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Ladendiebstahl verhindern: Maßnahmen gegen Langfinger

Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit kann schon ausreichen – und Ihre Ware wurde gestohlen. Durch Ladendiebstahl entsteht dem deutschen Handel jährlich ein Schaden von mehr als 2,1 Milliarden Euro – die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher. Mit simplen Maßnahmen können Sie die Langfinger jedoch von Ihrem Geschäft fernhalten.
Ladendiebstahl verhindern: Maßnahmen gegen Langfinger Auf Raubzug: Kosmetikartikel sind besonders beliebt beim Ladendiebstahl. (© 2016 Fotosenmeer/Shutterstock)

Merkmale von Ladendieben

Bei vielen Ladendieben handelt es sich um Erst- und Einzeltäter. Anders als organisierte Banden haben die unerfahrenen Langfinger noch keine ausgefeilten Tricks auf Lager, um Ihre Angestellten und Ihr Sicherheitssystem zu überlisten. Aufmerksame Beobachter können Ladendiebe daher gut entlarven. Der erste Tipp lautet also: Schulen Sie Ihre Angestellten darauf, auf bestimmte Merkmale zu achten. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) empfiehlt, das Augenmerk auf folgende Hinweise zu richten:

  • Ersttäter verraten sich häufig durch ihre unnatürliche und gehemmte Haltung.
  • Bei einigen bilden sich hektische Flecken im Gesicht oder am Hals.
  • Auch ein betont unauffälliges Umblicken sollte Ihre Mitarbeiter misstrauisch werden lassen.
  • Spätestens, wenn der Dieb flink zupackt und das Gut in der Kleidung oder einem Gegenstand verbirgt, ist die Sachlage eindeutig.

Erfahrene Diebe agieren oftmals in Gruppen. Dabei übernimmt einer die Rolle des Ablenkers, indem er den Verkäufer beispielsweise in ein Gespräch verwickelt. Währenddessen räumen die Komplizen fix die Regale leer. Manche Diebe schrecken sogar nicht davor zurück, sich für den Ladendiebstahl als Einarmige zu tarnen oder sich als Dekorateure oder Lieferanten zu verkleiden.

In der Masse fühlen sich Langfinger wohl

Besondere Vorsicht ist zu Stoßzeiten geboten, also in der Regel zwischen 15 und 18 Uhr. Denn dann fühlen sich viele Diebe am sichersten, wie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen berichtet. Auch vor Festtagen oder bei Sonderaktionen, wenn also viel Betrieb im Laden herrscht, sollte Ihr Personal vorsichtig sein. Die Sicherheitsschranken allein reichen nicht aus. Gewiefte Diebe schirmen elektronische Sicherungen ab, indem Sie das entwendete Gut in eine mit Alufolie ausgekleidete Tasche stecken.

Besonders beliebt bei Langfingern sind übrigens kleine und eher teure Waren, wie zum Beispiel Parfüms, Kosmetikartikel, elektronisches Gut und Rasierklingen. Geben Sie darauf also besonders acht.

Ladendiebstahl verhindern mit geschickter Ladengestaltung

Mit einer cleveren Ladengestaltung können Sie einen Ladendiebstahl ebenfalls verhindern. Helle und gut ausgeleuchtete Räume etwa sorgen dafür, dass sich Diebe beobachtet fühlen. Bauen Sie Regale außerdem nicht zu hoch, damit Sie und Ihre Mitarbeiter stets alles und jeden im Blick haben. Wertvolle Ware, die besonders von Diebstahl betroffen ist, sollten Sie am besten nur an der Kasse herausgeben oder nur mit Bedienung anbieten. Ganz wichtig auch: Lassen Sie Preisauszeichnungsgeräte niemals unachtsam liegen, damit keiner seine eigenen Preise macht.

Apropos Preise: In manchen Geschäften ist es üblich, Ware mit Preisetiketten zu bekleben. Der Nachteil: Sie lassen sich leicht durch Fälschungen ersetzen. Deshalb sollten die Etiketten zur Preisauszeichnung ...

  • über eine eindeutige Betriebskennzeichnung verfügen, das heißt Firma und Anschrift oder Mitgliedsnummer im Hauptverband des Einzelhandels tragen. So kann die Polizei außerdem sichergestelltes Diebesgut leicht einer Filiale zuordnen.
  • fest auf Hauptteilen des Artikels befestigt sein und nicht auf leicht austauschbaren Deckeln oder Anhängern.
  • bei kostbarer Ware auch an verborgenen Stellen angebracht sein.

Eine Videoüberwachung ist ebenfalls eine Überlegung wert. Allerdings benötigen Sie dafür entsprechendes Personal, das die Videoaufzeichnungen überwacht. Kameraattrappen sind nicht zu empfehlen, da sie versierten Ladendieben bekannt sind. Auch der Einsatz von speziellem Sicherheitspersonal ist denkbar. Diese können entweder offen als Abschreckung im Geschäft auftreten oder als Privatdetektive im Verborgenen bleiben. Auch diese Maßnahme ist allerdings mit Mehrkosten verbunden.

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Ladendiebstahl verhindern: Maßnahmen gegen Langfinger Auf Raubzug: Kosmetikartikel sind besonders beliebt beim Ladendiebstahl. (© 2016 Fotosenmeer/Shutterstock)

Merkmale von Ladendieben

Bei vielen Ladendieben handelt es sich um Erst- und Einzeltäter. Anders als organisierte Banden haben die unerfahrenen Langfinger noch keine ausgefeilten Tricks auf Lager, um Ihre Angestellten und Ihr Sicherheitssystem zu überlisten. Aufmerksame Beobachter können Ladendiebe daher gut entlarven. Der erste Tipp lautet also: Schulen Sie Ihre Angestellten darauf, auf bestimmte Merkmale zu achten. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) empfiehlt, das Augenmerk auf folgende Hinweise zu richten:

  • Ersttäter verraten sich häufig durch ihre unnatürliche und gehemmte Haltung.
  • Bei einigen bilden sich hektische Flecken im Gesicht oder am Hals.
  • Auch ein betont unauffälliges Umblicken sollte Ihre Mitarbeiter misstrauisch werden lassen.
  • Spätestens, wenn der Dieb flink zupackt und das Gut in der Kleidung oder einem Gegenstand verbirgt, ist die Sachlage eindeutig.

Erfahrene Diebe agieren oftmals in Gruppen. Dabei übernimmt einer die Rolle des Ablenkers, indem er den Verkäufer beispielsweise in ein Gespräch verwickelt. Währenddessen räumen die Komplizen fix die Regale leer. Manche Diebe schrecken sogar nicht davor zurück, sich für den Ladendiebstahl als Einarmige zu tarnen oder sich als Dekorateure oder Lieferanten zu verkleiden.

In der Masse fühlen sich Langfinger wohl

Besondere Vorsicht ist zu Stoßzeiten geboten, also in der Regel zwischen 15 und 18 Uhr. Denn dann fühlen sich viele Diebe am sichersten, wie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen berichtet. Auch vor Festtagen oder bei Sonderaktionen, wenn also viel Betrieb im Laden herrscht, sollte Ihr Personal vorsichtig sein. Die Sicherheitsschranken allein reichen nicht aus. Gewiefte Diebe schirmen elektronische Sicherungen ab, indem Sie das entwendete Gut in eine mit Alufolie ausgekleidete Tasche stecken.

Besonders beliebt bei Langfingern sind übrigens kleine und eher teure Waren, wie zum Beispiel Parfüms, Kosmetikartikel, elektronisches Gut und Rasierklingen. Geben Sie darauf also besonders acht.

Ladendiebstahl verhindern mit geschickter Ladengestaltung

Mit einer cleveren Ladengestaltung können Sie einen Ladendiebstahl ebenfalls verhindern. Helle und gut ausgeleuchtete Räume etwa sorgen dafür, dass sich Diebe beobachtet fühlen. Bauen Sie Regale außerdem nicht zu hoch, damit Sie und Ihre Mitarbeiter stets alles und jeden im Blick haben. Wertvolle Ware, die besonders von Diebstahl betroffen ist, sollten Sie am besten nur an der Kasse herausgeben oder nur mit Bedienung anbieten. Ganz wichtig auch: Lassen Sie Preisauszeichnungsgeräte niemals unachtsam liegen, damit keiner seine eigenen Preise macht.

Apropos Preise: In manchen Geschäften ist es üblich, Ware mit Preisetiketten zu bekleben. Der Nachteil: Sie lassen sich leicht durch Fälschungen ersetzen. Deshalb sollten die Etiketten zur Preisauszeichnung ...

  • über eine eindeutige Betriebskennzeichnung verfügen, das heißt Firma und Anschrift oder Mitgliedsnummer im Hauptverband des Einzelhandels tragen. So kann die Polizei außerdem sichergestelltes Diebesgut leicht einer Filiale zuordnen.
  • fest auf Hauptteilen des Artikels befestigt sein und nicht auf leicht austauschbaren Deckeln oder Anhängern.
  • bei kostbarer Ware auch an verborgenen Stellen angebracht sein.

Eine Videoüberwachung ist ebenfalls eine Überlegung wert. Allerdings benötigen Sie dafür entsprechendes Personal, das die Videoaufzeichnungen überwacht. Kameraattrappen sind nicht zu empfehlen, da sie versierten Ladendieben bekannt sind. Auch der Einsatz von speziellem Sicherheitspersonal ist denkbar. Diese können entweder offen als Abschreckung im Geschäft auftreten oder als Privatdetektive im Verborgenen bleiben. Auch diese Maßnahme ist allerdings mit Mehrkosten verbunden.

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