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DIW-Studie: Jeder dritte Mitarbeiter wünscht sich Homeoffice

Zuhause ist es am schönsten! Das finden offensichtlich auch viele Mitarbeiter, denn sie würden am liebsten im Homeoffice arbeiten. Bis jetzt hat nur jeder Zehnte das Glück. Damit hinkt Deutschland anderen europäischen Ländern hinterher.
DIW-Studie: Jeder dritte Mitarbeiter wünscht sich Homeoffice Mitarbeiter im Homeoffice sind zufriedener als ihre Kollegen. (© 2016 Kzenon/Shutterstock)

Nur zwölf Prozent im Homeoffice tätig

Derzeit arbeiten nur zwölf Prozent der abhängig Beschäftigten zum größten Teil oder teilweise im Homeoffice. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). In vielen Betrieben ist eine dauernde Präsenz nicht zwingend erforderlich, so die Einschätzung der befragten Beschäftigten. Obwohl Viele gerne öfter von zu Hause arbeiten würden, scheitert der Wunsch in der Regel an den Arbeitgebern.

Personalverantwortliche halten starr an der Präsenzpflicht fest und übersehen dabei das Potential, das in der Heimarbeit liegt, meint DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke auf "haufe.de". Brenkes Vorschlag:

"Die Arbeitgeber sollten umdenken und die Leistung eines Mitarbeiters nicht nach Anwesenheit, sondern nach Output messen."

Beschäftigte im Homeoffice sind zufriedener

Dass sich Homeoffice zum Vorteil für Chefs entwickeln kann, zeigt sich auch anhand der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Laut der Studie sind nämlich Beschäftigte, die von zu Hause arbeiten, glücklicher als ihre Kollegen im Büro – und das obwohl ihnen Überstunden im Heimbüro nur teilweise oder gar nicht entlohnt werden. Und bekanntlich wirkt sich das positive Empfinden gut auf die Produktivität aus. Am wenigsten zufrieden sind jene Mitarbeiter, die gerne ihre Arbeit von zu Hause erledigen würden, aber zur Präsenz am Arbeitsplatz verdonnert sind.

Heimarbeit ist derzeit vor allem in Dienstleistungsbranchen und Großunternehmen verbreitet. Allerdings nicht bei Versicherungen, in Banken oder im öffentlichen Dienst. Nach Einschätzung der Befragten ist dort Homeoffice zwar möglich, aber kaum verbreitet.

Im Vergleich zu Frankreich, dem Vereinigten Königreich oder Skandinavien liegt Deutschland beim Anteil der Heimarbeiter unter dem EU-Durchschnitt.

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DIW-Studie: Jeder dritte Mitarbeiter wünscht sich Homeoffice Mitarbeiter im Homeoffice sind zufriedener als ihre Kollegen. (© 2016 Kzenon/Shutterstock)

Nur zwölf Prozent im Homeoffice tätig

Derzeit arbeiten nur zwölf Prozent der abhängig Beschäftigten zum größten Teil oder teilweise im Homeoffice. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). In vielen Betrieben ist eine dauernde Präsenz nicht zwingend erforderlich, so die Einschätzung der befragten Beschäftigten. Obwohl Viele gerne öfter von zu Hause arbeiten würden, scheitert der Wunsch in der Regel an den Arbeitgebern.

Personalverantwortliche halten starr an der Präsenzpflicht fest und übersehen dabei das Potential, das in der Heimarbeit liegt, meint DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke auf "haufe.de". Brenkes Vorschlag:

"Die Arbeitgeber sollten umdenken und die Leistung eines Mitarbeiters nicht nach Anwesenheit, sondern nach Output messen."

Beschäftigte im Homeoffice sind zufriedener

Dass sich Homeoffice zum Vorteil für Chefs entwickeln kann, zeigt sich auch anhand der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Laut der Studie sind nämlich Beschäftigte, die von zu Hause arbeiten, glücklicher als ihre Kollegen im Büro – und das obwohl ihnen Überstunden im Heimbüro nur teilweise oder gar nicht entlohnt werden. Und bekanntlich wirkt sich das positive Empfinden gut auf die Produktivität aus. Am wenigsten zufrieden sind jene Mitarbeiter, die gerne ihre Arbeit von zu Hause erledigen würden, aber zur Präsenz am Arbeitsplatz verdonnert sind.

Heimarbeit ist derzeit vor allem in Dienstleistungsbranchen und Großunternehmen verbreitet. Allerdings nicht bei Versicherungen, in Banken oder im öffentlichen Dienst. Nach Einschätzung der Befragten ist dort Homeoffice zwar möglich, aber kaum verbreitet.

Im Vergleich zu Frankreich, dem Vereinigten Königreich oder Skandinavien liegt Deutschland beim Anteil der Heimarbeiter unter dem EU-Durchschnitt.

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