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Arbeitszeitmonitor 2016: Deutsche machen weniger Überstunden

Die gefühlte Omnipräsenz im Büro belastet viele Arbeitnehmer. Die gute Nachricht: Die Anzahl der Überstunden, die deutsche Beschäftigte leisten, nimmt ab. Das geht aus dem Arbeitszeitmonitor 2016 des Vergütungsanalysten Compensation Partner hervor.
Arbeitszeitmonitor 2016: Deutsche machen weniger Überstunden Überstunden auf dem Rückzug! In diesem Jahr bleiben weniger Beschäftigte länger im Büro als im vorigen. (© 2016 chaipanya/Shutterstock)

14 Prozent weniger Überstunden als 2015

Überstunden bestimmen nach wie vor den Arbeitsalltag vieler Berufstätiger. Laut Arbeitszeitmonitor 2016 geht die Mehrarbeit jedoch zurück – genau genommen werden im laufenden Jahr 14 Prozent weniger Überstunden geleistet als im vorigen Jahr. Während Beschäftigte im Jahr 2015 durchschnittlich 3,73 Stunden länger arbeiteten, sind es im Jahr 2016 nur noch 3,21 Stunden.

Außerdem schieben insgesamt weniger Arbeitnehmer Überstunden. Waren im Vorjahr noch 63 Prozent von längeren Arbeitszeiten betroffen, sind es in diesem Jahr 61 Prozent. Der Hamburger Vergütungsanalyst Compensation Partner wertete für seine Studie laut eigenen Angaben insgesamt 256.347 Datensätze aus.

Ein Grund für die positive Entwicklung ist möglicherweise, dass Chefs ihre Mitarbeitern mehr in Eigenregie handeln lassen. Die "WirtschaftsWoche" zitiert Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner, wie folgt:

"Einige Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern mittlerweile völlige Zeitkontrolle. Es zählen Produktivität, Ergebnisse, aber eben auch das Wohlbefinden für Beschäftigte."

Ältere arbeiten länger als jüngere Arbeitnehmer

Hinsichtlich des Geschlechts und des Alters offenbart der Arbeitszeitmonitor einige Unterschiede. So leisten Männer tendenziell mehr Überstunden als Frauen. Während unter 20-Jährige durchschnittlich bis zu zwei Stunden pro Woche länger arbeiten, sind es bei den 40- bis 49-Jährigen rund 3,7 Stunden. Dafür sei die "höhere und verantwortungsvollere Position" der älteren Beschäftigten verantwortlich, sagt Böger.

Spitzenreiter unter den Workaholics sind übrigens Unternehmensberater. Sie kommen auf durchschnittlich 5,5 Überstunden pro Woche. Auf dem zweiten Platz rangieren Beschäftigte im Bereich der Konsum- und Gebrauchsgüter (4,9 Überstunden), gefolgt von Angestellten der Kosmetikbranche (4,4 Stunden).

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Arbeitszeitmonitor 2016: Deutsche machen weniger Überstunden Überstunden auf dem Rückzug! In diesem Jahr bleiben weniger Beschäftigte länger im Büro als im vorigen. (© 2016 chaipanya/Shutterstock)

14 Prozent weniger Überstunden als 2015

Überstunden bestimmen nach wie vor den Arbeitsalltag vieler Berufstätiger. Laut Arbeitszeitmonitor 2016 geht die Mehrarbeit jedoch zurück – genau genommen werden im laufenden Jahr 14 Prozent weniger Überstunden geleistet als im vorigen Jahr. Während Beschäftigte im Jahr 2015 durchschnittlich 3,73 Stunden länger arbeiteten, sind es im Jahr 2016 nur noch 3,21 Stunden.

Außerdem schieben insgesamt weniger Arbeitnehmer Überstunden. Waren im Vorjahr noch 63 Prozent von längeren Arbeitszeiten betroffen, sind es in diesem Jahr 61 Prozent. Der Hamburger Vergütungsanalyst Compensation Partner wertete für seine Studie laut eigenen Angaben insgesamt 256.347 Datensätze aus.

Ein Grund für die positive Entwicklung ist möglicherweise, dass Chefs ihre Mitarbeitern mehr in Eigenregie handeln lassen. Die "WirtschaftsWoche" zitiert Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner, wie folgt:

"Einige Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern mittlerweile völlige Zeitkontrolle. Es zählen Produktivität, Ergebnisse, aber eben auch das Wohlbefinden für Beschäftigte."

Ältere arbeiten länger als jüngere Arbeitnehmer

Hinsichtlich des Geschlechts und des Alters offenbart der Arbeitszeitmonitor einige Unterschiede. So leisten Männer tendenziell mehr Überstunden als Frauen. Während unter 20-Jährige durchschnittlich bis zu zwei Stunden pro Woche länger arbeiten, sind es bei den 40- bis 49-Jährigen rund 3,7 Stunden. Dafür sei die "höhere und verantwortungsvollere Position" der älteren Beschäftigten verantwortlich, sagt Böger.

Spitzenreiter unter den Workaholics sind übrigens Unternehmensberater. Sie kommen auf durchschnittlich 5,5 Überstunden pro Woche. Auf dem zweiten Platz rangieren Beschäftigte im Bereich der Konsum- und Gebrauchsgüter (4,9 Überstunden), gefolgt von Angestellten der Kosmetikbranche (4,4 Stunden).

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