Picobug Umgebungen erkunden, die andere Roboter nicht betreten können."

Quadrocopter ohne Rückflugticket

Und dort kann er auch bleiben, denn eine Rückkehroption ist nicht nötig. Mulgaonkar: "Wegen seines kostengünstigen Designs ist er schließlich ideal für Anwendungen, bei denen der Roboter nicht in der Lage sein wird, seine Aufgabe zu erfüllen und dann nach Hause zurückzukehren." Sein günstiger Preis wird dem Quadrocopter also zum Verhängnis. Einsatzmöglichkeiten könnte es für ihn im Handwerk bei eng verwinkelten Gebäudeteilen und Röhrensystemen oder auch in der Überwachung geben.

Weiterführende Links:

  • Mehr Details zu dem krabbelnden Quadrocopter finden Sie im US-Magazin "Spectrum Ieee".
  • Zwei Stunden Flugzeit: Sechsmal länger als mit normalen Akkus bleibt eine Drohne mit Brennstoffzellen als Energiequelle in der Luft.
  • Mercedes ersetzt Roboter in der Produktion durch Menschen. Die seien bei der Fließbandarbeit flexibler und deshalb besser.
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Ein Quadrocopter ohne Rückflugticket – das ist der winzige Picobot. Der krabbelnde Flugroboter soll künftig schwer zugängliche Bereiche erkunden. Hindernisse gibt es für ihn kaum, denn er kann nicht nur fliegen, sondern auch auch laufen und bald sogar zupacken.
Picobug: Krabbelnder Flugroboter nach dem Einwegprinzip Der winzige Flugroboter passt auf eine Handfläche. (© 2016 University of Pennsylvania)

Flugroboter mit Beinchen

Wenn nichts mehr geht, dann geht er in die Luft: Picobug kann nämlich krabbeln und fliegen. Ursprünglich als Quadrocopter entwickelt, haben ihm die Wissenschaftler vom General Robotics, Automation, Sensing and Perception Laboratory (Grasp Lab) der Universität von Pennsylvania in Philadelphia mit Beinchen versehen und so extrem mobil gemacht. Dafür verpassten sie dem winzigen Flugroboter das Laufgestell der elektromechanischen Küchenschabe Dynamic Autonomous Sprawled Hexapod.

Laufen spart Energie

30 Gramm wiegt Picobot, dessen Vorbild der Hirschkäfer ist. Seine Beine wurden mit einem Laser aus einem flachen Bogen geschnitten und anschließend in die passende Form gedrückt, wie "Golem.de" berichtet. Demnach soll sich der Quadrocopter in erster Linie krabbelnd bewegen und seine Künste als Flugroboter nur in unwegsamen Gelände oder vor sonst unüberwindlichen Hindernissen nutzen. Das spart Energie: Beim Laufen verbraucht der Miniroboter 0,6 Watt, beim Schweben 10,6 Watt. Wie das aussieht, zeigt ein Video der Entwickler:

Demnächst soll er noch einen Greifarm bekommen, mit dem er bis zu sechs Millimeter große und bis zu zwei Gramm schwere Objekte packen kann. Wenn es mal etwas mehr sein soll, dann kümmert sich ein Picobot-Schwarm koordiniert darum. Doch die Hauptaufgabe der Miniroboter liegt in der Erkundung, wie Yash Mulgaonkar vom Forscherteam sagt: "Weil er so klein ist, kann der Picobug Umgebungen erkunden, die andere Roboter nicht betreten können."

Quadrocopter ohne Rückflugticket

Und dort kann er auch bleiben, denn eine Rückkehroption ist nicht nötig. Mulgaonkar: "Wegen seines kostengünstigen Designs ist er schließlich ideal für Anwendungen, bei denen der Roboter nicht in der Lage sein wird, seine Aufgabe zu erfüllen und dann nach Hause zurückzukehren." Sein günstiger Preis wird dem Quadrocopter also zum Verhängnis. Einsatzmöglichkeiten könnte es für ihn im Handwerk bei eng verwinkelten Gebäudeteilen und Röhrensystemen oder auch in der Überwachung geben.

Weiterführende Links:

  • Mehr Details zu dem krabbelnden Quadrocopter finden Sie im US-Magazin "Spectrum Ieee".
  • Zwei Stunden Flugzeit: Sechsmal länger als mit normalen Akkus bleibt eine Drohne mit Brennstoffzellen als Energiequelle in der Luft.
  • Mercedes ersetzt Roboter in der Produktion durch Menschen. Die seien bei der Fließbandarbeit flexibler und deshalb besser.
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