Image for Mdm Logo

So nutzt der Mittelstand die Digitalisierung

Von großem Gewicht ist die Digitalisierung bereits für die meisten Betriebe. Allerdings haben gerade kleinere Firmen oft Probleme, den Wandel zu stemmen. Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young warnt schon vor einer digitalen Zweiklassengesellschaft.
So nutzt der Mittelstand die Digitalisierung Die meisten Unternehmen haben die Digitalisierung schon gut im Griff. (© 2016 Yuganov Konstantin/Shutterstock)

Digitalisierung hat große Bedeutung für Mittelständler

Für eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) wurden 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland zur Rolle befragt, die die Digitalisierung für sie spielt. Das Ergebnis: Für 54 Prozent sind digitale Technologien bereits ein großer oder mittelgroßer Bestandteil des Geschäftsmodells – sei es bei Onlinezahlungen, digitalem Kundenservice oder einer automatisierten Produktion. 35 Prozent der Befragten erwarten außerdem eine deutliche Zunahme des Einflusses, den digitale Technologien auf ihre Arbeit haben, 39 Prozent rechnen mit einer leichten Zunahme. Dabei fällt auf, dass große Mittelständler besonders stark auf Digitalisierung setzen: Von den Unternehmen mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro erklärten 63 Prozent die Rolle digitaler Technologien für sehr groß oder mittelgroß, in der Umsatzklasse bis 30 Millionen Euro waren es dagegen nur 43 Prozent.

Geld- und Personalmangel als Hindernisse

Dazu passen die Hindernisse, die die Unternehmen bei der Investition in die Digitalisierung angeben: zwölf Prozent erklärten, aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten zu wenig in digitale Technologien zu investieren, und elf Prozent machen Personalmangel dafür verantwortlich. Neun Prozent sehen sich durch fehlendes Know-how gehemmt. EY-Partner Peter Englisch warnt allerdings davor, eine digitale Zweiklassengesellschaft entstehen zu lassen, indem von einigen Unternehmen zu wenig in Digitalisierung investiert wird. "Fehlendes Geld oder fehlendes Personal dürfen nicht die Ausrede sein, um nötige Weichenstellungen für die Zukunft zu verschlafen", mahnt er.

Ein direkter Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Geschäftserfolg sei zwar noch nicht auszumachen. Doch täusche die insgesamt florierende Konjunktur über Versäumnisse hinweg. Englisch warnt vor einer digitalen Zweiklassengesellschaft.

"Die Unternehmen sollten sich besser in guten Zeiten für die Digitalisierung rüsten. Wenn die Zeiten schlechter werden, wird sich die Spreu vom Weizen trennen und Unternehmen mit konsequenter Digitalisierungsstrategie werden einen Vorteil im Wettbewerb haben."

Weiterführende Links:

  • Diese zehn Tipps gibt der Branchenverband Bitkom Mittelständlern für die Digitalisierung.
  • Häufig sind die Chefs ein Hindernis, wenn es um die digitale Transformation geht.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Industrie 4.0
alle ratgeber Alle Beiträge

So nutzt der Mittelstand die Digitalisierung

Von großem Gewicht ist die Digitalisierung bereits für die meisten Betriebe. Allerdings haben gerade kleinere Firmen oft Probleme, den Wandel zu stemmen. Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young warnt schon vor einer digitalen Zweiklassengesellschaft.
So nutzt der Mittelstand die Digitalisierung Die meisten Unternehmen haben die Digitalisierung schon gut im Griff. (© 2016 Yuganov Konstantin/Shutterstock)

Digitalisierung hat große Bedeutung für Mittelständler

Für eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) wurden 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland zur Rolle befragt, die die Digitalisierung für sie spielt. Das Ergebnis: Für 54 Prozent sind digitale Technologien bereits ein großer oder mittelgroßer Bestandteil des Geschäftsmodells – sei es bei Onlinezahlungen, digitalem Kundenservice oder einer automatisierten Produktion. 35 Prozent der Befragten erwarten außerdem eine deutliche Zunahme des Einflusses, den digitale Technologien auf ihre Arbeit haben, 39 Prozent rechnen mit einer leichten Zunahme. Dabei fällt auf, dass große Mittelständler besonders stark auf Digitalisierung setzen: Von den Unternehmen mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro erklärten 63 Prozent die Rolle digitaler Technologien für sehr groß oder mittelgroß, in der Umsatzklasse bis 30 Millionen Euro waren es dagegen nur 43 Prozent.

Geld- und Personalmangel als Hindernisse

Dazu passen die Hindernisse, die die Unternehmen bei der Investition in die Digitalisierung angeben: zwölf Prozent erklärten, aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten zu wenig in digitale Technologien zu investieren, und elf Prozent machen Personalmangel dafür verantwortlich. Neun Prozent sehen sich durch fehlendes Know-how gehemmt. EY-Partner Peter Englisch warnt allerdings davor, eine digitale Zweiklassengesellschaft entstehen zu lassen, indem von einigen Unternehmen zu wenig in Digitalisierung investiert wird. "Fehlendes Geld oder fehlendes Personal dürfen nicht die Ausrede sein, um nötige Weichenstellungen für die Zukunft zu verschlafen", mahnt er.

Ein direkter Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Geschäftserfolg sei zwar noch nicht auszumachen. Doch täusche die insgesamt florierende Konjunktur über Versäumnisse hinweg. Englisch warnt vor einer digitalen Zweiklassengesellschaft.

"Die Unternehmen sollten sich besser in guten Zeiten für die Digitalisierung rüsten. Wenn die Zeiten schlechter werden, wird sich die Spreu vom Weizen trennen und Unternehmen mit konsequenter Digitalisierungsstrategie werden einen Vorteil im Wettbewerb haben."

Weiterführende Links:

  • Diese zehn Tipps gibt der Branchenverband Bitkom Mittelständlern für die Digitalisierung.
  • Häufig sind die Chefs ein Hindernis, wenn es um die digitale Transformation geht.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber