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Schluss mit Schleppen: Start-ups entwickeln smarte Koffer

Gepäck, das sich selbst bewegt und womöglich seinen Besitzer gleich mit – so sieht die Zukunft des Reisens in den Augen einiger Start-ups aus. Gleich zwei Anbieter drängen derzeit mit einem smarten Koffer auf den Markt.
Schluss mit Schleppen: Start-ups entwickeln smarte Koffer Modobag ist eines von zwei Start-ups, die mit selbstfahrenden Koffern auf den Markt drängen. (© 2016 Modobag LLC)

Erste smarte Koffer bereits seit vergangenem Jahr erhältlich

Zugegeben: Ganz neu ist die Idee des smarten Koffers nicht. Bereits seit dem vergangenen Jahr sind Gepäckstücke am Markt, die mit einem Smartphone verbunden werden können und seinem Besitzer über die dazugehörige App einige Zusatzfunktionen bieten. So lässt sich beispielsweise der Standort des Gepäckstücks per App tracken, einige Modelle verfügen über integrierte Batterien und USB-Anschluss zum Laden des Handys oder einen Sensor, mit dem sich das Gewicht des Koffers kontrollieren lässt. Doch transportiert werden musste auch das smarteste Gepäckstück bislang per Muskelkraft.

Nächste Generation smarter Koffer mit eigenem Antrieb

Das wollen derzeit gleich zwei Start-ups ändern. Das Unternehmen Cowarobot aus Shanghai stellte kürzlichen einen selbstfahrenden Koffer vor, der seinem Besitzer wie ein wohlerzogener Hund auf Schritt und Tritt folgt. Möglich wird dies durch Sonar, Kameras, Lichtsensoren und einem GPS-Chip im Gepäckstück. Letzterer wird mit einem Armband am Handgelenk des Besitzers verbunden, damit der Koffer diesem wie an einer unsichtbaren Leine folgen kann. Die weiteren Sensoren sollen Kollisionen mit etwaigen Hindernissen vermeiden. Die ersten Exemplare sollen bereits im Oktober ausgeliefert werden. Dass Bedarf an smarten Gepäck besteht, macht der Erfolg der Crowdfunding-Kampagne des Shanghaier Start-ups deutlich: Mehr als eine halbe Million US-Dollar sammelte das Unternehmen für die Entwicklung ihres Cowarobot R1, dreimal mehr als benötigt.

Modobag: "Kofferbesitzer zum Mitreisen gesucht"

Einen ähnlichen Weg geht das Start-up Modobag aus Chicago mit seinem gleichnamigen smarten Koffer.  Hier muss nicht nur der Koffer nicht mehr geschleppt werden, auch der Besitzer kann sich die Muskelkraft für die eigene Fortbewegung sparen. Das smarte Gepäckstück transportiert ihn nämlich gleich mit. Mit bis zu 13 Kilometer pro Stunde – also deutlich schneller als zu Fuß – können Besitzer eines Modobags auf ihrem Koffer sitzend durch die Flughafengänge düsen. Die ersten Exemplare sollen im Februar ausgeliefert werden.

Smart, aber schwer

Schattenseite der mit Technologie vollgepackten Koffer ist ihr hohes Gewicht bei vergleichsweise geringem Platzangebot. Der Cowarobot R1 hat ein Leergewicht von fünf Kilogramm, der Modobag wiegt sogar acht Kilo. Damit erreicht er schon leer die bei vielen europäischen Airlines geltende Gewichtsbegrenzung für Handgepäck. In den USA gibt es derartige Beschränkungen für Handgepäck allerdings nur selten.

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Schluss mit Schleppen: Start-ups entwickeln smarte Koffer Modobag ist eines von zwei Start-ups, die mit selbstfahrenden Koffern auf den Markt drängen. (© 2016 Modobag LLC)

Erste smarte Koffer bereits seit vergangenem Jahr erhältlich

Zugegeben: Ganz neu ist die Idee des smarten Koffers nicht. Bereits seit dem vergangenen Jahr sind Gepäckstücke am Markt, die mit einem Smartphone verbunden werden können und seinem Besitzer über die dazugehörige App einige Zusatzfunktionen bieten. So lässt sich beispielsweise der Standort des Gepäckstücks per App tracken, einige Modelle verfügen über integrierte Batterien und USB-Anschluss zum Laden des Handys oder einen Sensor, mit dem sich das Gewicht des Koffers kontrollieren lässt. Doch transportiert werden musste auch das smarteste Gepäckstück bislang per Muskelkraft.

Nächste Generation smarter Koffer mit eigenem Antrieb

Das wollen derzeit gleich zwei Start-ups ändern. Das Unternehmen Cowarobot aus Shanghai stellte kürzlichen einen selbstfahrenden Koffer vor, der seinem Besitzer wie ein wohlerzogener Hund auf Schritt und Tritt folgt. Möglich wird dies durch Sonar, Kameras, Lichtsensoren und einem GPS-Chip im Gepäckstück. Letzterer wird mit einem Armband am Handgelenk des Besitzers verbunden, damit der Koffer diesem wie an einer unsichtbaren Leine folgen kann. Die weiteren Sensoren sollen Kollisionen mit etwaigen Hindernissen vermeiden. Die ersten Exemplare sollen bereits im Oktober ausgeliefert werden. Dass Bedarf an smarten Gepäck besteht, macht der Erfolg der Crowdfunding-Kampagne des Shanghaier Start-ups deutlich: Mehr als eine halbe Million US-Dollar sammelte das Unternehmen für die Entwicklung ihres Cowarobot R1, dreimal mehr als benötigt.

Modobag: "Kofferbesitzer zum Mitreisen gesucht"

Einen ähnlichen Weg geht das Start-up Modobag aus Chicago mit seinem gleichnamigen smarten Koffer.  Hier muss nicht nur der Koffer nicht mehr geschleppt werden, auch der Besitzer kann sich die Muskelkraft für die eigene Fortbewegung sparen. Das smarte Gepäckstück transportiert ihn nämlich gleich mit. Mit bis zu 13 Kilometer pro Stunde – also deutlich schneller als zu Fuß – können Besitzer eines Modobags auf ihrem Koffer sitzend durch die Flughafengänge düsen. Die ersten Exemplare sollen im Februar ausgeliefert werden.

Smart, aber schwer

Schattenseite der mit Technologie vollgepackten Koffer ist ihr hohes Gewicht bei vergleichsweise geringem Platzangebot. Der Cowarobot R1 hat ein Leergewicht von fünf Kilogramm, der Modobag wiegt sogar acht Kilo. Damit erreicht er schon leer die bei vielen europäischen Airlines geltende Gewichtsbegrenzung für Handgepäck. In den USA gibt es derartige Beschränkungen für Handgepäck allerdings nur selten.

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