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Self-Check-Out: Supermarkt ohne Verkäufer in Schweden

Ein Supermarkt ohne Kassen und ohne Verkäufer? Das gibt es und funktioniert nach dem Prinzip Self-Check-Out. Realität ist das jetzt erstmals in Schweden geworden. Dort hat ein IT-Spezialist einen Laden ohne Personal eröffnet. Aber vielleicht muss er demnächst doch jemanden einstellen ...
Self-Check-Out: Supermarkt ohne Verkäufer in Schweden Self-Check-Out ist Wirklichkeit in Schweden. Kunden scannen Ihre Einkäufe einfach selbst per Smartphone ein. (© 2016 Kwangmoozaa/Shutterstock)

Self-Check-Out für Kleinstädter

Robert Ilijason könnte das Shop-Prinzip der Zukunft verwirklicht haben. Es arbeitet nach dem Prinzip Self-Check-Out. Das bedeutet, dass die Kunden im Supermarkt unter sich bleiben, denn Verkäufer sind darin nicht vorgesehen. Das klappt? Ja, zumindest in der schwedischen Kleinstadt Viken. Dort nämlich hat Ilijason den ersten rund um die Uhr geöffneten Laden dieser Art in seiner Heimat eröffnet. Der 39 Jahre alte IT-Spezialist ist damit in den Einzelhandel eingestiegen.

Shoppen per App

Wer in seinem Supermarkt einkaufen will, muss sich vorher für den Self-Check-Out registrieren und eine App installieren. Rein kommt man mit seinem Handy. Ein Wisch über das Display, und die Tür öffnet sich. Dahinter finden sich Grundnahrungsmittel wie Milch, Brot, Zucker, Konserven, Windeln und andere Produkte, die ein kleiner Laden eben so hat. Tabak und Medikamente gibt es dort aus Angst vor Diebstahl nicht. Ebensowenig Alkohol, den normale Shops in Schweden nicht anbieten dürfen.

Ilijason ist von seinem Konzept überzeugt. AP zitiert ihn mit folgenden Worten:

"Mein Ziel ist es , diese Idee in anderen Dörfern und kleinen Städten zu verbreiten. Es ist unglaublich, dass niemand vorher auf diese Idee gekommen ist."

Kunden scannen Einkauf selbst ein

Praktisch sieht Ilijasons Job so aus: Er bestellt Waren, bekommt sie geliefert und packt sie selbst in die Regale. Den Rest erledigen die Kunden. Was sie einkaufen, wird per Smartphone gescannt. Die Rechnung flattert ihnen dann monatlich ins Haus. So funktioniert Self-Check-Out in Viken.

Sechs Überwachungskameras halten in dem 45 Quadratmeter großen Geschäft nach Ladendieben Ausschau. Wenn die vordere Tür länger als acht Sekunden geöffnet bleibt oder jemand sie aufbrechen will, dann schickt das System eine Warnung per SMS an Ilijason.

Vielleicht ist doch ein Kundenberater nötig

Probleme bereitet Self-Check-Out noch den älteren Menschen in dem 4.200-Seelen-Ort. Sie haben oft kein Smartphone. Deshalb erwägt der Shop-Besitzer andere Zugangs- und Abrechnungsmöglichkeiten, beispielsweise mittels eines Kreditkartenlesegeräts. Und er überlegt, ob er nicht doch eine Person einstellt, die den Kunden das Prinzip von Self-Check-Out erläutert.

Weiterführende Links:

  • Während der Onlinehandel deutlich wächst, kämpfen viele stationäre Läden mit stagnierenden Einnahmen. Ein Lichtblick:  Apps können Kunden in Geschäfte ziehen.
  • Stationärer Handel im Wandel: Konsumenten starten vor dem Einkauf immer häufiger eine Onlinerecherche.
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Self-Check-Out: Supermarkt ohne Verkäufer in Schweden Self-Check-Out ist Wirklichkeit in Schweden. Kunden scannen Ihre Einkäufe einfach selbst per Smartphone ein. (© 2016 Kwangmoozaa/Shutterstock)

Self-Check-Out für Kleinstädter

Robert Ilijason könnte das Shop-Prinzip der Zukunft verwirklicht haben. Es arbeitet nach dem Prinzip Self-Check-Out. Das bedeutet, dass die Kunden im Supermarkt unter sich bleiben, denn Verkäufer sind darin nicht vorgesehen. Das klappt? Ja, zumindest in der schwedischen Kleinstadt Viken. Dort nämlich hat Ilijason den ersten rund um die Uhr geöffneten Laden dieser Art in seiner Heimat eröffnet. Der 39 Jahre alte IT-Spezialist ist damit in den Einzelhandel eingestiegen.

Shoppen per App

Wer in seinem Supermarkt einkaufen will, muss sich vorher für den Self-Check-Out registrieren und eine App installieren. Rein kommt man mit seinem Handy. Ein Wisch über das Display, und die Tür öffnet sich. Dahinter finden sich Grundnahrungsmittel wie Milch, Brot, Zucker, Konserven, Windeln und andere Produkte, die ein kleiner Laden eben so hat. Tabak und Medikamente gibt es dort aus Angst vor Diebstahl nicht. Ebensowenig Alkohol, den normale Shops in Schweden nicht anbieten dürfen.

Ilijason ist von seinem Konzept überzeugt. AP zitiert ihn mit folgenden Worten:

"Mein Ziel ist es , diese Idee in anderen Dörfern und kleinen Städten zu verbreiten. Es ist unglaublich, dass niemand vorher auf diese Idee gekommen ist."

Kunden scannen Einkauf selbst ein

Praktisch sieht Ilijasons Job so aus: Er bestellt Waren, bekommt sie geliefert und packt sie selbst in die Regale. Den Rest erledigen die Kunden. Was sie einkaufen, wird per Smartphone gescannt. Die Rechnung flattert ihnen dann monatlich ins Haus. So funktioniert Self-Check-Out in Viken.

Sechs Überwachungskameras halten in dem 45 Quadratmeter großen Geschäft nach Ladendieben Ausschau. Wenn die vordere Tür länger als acht Sekunden geöffnet bleibt oder jemand sie aufbrechen will, dann schickt das System eine Warnung per SMS an Ilijason.

Vielleicht ist doch ein Kundenberater nötig

Probleme bereitet Self-Check-Out noch den älteren Menschen in dem 4.200-Seelen-Ort. Sie haben oft kein Smartphone. Deshalb erwägt der Shop-Besitzer andere Zugangs- und Abrechnungsmöglichkeiten, beispielsweise mittels eines Kreditkartenlesegeräts. Und er überlegt, ob er nicht doch eine Person einstellt, die den Kunden das Prinzip von Self-Check-Out erläutert.

Weiterführende Links:

  • Während der Onlinehandel deutlich wächst, kämpfen viele stationäre Läden mit stagnierenden Einnahmen. Ein Lichtblick:  Apps können Kunden in Geschäfte ziehen.
  • Stationärer Handel im Wandel: Konsumenten starten vor dem Einkauf immer häufiger eine Onlinerecherche.
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