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"Frauen an die Macht": Diskriminierung in Stellenanzeige?

"Frauen an die Macht" – mit dieser Überschrift in einer Stellenanzeige suchte ein Autohaus gezielt nach einer weiblichen Angestellten. Das empfand ein Mann als Diskriminierung und zog vor Gericht. Das Arbeitsgericht Köln lehnte die Entschädigungsklage jedoch ab.
"Frauen an die Macht": Diskriminierung in Stellenanzeige? Ist eine gezielt an Frauen gerichtete Stellenanzeige eine Diskriminerung? Nicht in jedem Fall urteilte das Arbeitsgericht Köln. (© 2016 ArTono/Shutterstock)

Text in Stellenanzeige eine Diskriminierung?

Der Kläger empfand die konkret an Frauen gerichtete Stellenanzeige als Benachteiligung. Der veröffentlichte Text lautete: "Zur weiteren Verstärkung unseres Verkaufsteams suchen wir eine selbstbewusste, engagierte und erfolgshungrige Verkäuferin." Wie vom Arbeitgeber erwünscht, stellte das Autohaus eine Verkäuferin ein. Daraufhin wollte der Mann eine Entschädigung geltend machen.

Urteil: Benachteiligung ist ausnahmsweise zulässig

Das Gericht gab dem Mann zwar recht, jedoch sei der Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot in diesem konkreten Fall zulässig. Die Begründung: Der Arbeitgeber des Autohauses wollte seinen Kunden Verkäufer beider Geschlechter zur Verfügung stellen. Bis zu dem Zeitpunkt der Stellenanzeige beschäftigte er nämlich ausschließlich männliche Verkaufsberater. Einige Kunden hatten jedoch ausdrücklich nach Verkäuferinnen gefragt. Grund genug für das Arbeitsgericht Köln zugunsten des Beklagten zu urteilen (Az. 9 Ca 4843/15).

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"Frauen an die Macht": Diskriminierung in Stellenanzeige? Ist eine gezielt an Frauen gerichtete Stellenanzeige eine Diskriminerung? Nicht in jedem Fall urteilte das Arbeitsgericht Köln. (© 2016 ArTono/Shutterstock)

Text in Stellenanzeige eine Diskriminierung?

Der Kläger empfand die konkret an Frauen gerichtete Stellenanzeige als Benachteiligung. Der veröffentlichte Text lautete: "Zur weiteren Verstärkung unseres Verkaufsteams suchen wir eine selbstbewusste, engagierte und erfolgshungrige Verkäuferin." Wie vom Arbeitgeber erwünscht, stellte das Autohaus eine Verkäuferin ein. Daraufhin wollte der Mann eine Entschädigung geltend machen.

Urteil: Benachteiligung ist ausnahmsweise zulässig

Das Gericht gab dem Mann zwar recht, jedoch sei der Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot in diesem konkreten Fall zulässig. Die Begründung: Der Arbeitgeber des Autohauses wollte seinen Kunden Verkäufer beider Geschlechter zur Verfügung stellen. Bis zu dem Zeitpunkt der Stellenanzeige beschäftigte er nämlich ausschließlich männliche Verkaufsberater. Einige Kunden hatten jedoch ausdrücklich nach Verkäuferinnen gefragt. Grund genug für das Arbeitsgericht Köln zugunsten des Beklagten zu urteilen (Az. 9 Ca 4843/15).

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