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154.000 potenzielle Stellen für Flüchtlinge

Flüchtlinge, die keinen oder keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss mitbringen, haben es bei der Jobsuche nicht leicht. Wie das IAB ermittelt hat, soll es aber über 150.000 Stellen geben, die zumindest potenziell für Asylsuchende geeignet sind. Rund acht Prozent der Unternehmen beschäftigen aktuell Flüchtlinge oder haben das in letzter Zeit getan.
154.000 potenzielle Stellen für Flüchtlinge ohne Abschluss Flüchtlinge mit geringen Qualifikationen können zum Beispiel in der Baubranche unterkommen. (© 2016 michaeljung/Shutterstock)

IAB: Stellen für gering qualifizierte Flüchtlinge

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt die Zahl der möglichen Stellen für Flüchtlinge, die über keinen in Deutschland nutzbaren Abschluss verfügen, auf 154.000. Mögliche Berufsfelder seien dabei Bauberufe, Paketdienste oder die Reinigungsbranche. Grundlage der Schätzung waren die rund 202.000 aktuell offenen Stellen, bei denen kein Berufsabschluss verlangt wird. Abgezogen wurden die Jobs, bei denen ein hoher Anteil von Interaktion in deutscher Sprache zu erwarten ist, zum Beispiel Verkaufsberufe mit Kundenberatung.

Acht Prozent der Unternehmen beschäftigen Flüchtlinge

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte für seinen Integrationsmonitor, dass acht Prozent der Unternehmen aktuell Asylsuchende beschäftigen oder dies in den vergangenen zwei Jahren getan haben. Dabei ist auffällig, dass größere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern das mit einem Anteil von 20 Prozent überdurchschnittlich häufig getan haben. Nur zwei Prozent der Firmen gaben allerdings an, in den kommenden sechs Monaten die Einstellung von Flüchtlingen zu planen. Auf lange Sicht hielten es allerdings rund 50 Prozent der Unternehmen für realistisch, dass sie innerhalb der kommenden fünf Jahre Flüchtlinge rekrutieren würden. Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Asylsuchenden gemacht haben, zeigten sich dabei besonders offen. Als häufige Einstellungshindernisse nannten die befragten Firmen allerdings:

  • mangelnde Deutschkenntnisse
  • unzureichende fachliche Kompetenzen
  • mangelnde Informationen zum Qualifikationsniveau
  • Unsicherheiten über die Beschäftigungsdauer
  • bürokratischen Aufwand bei der Einstellung

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154.000 potenzielle Stellen für Flüchtlinge

Flüchtlinge, die keinen oder keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss mitbringen, haben es bei der Jobsuche nicht leicht. Wie das IAB ermittelt hat, soll es aber über 150.000 Stellen geben, die zumindest potenziell für Asylsuchende geeignet sind. Rund acht Prozent der Unternehmen beschäftigen aktuell Flüchtlinge oder haben das in letzter Zeit getan.
154.000 potenzielle Stellen für Flüchtlinge ohne Abschluss Flüchtlinge mit geringen Qualifikationen können zum Beispiel in der Baubranche unterkommen. (© 2016 michaeljung/Shutterstock)

IAB: Stellen für gering qualifizierte Flüchtlinge

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt die Zahl der möglichen Stellen für Flüchtlinge, die über keinen in Deutschland nutzbaren Abschluss verfügen, auf 154.000. Mögliche Berufsfelder seien dabei Bauberufe, Paketdienste oder die Reinigungsbranche. Grundlage der Schätzung waren die rund 202.000 aktuell offenen Stellen, bei denen kein Berufsabschluss verlangt wird. Abgezogen wurden die Jobs, bei denen ein hoher Anteil von Interaktion in deutscher Sprache zu erwarten ist, zum Beispiel Verkaufsberufe mit Kundenberatung.

Acht Prozent der Unternehmen beschäftigen Flüchtlinge

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte für seinen Integrationsmonitor, dass acht Prozent der Unternehmen aktuell Asylsuchende beschäftigen oder dies in den vergangenen zwei Jahren getan haben. Dabei ist auffällig, dass größere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern das mit einem Anteil von 20 Prozent überdurchschnittlich häufig getan haben. Nur zwei Prozent der Firmen gaben allerdings an, in den kommenden sechs Monaten die Einstellung von Flüchtlingen zu planen. Auf lange Sicht hielten es allerdings rund 50 Prozent der Unternehmen für realistisch, dass sie innerhalb der kommenden fünf Jahre Flüchtlinge rekrutieren würden. Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Asylsuchenden gemacht haben, zeigten sich dabei besonders offen. Als häufige Einstellungshindernisse nannten die befragten Firmen allerdings:

  • mangelnde Deutschkenntnisse
  • unzureichende fachliche Kompetenzen
  • mangelnde Informationen zum Qualifikationsniveau
  • Unsicherheiten über die Beschäftigungsdauer
  • bürokratischen Aufwand bei der Einstellung

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