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Elternzeit und Co.: Soziale Leistungen im EU-Vergleich

Wo finden junge Eltern die größte Unterstützung? Wer hat am meisten Urlaub? Und welcher Staat kümmert sich am besten um seine Arbeitslosen? Antworten darauf gibt ein Vergleich von 14 EU-Ländern. Deutschland ist darin nur in einem Fall top.
Elternzeit und Co.: Soziale Leistungen im EU-Vergleich Elternzeit, Mutterschaftsurlaub oder Arbeitslosengeld: Soziale Leistungen von 14 EU-Ländern im Vergleich. (© 2016 Lisa S./Shutterstock)

Soziale Leistungen: Deutschland ist bei Elternzeit Spitze

Welches europäische Land gewährt seinen Arbeitnehmern besonders gute gesetzliche Ansprüche? Das wollte Glassdoor Economic Research wissen und hat gemeinsam mit Llewellyn Consulting eine Studie zum Thema auf die Beine gestellt. Dabei war schon vorher klar, dass soziale Leistungen in der Alten Welt einen größeren Stellenwert haben als zum Beispiel in den USA. Aber auch in der EU gibt es Unterschiede. Und in dem Vergleich schneidet Deutschland nicht besonders gut ab. Ausnahme Elternzeit. In dieser Hinsicht zeigt sich die Bundesrepublik besonders großzügig. Hier dürfen Mütter und Väter bis zu drei Jahre eine Pause vom Job machen, für ein Jahr sogar mit zwei Drittel ihres Lohns. Das gibt es in der EU sonst nirgendwo.

Beim Mutterschutz hingegen gibt es in Deutschland nicht mehr, als die europäische Mindestvorgabe verlangt: 14 Wochen. Das aber immerhin ohne Einbußen im Gehalt. In Irland beispielsweise ist die Situation anders. Dort gibt es nur 230 Euro pro Woche. Und während Vaterschaftsurlaub hierzulande ein Fremdwort ist, bekommen davon finnische Erzeuger von Nachwuchs 45 Tage.

Spanier haben die meisten freien Tage

Soziale Leistungen spielen auch hinsichtlich des gesetzlichen Mindestanspruchs für Jahresurlaub und Feiertage eine Rolle. Rechnet man beides zusammen, so dürfen sich die Spanier am häufigsten über eine Auszeit freuen. Sie kommen auf 36 arbeitsfreie Tage (22 Urlaubstage und 14 Feiertage). Die Schweden haben mit 25 Tagen beim bezahlten Jahresurlaub die Nase vorn. Für Deutsche liegt hier die Mindestgrenze bei 20 Tagen (plus – je nach Bundesland – bis zu neun Feiertage). Im Vergleich der 14 EU-Länder reicht das nur für Platz elf.

Und wenn der Job weg ist? Auch für Arbeitslose ist Deutschland nicht gerade ein Traumland, wenn es um soziale Leistungen geht. Zwar gibt es hier mit dem Arbeitslosengeld I für zwei Jahre 60 Prozent vom letzten Gehalt. Dänemark aber unterstützt Betroffene mit 90 Prozent und das ebenfalls über zwei Jahre. Überhaupt hat unser nördlicher Nachbar die insgesamt großzügigsten gesetzlichen Bedingungen für seine Arbeitnehmer geschaffen. Auch Frankreich und Spanien gewähren bessere soziale Leistungen als Deutschland, das unterm Strich auf Platz elf im EU-Vergleich landet.

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Elternzeit und Co.: Soziale Leistungen im EU-Vergleich Elternzeit, Mutterschaftsurlaub oder Arbeitslosengeld: Soziale Leistungen von 14 EU-Ländern im Vergleich. (© 2016 Lisa S./Shutterstock)

Soziale Leistungen: Deutschland ist bei Elternzeit Spitze

Welches europäische Land gewährt seinen Arbeitnehmern besonders gute gesetzliche Ansprüche? Das wollte Glassdoor Economic Research wissen und hat gemeinsam mit Llewellyn Consulting eine Studie zum Thema auf die Beine gestellt. Dabei war schon vorher klar, dass soziale Leistungen in der Alten Welt einen größeren Stellenwert haben als zum Beispiel in den USA. Aber auch in der EU gibt es Unterschiede. Und in dem Vergleich schneidet Deutschland nicht besonders gut ab. Ausnahme Elternzeit. In dieser Hinsicht zeigt sich die Bundesrepublik besonders großzügig. Hier dürfen Mütter und Väter bis zu drei Jahre eine Pause vom Job machen, für ein Jahr sogar mit zwei Drittel ihres Lohns. Das gibt es in der EU sonst nirgendwo.

Beim Mutterschutz hingegen gibt es in Deutschland nicht mehr, als die europäische Mindestvorgabe verlangt: 14 Wochen. Das aber immerhin ohne Einbußen im Gehalt. In Irland beispielsweise ist die Situation anders. Dort gibt es nur 230 Euro pro Woche. Und während Vaterschaftsurlaub hierzulande ein Fremdwort ist, bekommen davon finnische Erzeuger von Nachwuchs 45 Tage.

Spanier haben die meisten freien Tage

Soziale Leistungen spielen auch hinsichtlich des gesetzlichen Mindestanspruchs für Jahresurlaub und Feiertage eine Rolle. Rechnet man beides zusammen, so dürfen sich die Spanier am häufigsten über eine Auszeit freuen. Sie kommen auf 36 arbeitsfreie Tage (22 Urlaubstage und 14 Feiertage). Die Schweden haben mit 25 Tagen beim bezahlten Jahresurlaub die Nase vorn. Für Deutsche liegt hier die Mindestgrenze bei 20 Tagen (plus – je nach Bundesland – bis zu neun Feiertage). Im Vergleich der 14 EU-Länder reicht das nur für Platz elf.

Und wenn der Job weg ist? Auch für Arbeitslose ist Deutschland nicht gerade ein Traumland, wenn es um soziale Leistungen geht. Zwar gibt es hier mit dem Arbeitslosengeld I für zwei Jahre 60 Prozent vom letzten Gehalt. Dänemark aber unterstützt Betroffene mit 90 Prozent und das ebenfalls über zwei Jahre. Überhaupt hat unser nördlicher Nachbar die insgesamt großzügigsten gesetzlichen Bedingungen für seine Arbeitnehmer geschaffen. Auch Frankreich und Spanien gewähren bessere soziale Leistungen als Deutschland, das unterm Strich auf Platz elf im EU-Vergleich landet.

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