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Digital Leadership: Richtig führen in die Industrie 4.0

Digital Leadership: Das ist eine Aufgabe, die Sie jetzt angehen sollten, wenn Sie mit dem digitalen Wandel Schritt halten wollen. Dazu müssen Sie ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege beschreiten. Einfach wird das nicht, aber wenn Sie dabei richtig führen, lohnt es sich.
Digital Leadership: Richtig führen in die Industrie 4.0 Digital Leadership ist Herausforderung und Notwendigkeit zugleich. (© 2016 marvent/Shutterstock)

Digital Leadership: Alte Zöpfe abschneiden

Eines ist klar: So wie in den vergangenen Jahrzehnten geht es mit der Führung von Unternehmen nicht weiter. Der digitale Wandel verlangt nach neuen Methoden.  Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, das Internet der Dinge, 3D-Druck, Social Networking, universelle Konnektivität und Big Data – das sind nicht nur die Stichworte, sondern auch die Zeichen der Zeit. Diese und viele weitere Begriffe, die vor ein paar Jahren kaum jemand kannte, halten Einzug in die Alltagssprache von Betrieben. Jedenfalls sollten sie das. In den großen genauso wie in den kleinen. Die Konsequenz: Jetzt ist Digital Leadership gefragt!

Doch was ist das? Und vor allem, wie geht das? Zunächst einmal bedeutet es: Richtig führen angesichts der Veränderungen, die jetzt und auch künftig Arbeitswelt und Wertschöpfungsketten betreffen. Als Chef müssen Sie sich den Herausforderungen stellen. Warum auch nicht? Schließlich verspricht die Industrie 4.0 große Chancen. Sie müssen sie nur ergreifen!

Den digitalen Wandel richtig führen

Natürlich – leicht wird das nicht, denn die Anforderungen an Digital Leadership sind nicht ohne. Eine Studie der Strategie- und Transformationsberatung Capgemini Consulting zum Thema sieht sechs zentrale Herausforderungen und Pflichten. Wollen Sie demnach richtig führen, dann müssen Sie:

  • Persönlich für Digital Leadership stehen. Machen Sie sich also für den digitalen Wandel im Unternehmen stark. Und sich selbst fit dafür. Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander, eignen Sie sich Sachverstand an. Stellen Sie alle relevanten Abläufe im Betrieb infrage.
  • Feedback geben. Nehmen Sie Ihre Belegschaft mit auf die digitale Reise. Motivieren Sie mit Lob für geleistete Arbeit, die zum gewählten Ziel führt. Denn auch wenn viele Aufgaben künftig eher einen virtuellen Charakter annehmen werden, so bleibt eines doch gleich: das Bedürfnis der Mitarbeiter nach Feedback.
  • Die Kommunikation fördern. Der Austausch von Informationen geschieht immer öfter (ausschließlich) auf digitalem Weg. Wenn Sie richtig führen wollen, dann sollten auch Sie sich darauf einlassen. Nutzen Sie also entsprechende Tools selbst. Das animiert beziehungsweise zwingt Ihre Belegschaft, es Ihnen gleichzutun. So wird die moderne Form der Kommunikation wesentlich schneller und effektiver im Unternehmen praktiziert.
  • Für Expertise sorgen. Bilden Sie Ihre Untergebenen für die neuen Anforderungen aus. Und zwar nicht nur einmal im Jahr im Rahmen eines Seminars. Nutzen Sie Hilfen wie zum Beispiel E-Learning, um den Takt zu beschleunigen. Insbesondere zu Beginn wird der Bedarf an Schulungen groß sein.
  • Entscheidungen treffen. Digital Leadership enthebt Sie nicht von Ihrer nach wie vor wichtigsten Aufgabe: Führen. Setzen Sie Beschlüsse auf Basis Ihres eigenen Wissens um. Aber nutzen Sie auch die Kenntnisse in Ihrem Team. Und natürlich digitale Analysewerkzeuge.
  • Die Richtung vorgeben. Der digitale Wandel selbst unterliegt vielen Veränderungen. Da müssen Sie am Ball bleiben und sich selbst über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Vergessen Sie auch hier nicht, die Erfahrung Ihrer Mitarbeiter als Informationsquelle anzuzapfen. So gelingt es Ihnen am besten, Orientierung zu bekommen – und zu geben.

Behalten Sie das große Ziel im Auge

Um all das zu schaffen, müssen Sie nicht gerade zum Chief Digital Officer (CDO) mutieren, schaden kann es aber auch nicht. Zumindest brauchen Sie für Digital Leadership ein gewisses Maß an Sachverstand. Und was fangen Sie damit an?  Nun, Sie wirken im Großen und im Ganzen. Je nach Umfang Ihres Unternehmens kümmern Sie sich nicht in erster Linie um technische oder organisatorische Einzelheiten, sondern legen die Leitlinien der digitalen Transformation fest.

  • Nutzen Sie Ihren Einfluss und Ihr Ansehen, um die notwendigen Neuerungen anzuschieben. Unter Umständen leisten Sie Überzeugungsarbeit nicht nur "unten", sondern auch  "oben" in Vorstand und/oder Aufsichtsrat.
  • Verbinden Sie die digitale Transformation mit konkreten operativen Geschäftszielen.
  • Fokussieren Sie sich auf das Thema und ziehen Sie den Wandel in einem vernünftigen Zeitfenster durch. Beispielsweise in zwei bis fünf Jahren.

Digital Leadership Etappe für Etappe

Was ist in dieser Spanne im Sinne von Digital Lieadership zu tun? Nach einer Erhebung von Deloitte Digital müssen Sie Ihr Unternehmen durch vier Phasen des digitalen Wandels richtig führen.

  • Phase 1: Sensibilisierung. Hier geht es im weitesten Sinne um eine Standortbestimmung. Dazu veranlassen Sie Analysen zur Aufstellung Ihres Betriebs und der Wettbewerber hinsichtlich der Industrie 4.0. Außerdem klopfen Sie entsprechende aktuelle und angekündigte Technologien auf Relevanz hin ab.
  • Phase 2: Realisierung. Wie gut ist Ihr Unternehmen auf die Herausforderung eingestellt? Aus dieser Bestandsaufnahme heraus entwickeln Sie eine Strategie und leiten deren Verwirklichung ein.
  • Phase 3: Transformation. Checken Sie, wer der Umsetzung der Pläne gewachsen ist. Sind Sie es selbst, einer Ihrer Mitarbeiter oder müssen Sie von außen einen CDO an Bord holen? Auf jeden Fall sind adäquate Organisationsstrukturen zu entwickeln.
  • Phase 4: Konstante Innovation. Richtig führen bedeutet auch, nicht stehenzubleiben. Gerade der digitale Wandel erfordert eine stetige Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Wie können Sie die kontinuierlich gewährleisten? Darauf müssen Sie eine Antwort finden. Zum Beispiel indem Sie einen "Innovation Leader" anheuern oder eng mit geeigneten Partnern zusammenarbeiten.

Weiterführende Links:

  • Eine Studie von Crisp Research hat sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie viele Entscheider als Digital Leader geeignet sind. Das Resultat ist ernüchternd.
  • Zukunftsmodell Industrie 4.0: Unsere Beispiele zeigen, wie der Mittelstand Ressourcen einspart, schnell produziert und ein hohes Qualitätslevel hält – in einem Schritt.
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Digital Leadership: Richtig führen in die Industrie 4.0

Digital Leadership: Das ist eine Aufgabe, die Sie jetzt angehen sollten, wenn Sie mit dem digitalen Wandel Schritt halten wollen. Dazu müssen Sie ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege beschreiten. Einfach wird das nicht, aber wenn Sie dabei richtig führen, lohnt es sich.
Digital Leadership: Richtig führen in die Industrie 4.0 Digital Leadership ist Herausforderung und Notwendigkeit zugleich. (© 2016 marvent/Shutterstock)

Digital Leadership: Alte Zöpfe abschneiden

Eines ist klar: So wie in den vergangenen Jahrzehnten geht es mit der Führung von Unternehmen nicht weiter. Der digitale Wandel verlangt nach neuen Methoden.  Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, das Internet der Dinge, 3D-Druck, Social Networking, universelle Konnektivität und Big Data – das sind nicht nur die Stichworte, sondern auch die Zeichen der Zeit. Diese und viele weitere Begriffe, die vor ein paar Jahren kaum jemand kannte, halten Einzug in die Alltagssprache von Betrieben. Jedenfalls sollten sie das. In den großen genauso wie in den kleinen. Die Konsequenz: Jetzt ist Digital Leadership gefragt!

Doch was ist das? Und vor allem, wie geht das? Zunächst einmal bedeutet es: Richtig führen angesichts der Veränderungen, die jetzt und auch künftig Arbeitswelt und Wertschöpfungsketten betreffen. Als Chef müssen Sie sich den Herausforderungen stellen. Warum auch nicht? Schließlich verspricht die Industrie 4.0 große Chancen. Sie müssen sie nur ergreifen!

Den digitalen Wandel richtig führen

Natürlich – leicht wird das nicht, denn die Anforderungen an Digital Leadership sind nicht ohne. Eine Studie der Strategie- und Transformationsberatung Capgemini Consulting zum Thema sieht sechs zentrale Herausforderungen und Pflichten. Wollen Sie demnach richtig führen, dann müssen Sie:

  • Persönlich für Digital Leadership stehen. Machen Sie sich also für den digitalen Wandel im Unternehmen stark. Und sich selbst fit dafür. Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander, eignen Sie sich Sachverstand an. Stellen Sie alle relevanten Abläufe im Betrieb infrage.
  • Feedback geben. Nehmen Sie Ihre Belegschaft mit auf die digitale Reise. Motivieren Sie mit Lob für geleistete Arbeit, die zum gewählten Ziel führt. Denn auch wenn viele Aufgaben künftig eher einen virtuellen Charakter annehmen werden, so bleibt eines doch gleich: das Bedürfnis der Mitarbeiter nach Feedback.
  • Die Kommunikation fördern. Der Austausch von Informationen geschieht immer öfter (ausschließlich) auf digitalem Weg. Wenn Sie richtig führen wollen, dann sollten auch Sie sich darauf einlassen. Nutzen Sie also entsprechende Tools selbst. Das animiert beziehungsweise zwingt Ihre Belegschaft, es Ihnen gleichzutun. So wird die moderne Form der Kommunikation wesentlich schneller und effektiver im Unternehmen praktiziert.
  • Für Expertise sorgen. Bilden Sie Ihre Untergebenen für die neuen Anforderungen aus. Und zwar nicht nur einmal im Jahr im Rahmen eines Seminars. Nutzen Sie Hilfen wie zum Beispiel E-Learning, um den Takt zu beschleunigen. Insbesondere zu Beginn wird der Bedarf an Schulungen groß sein.
  • Entscheidungen treffen. Digital Leadership enthebt Sie nicht von Ihrer nach wie vor wichtigsten Aufgabe: Führen. Setzen Sie Beschlüsse auf Basis Ihres eigenen Wissens um. Aber nutzen Sie auch die Kenntnisse in Ihrem Team. Und natürlich digitale Analysewerkzeuge.
  • Die Richtung vorgeben. Der digitale Wandel selbst unterliegt vielen Veränderungen. Da müssen Sie am Ball bleiben und sich selbst über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Vergessen Sie auch hier nicht, die Erfahrung Ihrer Mitarbeiter als Informationsquelle anzuzapfen. So gelingt es Ihnen am besten, Orientierung zu bekommen – und zu geben.

Behalten Sie das große Ziel im Auge

Um all das zu schaffen, müssen Sie nicht gerade zum Chief Digital Officer (CDO) mutieren, schaden kann es aber auch nicht. Zumindest brauchen Sie für Digital Leadership ein gewisses Maß an Sachverstand. Und was fangen Sie damit an?  Nun, Sie wirken im Großen und im Ganzen. Je nach Umfang Ihres Unternehmens kümmern Sie sich nicht in erster Linie um technische oder organisatorische Einzelheiten, sondern legen die Leitlinien der digitalen Transformation fest.

  • Nutzen Sie Ihren Einfluss und Ihr Ansehen, um die notwendigen Neuerungen anzuschieben. Unter Umständen leisten Sie Überzeugungsarbeit nicht nur "unten", sondern auch  "oben" in Vorstand und/oder Aufsichtsrat.
  • Verbinden Sie die digitale Transformation mit konkreten operativen Geschäftszielen.
  • Fokussieren Sie sich auf das Thema und ziehen Sie den Wandel in einem vernünftigen Zeitfenster durch. Beispielsweise in zwei bis fünf Jahren.

Digital Leadership Etappe für Etappe

Was ist in dieser Spanne im Sinne von Digital Lieadership zu tun? Nach einer Erhebung von Deloitte Digital müssen Sie Ihr Unternehmen durch vier Phasen des digitalen Wandels richtig führen.

  • Phase 1: Sensibilisierung. Hier geht es im weitesten Sinne um eine Standortbestimmung. Dazu veranlassen Sie Analysen zur Aufstellung Ihres Betriebs und der Wettbewerber hinsichtlich der Industrie 4.0. Außerdem klopfen Sie entsprechende aktuelle und angekündigte Technologien auf Relevanz hin ab.
  • Phase 2: Realisierung. Wie gut ist Ihr Unternehmen auf die Herausforderung eingestellt? Aus dieser Bestandsaufnahme heraus entwickeln Sie eine Strategie und leiten deren Verwirklichung ein.
  • Phase 3: Transformation. Checken Sie, wer der Umsetzung der Pläne gewachsen ist. Sind Sie es selbst, einer Ihrer Mitarbeiter oder müssen Sie von außen einen CDO an Bord holen? Auf jeden Fall sind adäquate Organisationsstrukturen zu entwickeln.
  • Phase 4: Konstante Innovation. Richtig führen bedeutet auch, nicht stehenzubleiben. Gerade der digitale Wandel erfordert eine stetige Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Wie können Sie die kontinuierlich gewährleisten? Darauf müssen Sie eine Antwort finden. Zum Beispiel indem Sie einen "Innovation Leader" anheuern oder eng mit geeigneten Partnern zusammenarbeiten.

Weiterführende Links:

  • Eine Studie von Crisp Research hat sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie viele Entscheider als Digital Leader geeignet sind. Das Resultat ist ernüchternd.
  • Zukunftsmodell Industrie 4.0: Unsere Beispiele zeigen, wie der Mittelstand Ressourcen einspart, schnell produziert und ein hohes Qualitätslevel hält – in einem Schritt.
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