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Fehlerkultur: Wie Unternehmen aus Fehlern lernen

Ob im Privat- oder Berufsleben – Fehler will jeder vermeiden. Dabei können Sie aus diesen gestärkt hervorgehen. Eine gute Fehlerkultur im Unternehmen ist daher wichtig. Denn eines steht fest: Ob Sie wollen oder nicht: Niemand ist vor Patzern gefeit.
Fehlerkultur wie Unternehmen aus Fehlern lernen Die gegenseitige Unterstützung ist essentiell für eine moderne Fehlerkultur. (© 2016 Love the wind/Shutterstock)

Unternehmensgründungen scheitern an mangelnder Fehlerkultur

Fehlerkultur – der Begriff erscheint paradox. Sollen Fehler etwa gepflegt werden? Nein, damit ist natürlich nicht gemeint, dass Sie und Ihre Mitarbeiter mehr davon machen sollen. Vielmehr geht es um Ihren Umgang mit Fehlern. Dass sie passieren ist klar. Viele reagieren darauf ärgerlich. Das ist zwar menschlich, aber nicht sonderlich hilfreich. Denn wer auf Missgeschicke mit Wut reagiert, der bewirkt nicht selten, dass dem vermeintlichen Übeltäter Weitere unterlaufen.

Überhaupt ist die Einstellung zu Fehlern in unserer Gesellschaft verbesserungswürdig. Beispiel Unternehmensgründungen. Immer weniger Menschen scheuen diesen Schritt aus Angst vor dem Risiko des Scheiterns, des Fehlermachens. Doch eine Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen, verlangt nach Mut, dem Willen (durchdachte) Entscheidungen zu treffen – und mehr Toleranz, wenn sie sich als Fehler herausstellt. Diese Einstellung entspricht auch dem digitalen Zeitgeist.

Nachfolgend geben wir konkrete Tipps, wie Sie die Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen verbessern.

Tipp 1: Fehler akzeptieren lernen

Fehler sind menschlich – auch im Job. Sie lassen sich selbst bei größter Sorgfalt nicht vermeiden. Das unterscheidet Menschen von Maschinen. Das soll kein Freifahrtschein fürs Fehlermachen sein. Allerdings sollte es auch krampfhaft vermieden werden. Wie oben beschrieben führt nämlich genau diese Einstellung häufig zu noch mehr Fehlern oder deren Vertuschung aus Angst vor Sanktionen. Die "Schreckensherrschaft" eines autoritären Chefs ist dafür oft der Grund. So geht's richtig: Fördern Sie die Fähigkeit, konstruktiv mit Fehlern umzugehen.

Tipp 2: Fehlerkultur auf gesamten Betrieb ausweiten

Der offene Umgang mit Fehlern sollte vom Management vorgelebt werden. Ob Abteilungsleiter oder Geschäftsführer, für jeden gilt das sanktionsfreie Prinzip. Der positive Effekt: Wenn Mitarbeiter sehen, wie Führungskräfte mit Missgeschicken umgehen, trauen sie sich, eigene Fehler gegenüber Vorgesetzten und Kollegen anzusprechen. Und noch eine Sache ist entscheidend: Die Art, wie Sie dabei kommunizieren. Bleiben Sie stets sachlich und bei den Fakten. Emotionen oder Vorwürfe sind in der Fehlerkommunikation fehl am Platz.

Tipp 3: Fehler vorbeugen

Wenn Sie bei Entscheidungen oder in bestimmten Situationen unsicher sind, dann hilft oft ein Perspektivwechsel weiter. Holen Sie also im Zweifel die Meinung mehrer Kollegen ein. Das sollten Sie auch Ihren Untergebenen empfehlen.

Tipp 4: Gemeinsam Fehler untersuchen

Aus Fehlern lernen Sie und Ihre Mitarbeiter am besten, indem Sie Ursachenforschung betreiben – und das möglichst gemeinsam. Besprechen Sie, was schief gelaufen ist, woran es gehapert hat. So finden Sie heraus, wie Sie schon gemachte Fehler künftig vermeiden.

Natürlich gelingt die kulturelle Umstellung nicht von jetzt auf gleich. Wenn Sie eine gute Fehlerkultur vorleben, dann bewirken Sie schon viel. Trauen Sie sich einfach. Eine weitere Möglichkeit ist, Schulungen zum offenen Umgang mit Fehlern anzubieten.

Weiterführende Links:

  • Mit dem Thema Fehlerkultur haben sich auch die Autoren der Webseite "Die Umsetzungsberatung" eingehend beschäftigt – mit interessanten Ergebnissen.
  • Warum Startups häufig scheitern, erklären wir in unserem Beitrag "Unternehmensgründung: Die 7 häufigsten Fehler".
  • Mit einem schlechten Führungsstil vergraulen Sie womöglich gute Mitarbeiter. Wir haben die 5 schlimmsten Fehler von Chefs für Sie zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie Sie diese in echte Stärken ummünzen.
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Ob im Privat- oder Berufsleben – Fehler will jeder vermeiden. Dabei können Sie aus diesen gestärkt hervorgehen. Eine gute Fehlerkultur im Unternehmen ist daher wichtig. Denn eines steht fest: Ob Sie wollen oder nicht: Niemand ist vor Patzern gefeit.
Fehlerkultur wie Unternehmen aus Fehlern lernen Die gegenseitige Unterstützung ist essentiell für eine moderne Fehlerkultur. (© 2016 Love the wind/Shutterstock)

Unternehmensgründungen scheitern an mangelnder Fehlerkultur

Fehlerkultur – der Begriff erscheint paradox. Sollen Fehler etwa gepflegt werden? Nein, damit ist natürlich nicht gemeint, dass Sie und Ihre Mitarbeiter mehr davon machen sollen. Vielmehr geht es um Ihren Umgang mit Fehlern. Dass sie passieren ist klar. Viele reagieren darauf ärgerlich. Das ist zwar menschlich, aber nicht sonderlich hilfreich. Denn wer auf Missgeschicke mit Wut reagiert, der bewirkt nicht selten, dass dem vermeintlichen Übeltäter Weitere unterlaufen.

Überhaupt ist die Einstellung zu Fehlern in unserer Gesellschaft verbesserungswürdig. Beispiel Unternehmensgründungen. Immer weniger Menschen scheuen diesen Schritt aus Angst vor dem Risiko des Scheiterns, des Fehlermachens. Doch eine Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen, verlangt nach Mut, dem Willen (durchdachte) Entscheidungen zu treffen – und mehr Toleranz, wenn sie sich als Fehler herausstellt. Diese Einstellung entspricht auch dem digitalen Zeitgeist.

Nachfolgend geben wir konkrete Tipps, wie Sie die Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen verbessern.

Tipp 1: Fehler akzeptieren lernen

Fehler sind menschlich – auch im Job. Sie lassen sich selbst bei größter Sorgfalt nicht vermeiden. Das unterscheidet Menschen von Maschinen. Das soll kein Freifahrtschein fürs Fehlermachen sein. Allerdings sollte es auch krampfhaft vermieden werden. Wie oben beschrieben führt nämlich genau diese Einstellung häufig zu noch mehr Fehlern oder deren Vertuschung aus Angst vor Sanktionen. Die "Schreckensherrschaft" eines autoritären Chefs ist dafür oft der Grund. So geht's richtig: Fördern Sie die Fähigkeit, konstruktiv mit Fehlern umzugehen.

Tipp 2: Fehlerkultur auf gesamten Betrieb ausweiten

Der offene Umgang mit Fehlern sollte vom Management vorgelebt werden. Ob Abteilungsleiter oder Geschäftsführer, für jeden gilt das sanktionsfreie Prinzip. Der positive Effekt: Wenn Mitarbeiter sehen, wie Führungskräfte mit Missgeschicken umgehen, trauen sie sich, eigene Fehler gegenüber Vorgesetzten und Kollegen anzusprechen. Und noch eine Sache ist entscheidend: Die Art, wie Sie dabei kommunizieren. Bleiben Sie stets sachlich und bei den Fakten. Emotionen oder Vorwürfe sind in der Fehlerkommunikation fehl am Platz.

Tipp 3: Fehler vorbeugen

Wenn Sie bei Entscheidungen oder in bestimmten Situationen unsicher sind, dann hilft oft ein Perspektivwechsel weiter. Holen Sie also im Zweifel die Meinung mehrer Kollegen ein. Das sollten Sie auch Ihren Untergebenen empfehlen.

Tipp 4: Gemeinsam Fehler untersuchen

Aus Fehlern lernen Sie und Ihre Mitarbeiter am besten, indem Sie Ursachenforschung betreiben – und das möglichst gemeinsam. Besprechen Sie, was schief gelaufen ist, woran es gehapert hat. So finden Sie heraus, wie Sie schon gemachte Fehler künftig vermeiden.

Natürlich gelingt die kulturelle Umstellung nicht von jetzt auf gleich. Wenn Sie eine gute Fehlerkultur vorleben, dann bewirken Sie schon viel. Trauen Sie sich einfach. Eine weitere Möglichkeit ist, Schulungen zum offenen Umgang mit Fehlern anzubieten.

Weiterführende Links:

  • Mit dem Thema Fehlerkultur haben sich auch die Autoren der Webseite "Die Umsetzungsberatung" eingehend beschäftigt – mit interessanten Ergebnissen.
  • Warum Startups häufig scheitern, erklären wir in unserem Beitrag "Unternehmensgründung: Die 7 häufigsten Fehler".
  • Mit einem schlechten Führungsstil vergraulen Sie womöglich gute Mitarbeiter. Wir haben die 5 schlimmsten Fehler von Chefs für Sie zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie Sie diese in echte Stärken ummünzen.
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