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Studie: Künstliche Intelligenz darf nicht zu schlau sein

Smarte Elektronik trifft bei den Bundesbürgern auf viel Wohlwollen. Doch wird die Künstliche Intelligenz zu selbstständig, dann schwindet der Zuspruch für autonome Autos und Medizin-Roboter. Das zeigt die Studie "Electronica-Trend-Index 2020".
Studie: Künstliche Intelligenz darf nicht zu schlau sein Die Deutschen wollen nicht, das ihnen Künstliche Intelligenz das Denken abnimmt. (© 2016 Bas Nastassia)

Künstliche Intelligenz soll ihre Grenzen haben

Smarte und weitgehend frei agierende Geräte kommen bei den Bundesbürgern grundsätzlich gut an.  63 Prozent von ihnen begrüßen Apparate, die Künstliche Intelligenz (K. I.) eingebaut haben. Die Sympathie hat allerdings ihre Grenzen. Helfer wie Haushaltsroboter, autonom fahrende Autos oder assistierende Medizin-Technik sollen nämlich nicht zu schlau und selbstständig sein. Das finden 84 Prozent der deutschen Teilnehmer an der Studie "Electronica-Trend-Index 2020". Sie wollen weiterhin die Kontrolle über die cleveren Maschinen behalten.

Das zeigt sich am Beispiel von selbstfahrenden Autos. 54 Prozent der Befragten tun sich schwer damit, ihnen das Steuer vollständig zu überlassen und nur Passagier zu sein. Besser finden sie es (60 Prozent), wenn die Elektronik eher assistierend und korrigierend während der Fahrt eingreift.

Vorbehalte gegen Medizin-Roboter

Ein vergleichbares Ergebnis zeigt sich beim Themenkomplex E-Health. 82 Prozent halten vernetzte und/oder elektronisch gesteuerte Sicherheitstechnik im Gesundheitsbereich – Notrufsysteme, Sturzsensoren, intelligente Matrazen – für erstrebenswert. Auf fast ebenso viel Zustimmung (80 Prozent) treffen Prothesen mit Bioelektronik, die haptische Impulse vermitteln. Doch geht es um medizinische Roboter, die Operationen im Alleingang vornehmen, schwindet die Begeisterung (53 Prozent).

Für den "Electronica-Trend-Index 2020" wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. Sie waren allerdings nicht die einzigen Teilnehmer. Insgesamt wurden die Antworten von global 7.000 Menschen ausgewertet, die sich über Künstliche Intelligenz äußerten. Dabei zeigte sich laut Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und zuständig für die Messe "Electronica" (8. bis 11. November), "bei den Verbrauchern weltweit eine große Nachfrage für innovative Technik aus der Welt der Elektronik."

Internationale Unterschiede inklusive. Senger: "In China wünschen sich 82 Prozent der Verbraucher ein cooles Design. Zum Vergleich: In den USA sind es 70 Prozent, in Deutschland 65 Prozent und in Japan 49 Prozent."

Weiterführende Links:

  • In puncto Künstliche Intelligenz sind viele IT-Entscheider aufgeschlossen, haben aber auch Bedenken. Das zeigt eine internationale Studie, für die das Marktforschungsinstitut Freeform Dynamics über 500 Entscheidungsträger aus dem IT-Bereich befragt hat.
  • Milliardär und Enfant terrible Elon Musk beschwört seit jeher die Gefahren von Robotern und künstlicher Intelligenz. Deshalb hat der Tesla CEO mit anderen Technologieexperten aus Silicon Valley ein Unternehmen gegründet, um die Weltherrschaft der Maschinen zu verhindern.
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Studie: Künstliche Intelligenz darf nicht zu schlau sein Die Deutschen wollen nicht, das ihnen Künstliche Intelligenz das Denken abnimmt. (© 2016 Bas Nastassia)

Künstliche Intelligenz soll ihre Grenzen haben

Smarte und weitgehend frei agierende Geräte kommen bei den Bundesbürgern grundsätzlich gut an.  63 Prozent von ihnen begrüßen Apparate, die Künstliche Intelligenz (K. I.) eingebaut haben. Die Sympathie hat allerdings ihre Grenzen. Helfer wie Haushaltsroboter, autonom fahrende Autos oder assistierende Medizin-Technik sollen nämlich nicht zu schlau und selbstständig sein. Das finden 84 Prozent der deutschen Teilnehmer an der Studie "Electronica-Trend-Index 2020". Sie wollen weiterhin die Kontrolle über die cleveren Maschinen behalten.

Das zeigt sich am Beispiel von selbstfahrenden Autos. 54 Prozent der Befragten tun sich schwer damit, ihnen das Steuer vollständig zu überlassen und nur Passagier zu sein. Besser finden sie es (60 Prozent), wenn die Elektronik eher assistierend und korrigierend während der Fahrt eingreift.

Vorbehalte gegen Medizin-Roboter

Ein vergleichbares Ergebnis zeigt sich beim Themenkomplex E-Health. 82 Prozent halten vernetzte und/oder elektronisch gesteuerte Sicherheitstechnik im Gesundheitsbereich – Notrufsysteme, Sturzsensoren, intelligente Matrazen – für erstrebenswert. Auf fast ebenso viel Zustimmung (80 Prozent) treffen Prothesen mit Bioelektronik, die haptische Impulse vermitteln. Doch geht es um medizinische Roboter, die Operationen im Alleingang vornehmen, schwindet die Begeisterung (53 Prozent).

Für den "Electronica-Trend-Index 2020" wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. Sie waren allerdings nicht die einzigen Teilnehmer. Insgesamt wurden die Antworten von global 7.000 Menschen ausgewertet, die sich über Künstliche Intelligenz äußerten. Dabei zeigte sich laut Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und zuständig für die Messe "Electronica" (8. bis 11. November), "bei den Verbrauchern weltweit eine große Nachfrage für innovative Technik aus der Welt der Elektronik."

Internationale Unterschiede inklusive. Senger: "In China wünschen sich 82 Prozent der Verbraucher ein cooles Design. Zum Vergleich: In den USA sind es 70 Prozent, in Deutschland 65 Prozent und in Japan 49 Prozent."

Weiterführende Links:

  • In puncto Künstliche Intelligenz sind viele IT-Entscheider aufgeschlossen, haben aber auch Bedenken. Das zeigt eine internationale Studie, für die das Marktforschungsinstitut Freeform Dynamics über 500 Entscheidungsträger aus dem IT-Bereich befragt hat.
  • Milliardär und Enfant terrible Elon Musk beschwört seit jeher die Gefahren von Robotern und künstlicher Intelligenz. Deshalb hat der Tesla CEO mit anderen Technologieexperten aus Silicon Valley ein Unternehmen gegründet, um die Weltherrschaft der Maschinen zu verhindern.
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