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Frauen in Führungspositionen: Unternehmen formulieren Ziele

Mehr Frauen in Führungspositionen! Medial und im politischen Umfeld kursiert diese Botschaft schon seit einiger Zeit. Doch ist sie auch in der Realität angekommen? Offenbar ja. Das brachte die Kienbaum-Studie zu Corporate-Governance-Trends zum Vorschein.
Frauen in Führungspositionen: Unternehmen formulieren Ziele Frauen in Führungspositionen könnten schon bald häufiger anzutreffen sein. (© 2016 Piotr Marcinski/Shutterstock)

Studie zeigt: Immer mehr Frauen in Führungspositionen

Seit dem 1. Januar 2016 gelten die gesetzlichen Bestimmungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen. Demnach sollen Unternehmen eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und Führungspositionen definieren, heißt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Viele der Unternehmen, die von den gesetzlichen Regelungen betroffen sind, strukturieren nun um. Das ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum, für die 88 Unternehmen befragt wurden.

  • So haben drei von vier der befragten Unternehmen bereits Zielgrößen formuliert, um den Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen.
  • Die Frauenquote im Aufsichtsrat haben 83 Prozent der befragten Firmen neu bestimmt.
  • Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands haben sich 70 beziehungsweise 60 Prozent der Unternehmen zum Thema positioniert. Weitere 20 bis 30 Prozent waren mit der Planung der Zielgrößenformulierung beschäftigt, konnten zum Befragungszeitpunkt im Oktober allerdings noch keine klaren Angaben machen.

Teilweise deutliche Verbesserungen erkennbar

Fest steht, dass die Zielgrößen im Schnitt deutlich über den aktuellen Frauenanteilen liegen, wie die Kienbaum-Studie zeigt.

  • In den Aufsichtsräten beträgt die derzeitige Frauenquote der befragten Unternehmen rund 22 Prozent. Die Zielgrößen sehen durchschnittlich einen Wert von 24 Prozent vor.
  • Im Vorstand ist der Sprung noch deutlicher: Von aktuell 6,5 Prozent soll der Frauenanteil auf rund zwölf Prozent steigen.
  • Auch auf der ersten und zweiten Führungsebene soll es weiblicher werden: Von derzeit 15 beziehungsweise 19 Prozent, soll der Frauenanteil dort auf 19 beziehungsweise 24 Prozent steigen.

Anne von Fallois, Co-Leiterin des Kienbaum Female Desk, ist optimistisch, was das Thema 'Frauen in Führungspositionen' anbelangt:

„Die Studie bestätigt unseren Eindruck, dass die meisten Unternehmen auf die gesetzlichen Vorgaben reagieren und sich zum Teil auch ambitionierte Ziele setzen.“

Weiterführende Links:

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Frauen in Führungspositionen: Unternehmen formulieren Ziele Frauen in Führungspositionen könnten schon bald häufiger anzutreffen sein. (© 2016 Piotr Marcinski/Shutterstock)

Studie zeigt: Immer mehr Frauen in Führungspositionen

Seit dem 1. Januar 2016 gelten die gesetzlichen Bestimmungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen. Demnach sollen Unternehmen eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und Führungspositionen definieren, heißt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Viele der Unternehmen, die von den gesetzlichen Regelungen betroffen sind, strukturieren nun um. Das ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum, für die 88 Unternehmen befragt wurden.

  • So haben drei von vier der befragten Unternehmen bereits Zielgrößen formuliert, um den Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen.
  • Die Frauenquote im Aufsichtsrat haben 83 Prozent der befragten Firmen neu bestimmt.
  • Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands haben sich 70 beziehungsweise 60 Prozent der Unternehmen zum Thema positioniert. Weitere 20 bis 30 Prozent waren mit der Planung der Zielgrößenformulierung beschäftigt, konnten zum Befragungszeitpunkt im Oktober allerdings noch keine klaren Angaben machen.

Teilweise deutliche Verbesserungen erkennbar

Fest steht, dass die Zielgrößen im Schnitt deutlich über den aktuellen Frauenanteilen liegen, wie die Kienbaum-Studie zeigt.

  • In den Aufsichtsräten beträgt die derzeitige Frauenquote der befragten Unternehmen rund 22 Prozent. Die Zielgrößen sehen durchschnittlich einen Wert von 24 Prozent vor.
  • Im Vorstand ist der Sprung noch deutlicher: Von aktuell 6,5 Prozent soll der Frauenanteil auf rund zwölf Prozent steigen.
  • Auch auf der ersten und zweiten Führungsebene soll es weiblicher werden: Von derzeit 15 beziehungsweise 19 Prozent, soll der Frauenanteil dort auf 19 beziehungsweise 24 Prozent steigen.

Anne von Fallois, Co-Leiterin des Kienbaum Female Desk, ist optimistisch, was das Thema 'Frauen in Führungspositionen' anbelangt:

„Die Studie bestätigt unseren Eindruck, dass die meisten Unternehmen auf die gesetzlichen Vorgaben reagieren und sich zum Teil auch ambitionierte Ziele setzen.“

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