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Saturn: Serviceroboter "Paul" zeigt Kunden, wo es langgeht

Pilotprojekt im Saturn-Markt Ingolstadt: Serviceroboter "Paul" empfängt die Kunden und führt sie bis zum Regal mit dem gewünschten Produkt. Dabei heißt er eigentlich "Care-O-bot 4" und hat einen ganz anderen Job.
Saturn: Serviceroboter "Paul" zeigt Kunden, wo es langgeht Serviceroboter "Paul" nimmt Saturn-Kunden in Schlepptau. (© 2016 Saturn)

Serviceroboter empfängt die Kunden

Der Saturn-Elektromarkt in Ingolstadt hat personell aufgestockt. Der neue Mitarbeiter heißt Paul und soll sich gut im Sortiment auskennen. Nicht aus Erfahrung, sondern dank Programmierung. Er ist nämlich ein Serviceroboter – auf Rollen. Er postiert sich am Eingang, begrüßt die Kunden und fragt nach ihren Wünschen. Bei Bedarf führt er sie anschließend zum gesuchten Produkt.

Die Kommunikation läuft zum einen über ein Display in Kopfhöhe und zum anderen über Sprache. Auf dem Weg zum Regal lässt sich mit ihm Small Talk führen, beispielsweise über das Wetter. Aus der direkten Kundenberatung hält er sich aber (noch) heraus und überlässt sie seinen menschlichen Kollegen. Die ruft er per Voice over IP heran.

Pilotprojekt von Saturn und Fraunhofer-Institut

Beigebracht haben dem Serviceroboter diese Fähigkeiten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie von dessen Ausgründung „Unity Robotics“. Gemeinsam mit den Saturn-Markt Ingolstadt erproben sie Paul im Rahmen eines halbjährigen Pilotprojekts. Dazu sagt Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn Holding:

"Mit dem Einsatz von Paul bieten wir unseren Kunden die Gelegenheit, einen der fortschrittlichsten Roboter der Welt kennenzulernen."

Von der Senioren- zur Kundenbetreuung

Obwohl Paul ursprünglich nicht für den Umgang mit Kunden erschaffen wurde. Tatsächlich ist er ein "Care-O-bot 4" und dient als Assistenzroboter zur Seniorenbetreuung. Allerdings scheint er sich als flexibel zu erweisen und hat nun den neuen Job als Serviceroboter im Elektromarkt. Dafür haben ihm die Ingenieure eigens für Saturn Navigation, dialogische Kommunikation und Mimik beigebracht. Zu seinen Hauptaufgaben zählen die konkrete Hilfe für Kunden und die Unterstützung der Mitarbeiter. Die Erfahrungen mit ihm sollen in die Weiterentwicklung der Robotertechnologie einfließen.

Interessant ist das sicherlich nicht nur für das IPA, sondern auch für Saturn. Nicht nur der Elektronikriese sucht nach Einsatzmöglichkeiten für Serviceroboter jenseits von Produktionsabläufen. So setzt ein Hotel in Los Angeles einen Kollegen von Paul bereits für den Zimmerservice ein.

Weiterführende Links:

  • Der Roboter Knightscope patroulliert bereits in einem Einkaufszentrum in den USA. Dort wird er als Wachmann eingesetzt und warnt bei verdächtigen Vorkommnissen. Für sieben US-Dollar pro Stunde ist er zu mieten und ist damit günstiger als eine Sicherheitsfirma.
  • Smarte Elektronik trifft bei den Bundesbürgern auf viel Wohlwollen. Doch wird die Künstliche Intelligenz zu selbstständig, dann schwindet der Zuspruch für autonome Autos und Medizin-Roboter. Das zeigt die Studie "Electronica-Trend-Index 2020".
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Pilotprojekt im Saturn-Markt Ingolstadt: Serviceroboter "Paul" empfängt die Kunden und führt sie bis zum Regal mit dem gewünschten Produkt. Dabei heißt er eigentlich "Care-O-bot 4" und hat einen ganz anderen Job.
Saturn: Serviceroboter "Paul" zeigt Kunden, wo es langgeht Serviceroboter "Paul" nimmt Saturn-Kunden in Schlepptau. (© 2016 Saturn)

Serviceroboter empfängt die Kunden

Der Saturn-Elektromarkt in Ingolstadt hat personell aufgestockt. Der neue Mitarbeiter heißt Paul und soll sich gut im Sortiment auskennen. Nicht aus Erfahrung, sondern dank Programmierung. Er ist nämlich ein Serviceroboter – auf Rollen. Er postiert sich am Eingang, begrüßt die Kunden und fragt nach ihren Wünschen. Bei Bedarf führt er sie anschließend zum gesuchten Produkt.

Die Kommunikation läuft zum einen über ein Display in Kopfhöhe und zum anderen über Sprache. Auf dem Weg zum Regal lässt sich mit ihm Small Talk führen, beispielsweise über das Wetter. Aus der direkten Kundenberatung hält er sich aber (noch) heraus und überlässt sie seinen menschlichen Kollegen. Die ruft er per Voice over IP heran.

Pilotprojekt von Saturn und Fraunhofer-Institut

Beigebracht haben dem Serviceroboter diese Fähigkeiten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie von dessen Ausgründung „Unity Robotics“. Gemeinsam mit den Saturn-Markt Ingolstadt erproben sie Paul im Rahmen eines halbjährigen Pilotprojekts. Dazu sagt Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn Holding:

"Mit dem Einsatz von Paul bieten wir unseren Kunden die Gelegenheit, einen der fortschrittlichsten Roboter der Welt kennenzulernen."

Von der Senioren- zur Kundenbetreuung

Obwohl Paul ursprünglich nicht für den Umgang mit Kunden erschaffen wurde. Tatsächlich ist er ein "Care-O-bot 4" und dient als Assistenzroboter zur Seniorenbetreuung. Allerdings scheint er sich als flexibel zu erweisen und hat nun den neuen Job als Serviceroboter im Elektromarkt. Dafür haben ihm die Ingenieure eigens für Saturn Navigation, dialogische Kommunikation und Mimik beigebracht. Zu seinen Hauptaufgaben zählen die konkrete Hilfe für Kunden und die Unterstützung der Mitarbeiter. Die Erfahrungen mit ihm sollen in die Weiterentwicklung der Robotertechnologie einfließen.

Interessant ist das sicherlich nicht nur für das IPA, sondern auch für Saturn. Nicht nur der Elektronikriese sucht nach Einsatzmöglichkeiten für Serviceroboter jenseits von Produktionsabläufen. So setzt ein Hotel in Los Angeles einen Kollegen von Paul bereits für den Zimmerservice ein.

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