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Studie: Industrie 4.0 steigert Kapitalrendite (ROCE) enorm

Die Industrie 4.0 lohnt sich, meint die Beratungsfirma Roland Berger und prognostiziert einen starken Anstieg der Kapitalrendite in Westeuropa. Schon heute profitiert ein Land ganz besonders davon.
Studie: Industrie 4.0 steigert Kapitalrendite (ROCE) enorm Mehr Kapitalrendite und Jobs dank der Industrie 4.0. (© 2016 pathdoc/Shutterstock)

Prognose: Deutlich höhere Kapitalrendite bis 2035

Hinter dem Schlagwort Industrie 4.0 steckt mehr als reine Technisierung und Big Data. So wird der digitale Wandel neben den Unternehmen selbst auch weite Teile der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik verändern – und zwar positiv. Zu diesem Schluss kommt die Beratungsfirma Roland Berger in ihrer Studie "The Industrie 4.0 transition quantified". Dreh- und Angelpunkt der Prognose ist die Entwicklung der Kapitalrendite (Return on Capital Employed – ROCE). Die könnte in Westeuropa, so die Berechnung, von heute 18 Prozent bis 2035 auf 28 Prozent ansteigen. Das entspricht "einem zusätzlichen Wertbeitrag von 420 Milliarden Euro durch höhere Gewinne und weniger gebundenes Kapital".

Musterknabe Deutschland

Die Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen. Hochgerechnet am Beispiel eines Autozulieferers habe sich gezeigt, dass durch den Einfluss der Industrie 4.0 auf die Produktion der ROCE um 25 Prozentpunkte auf 40 Prozent sowie die Maschinenauslastung von 65 Prozent auf 90 Prozent zulegen könnte. Diese Entwicklung haben die Experten von Roland Berger bereits in der deutschen Wirtschaftsrealität festgestellt. So habe der fortschreitende digitale Wandel hierzulande zwischen 2000 und 2014 den ROCE bei gleichbleibendem Kapitaleinsatz von zwölf Prozent auf über 30 Prozent verbessert. Das sei weltweit in keinem anderen Land gelungen.

Millionen zusätzliche Jobs

Weitere positive Effekte abseits der Kapitalrendite erwarten die Consultants auch für den Arbeitsmarkt. Dazu sagt Roland Berger-Partner Max Blanchet:

"Traditionelle Jobs in der Industrie werden verloren gehen, dafür können in Westeuropa bis zu 10 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen – vor allem im Bereich Dienstleistung und IT."

Somit könne die Industrie 4.0 Jobverluste durch neue zusätzliche Arbeitsplätze mehr als ausgleichen.

Weiterführende Links:

  • Gute Nachrichten vom Digitalverband Bitkom: Fast jedes zweite deutsche Industrieunternehmen nutzt inzwischen die Vorteile der Industrie 4.0.
  • Chance oder Risiko – was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für Entscheider? Fest steht: Die digitale Revolution ist längst im Gange.
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Die Industrie 4.0 lohnt sich, meint die Beratungsfirma Roland Berger und prognostiziert einen starken Anstieg der Kapitalrendite in Westeuropa. Schon heute profitiert ein Land ganz besonders davon.
Studie: Industrie 4.0 steigert Kapitalrendite (ROCE) enorm Mehr Kapitalrendite und Jobs dank der Industrie 4.0. (© 2016 pathdoc/Shutterstock)

Prognose: Deutlich höhere Kapitalrendite bis 2035

Hinter dem Schlagwort Industrie 4.0 steckt mehr als reine Technisierung und Big Data. So wird der digitale Wandel neben den Unternehmen selbst auch weite Teile der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik verändern – und zwar positiv. Zu diesem Schluss kommt die Beratungsfirma Roland Berger in ihrer Studie "The Industrie 4.0 transition quantified". Dreh- und Angelpunkt der Prognose ist die Entwicklung der Kapitalrendite (Return on Capital Employed – ROCE). Die könnte in Westeuropa, so die Berechnung, von heute 18 Prozent bis 2035 auf 28 Prozent ansteigen. Das entspricht "einem zusätzlichen Wertbeitrag von 420 Milliarden Euro durch höhere Gewinne und weniger gebundenes Kapital".

Musterknabe Deutschland

Die Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen. Hochgerechnet am Beispiel eines Autozulieferers habe sich gezeigt, dass durch den Einfluss der Industrie 4.0 auf die Produktion der ROCE um 25 Prozentpunkte auf 40 Prozent sowie die Maschinenauslastung von 65 Prozent auf 90 Prozent zulegen könnte. Diese Entwicklung haben die Experten von Roland Berger bereits in der deutschen Wirtschaftsrealität festgestellt. So habe der fortschreitende digitale Wandel hierzulande zwischen 2000 und 2014 den ROCE bei gleichbleibendem Kapitaleinsatz von zwölf Prozent auf über 30 Prozent verbessert. Das sei weltweit in keinem anderen Land gelungen.

Millionen zusätzliche Jobs

Weitere positive Effekte abseits der Kapitalrendite erwarten die Consultants auch für den Arbeitsmarkt. Dazu sagt Roland Berger-Partner Max Blanchet:

"Traditionelle Jobs in der Industrie werden verloren gehen, dafür können in Westeuropa bis zu 10 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen – vor allem im Bereich Dienstleistung und IT."

Somit könne die Industrie 4.0 Jobverluste durch neue zusätzliche Arbeitsplätze mehr als ausgleichen.

Weiterführende Links:

  • Gute Nachrichten vom Digitalverband Bitkom: Fast jedes zweite deutsche Industrieunternehmen nutzt inzwischen die Vorteile der Industrie 4.0.
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