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Soziale Roboter als Lernstütze für Kinder und alte Menschen

Roboter mit Herz: Das Startup LuxAI hat einen Roboter entwickelt, der unter anderem mit Kindern Sprachen übt. Eine Schnittstelle auf Android macht es möglich, dass die soziale künstliche Intelligenz mit ihrer Umwelt kommuniziert.
Soziale Roboter als Lernstütze für Kinder und alte Menschen LuxAI-Mitgründerin und Chief Medical Officer Aida Nazariklorram mit Gründer und CEO Dr. Pouyan Ziafat und dem sozialen Helferlein. (© 2016 ScienceRELATIONS)

Soziale Roboter sollen von jedermann programmierbar sein

Der Roboter mit sozialer Ader soll beispielsweise Kindern, alten Menschen oder Autisten bei ihrer sprachlichen Entwicklung helfen. So lässt er sich beispielsweise von jedermann darauf programmieren, Menschen beim Vokabellernen zu unterstützen. Der Name LuxAI steht für seine Herkunft Luxemburg und für das englische Wort "Artificial Intelligence", also "Künstliche Intelligenz". Gründer des Jungunternehmens ist Dr. Pouyan Ziafati. Er schrieb seine Doktorarbeit über künstliche Intelligenz und Robotics am SnT. Der größte Anspruch an einen sozialen Roboter ist, dass er viele Daten schnell aufnehmen und verarbeiten muss. Außerdem muss er dazu in der Lage sein, sein Verhalten an die Kommunikation anzupassen.

Der Prototyp wurde bereits  Praxistests unterzogen – und bekam dabei Bestnoten für seine "soziale Erscheinung, Emotionalität und leichte Handhabbarkeit", wie aus einer Mitteilung der University of Luxembourg hervorgeht. Seine Programmierung beruht auf einer sogenannten Robot Agent Programming Language. Die hat Ziafati eigens für seine Promotion entwickelt und auf die Erfordernisse des sozialen Helferleins angepasst. Allerdings sind derartige Programmierungen nur IT-Experten möglich. Ziafati erklärt:

"Praktiker, die einem Roboter beispielsweise das Training von Schlaganfallpatienten beibringen wollen, können sich da nicht einarbeiten. Sie brauchen eine Schnittstelle, mit deren Hilfe sie den Roboter intuitiv programmieren können."

Schnittstelle auf Android macht Roboter massentauglich

Eine Lösung musste her. Die fand LuxAI in Kooperation mit dem Autonomous Robot Lab der Computer Science and Communications Research Unit (CSC) der Universität Luxemburg. Der Clou: Als Schnittstelle wird das in Smartphones weitverbreitete Android-System genutzt. Damit können soziale Roboter für den Massenmarkt tauglich gemacht werden. Erste Tests mit IT-Laien haben ergeben, dass diese die Roboter innerhalb von 20 Minuten für ihre eigenen Zwecke programmieren konnten. Ziafaki sieht viele Anwendungsmöglichkeiten für die künstliche Intelligenz, etwa bei der Lernunterstützung für autistisch veranlagte Kinder, in der Geriatrie oder im Unterhaltungsbereich.

Er weist aber auch daraufhin, dass soziale Roboter qualifiziertes Personal niemals ersetzen werden, es aber unterstützen können, weil sie grenzenlos Zeit haben und Routineaufgaben übernehmen können.

Weiterführende Links:

  • US-Forscher entwickeln Roboter mit organischen Muskeln.
  • Ein Quadrocopter ohne Rückflugticket – das ist der winzige Picobot. Der krabbelnde Flugroboter soll künftig schwer zugängliche Bereiche erkunden.
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Soziale Roboter als Lernstütze für Kinder und alte Menschen

Roboter mit Herz: Das Startup LuxAI hat einen Roboter entwickelt, der unter anderem mit Kindern Sprachen übt. Eine Schnittstelle auf Android macht es möglich, dass die soziale künstliche Intelligenz mit ihrer Umwelt kommuniziert.
Soziale Roboter als Lernstütze für Kinder und alte Menschen LuxAI-Mitgründerin und Chief Medical Officer Aida Nazariklorram mit Gründer und CEO Dr. Pouyan Ziafat und dem sozialen Helferlein. (© 2016 ScienceRELATIONS)

Soziale Roboter sollen von jedermann programmierbar sein

Der Roboter mit sozialer Ader soll beispielsweise Kindern, alten Menschen oder Autisten bei ihrer sprachlichen Entwicklung helfen. So lässt er sich beispielsweise von jedermann darauf programmieren, Menschen beim Vokabellernen zu unterstützen. Der Name LuxAI steht für seine Herkunft Luxemburg und für das englische Wort "Artificial Intelligence", also "Künstliche Intelligenz". Gründer des Jungunternehmens ist Dr. Pouyan Ziafati. Er schrieb seine Doktorarbeit über künstliche Intelligenz und Robotics am SnT. Der größte Anspruch an einen sozialen Roboter ist, dass er viele Daten schnell aufnehmen und verarbeiten muss. Außerdem muss er dazu in der Lage sein, sein Verhalten an die Kommunikation anzupassen.

Der Prototyp wurde bereits  Praxistests unterzogen – und bekam dabei Bestnoten für seine "soziale Erscheinung, Emotionalität und leichte Handhabbarkeit", wie aus einer Mitteilung der University of Luxembourg hervorgeht. Seine Programmierung beruht auf einer sogenannten Robot Agent Programming Language. Die hat Ziafati eigens für seine Promotion entwickelt und auf die Erfordernisse des sozialen Helferleins angepasst. Allerdings sind derartige Programmierungen nur IT-Experten möglich. Ziafati erklärt:

"Praktiker, die einem Roboter beispielsweise das Training von Schlaganfallpatienten beibringen wollen, können sich da nicht einarbeiten. Sie brauchen eine Schnittstelle, mit deren Hilfe sie den Roboter intuitiv programmieren können."

Schnittstelle auf Android macht Roboter massentauglich

Eine Lösung musste her. Die fand LuxAI in Kooperation mit dem Autonomous Robot Lab der Computer Science and Communications Research Unit (CSC) der Universität Luxemburg. Der Clou: Als Schnittstelle wird das in Smartphones weitverbreitete Android-System genutzt. Damit können soziale Roboter für den Massenmarkt tauglich gemacht werden. Erste Tests mit IT-Laien haben ergeben, dass diese die Roboter innerhalb von 20 Minuten für ihre eigenen Zwecke programmieren konnten. Ziafaki sieht viele Anwendungsmöglichkeiten für die künstliche Intelligenz, etwa bei der Lernunterstützung für autistisch veranlagte Kinder, in der Geriatrie oder im Unterhaltungsbereich.

Er weist aber auch daraufhin, dass soziale Roboter qualifiziertes Personal niemals ersetzen werden, es aber unterstützen können, weil sie grenzenlos Zeit haben und Routineaufgaben übernehmen können.

Weiterführende Links:

  • US-Forscher entwickeln Roboter mit organischen Muskeln.
  • Ein Quadrocopter ohne Rückflugticket – das ist der winzige Picobot. Der krabbelnde Flugroboter soll künftig schwer zugängliche Bereiche erkunden.
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