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Führungsstil: Arbeitnehmer wollen Coach als Chef

Eine helfende Hand – die erwarten viele Beschäftigte von ihren Chefs. Konkret wünschen sie sich einen Führungsstil mit gezielter Förderung und sinnvollem Delegieren. Doch so ein fürsorglicher und effektiver Coach ist in deutschen Unternehmen noch Mangelware.
Führungsstil: Arbeitnehmer wollen Coach als Chef Ein guter Chef zieht seine Mitarbeiter mit. Das jedenfalls wünschen sich viele Untergebene von ihren Vorgesetzten. (© 2016 crazymedia007/Shutterstock)

Autoritärer Führungsstil: Ineffektiv, aber weit verbreitet

Fast die Hälfte, nämlich 46 Prozent, der Beschäftigten in Deutschland wünschen sich einen Chef, der sie individuell fördert und Aufgaben sinnvoll verteilt. Das haben die Personalberater der Rochus-Mummert-Gruppe  unter den 1.000 Teilnehmern an der repräsentativen Studie "Emotionale Führung am Arbeitsplatz" ermittelt. Dabei wurde auch klar: Wunsch und Wirklichkeit klaffen noch weit auseinander. Denn ihren präferierten Führungsstil erleben nur 23 Prozent der Befragten in ihrem beruflichen Alltag. Stattdessen herrscht in einem Viertel der Unternehmen eher Kasernenton. Gut finden das nur drei Prozent. Der Rest will mit autoritären Führungskräften nichts zu tun haben. Offenbar zurecht. Dr. Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe, sagt dazu:

"Der befehlende, von den meisten Mitarbeitern abgelehnte Führungsstil ist noch immer traurige Realität in vielen Büros und Werkhallen. Langfristig werden die unter Befehls- oder
Ergebnisdruck erzielten Effekte allerdings verpuffen."

Kaum besser kommt der dritthäufigste, fordernde Chef weg. Der gibt in 16 Prozent der Fälle das Marschziel vor und treibt sich selbst ohne Rücksicht auf Verluste zu Höchstleistungen an. Und die erwartet er auch von seinen Untergebenen. Allerdings vergeblich. Nur jeder Zehnte hält Selbstausbeutung am Arbeitsplatz für erstrebenswert. Damit landet der fordernde Führungsstil in der Beliebtheitsskala auf dem vorletzten Platz.

Nachhaltige Veränderungen in einem Unternehmen, für die Alle an einem Strang ziehen müssen, sind so nicht zu erreichen. Die Studienautoren empfehlen vielmehr positive Motivation durch coachende Chefs, die ihre Mitarbeiter individuell fördern. So ließe sich das Potenzial des Einzelnen zum Wohle des ganzen Unternehmens optimal nutzen.

Weiterführende Links:

  • Ob autoritär, kooperativ oder laissez-faire: Es gibt viele unterschiedliche Führungsstile, aber nicht alle sind für jedes Unternehmen geeignet.
  • Einen richtig guten Führungsstil zu pflegen, ist gar nicht so einfach. Wir zeigen die fünf häufigsten Fehler von Chefs und verraten, wie Sie diese in echte Stärken ummünzen.
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Führungsstil: Arbeitnehmer wollen Coach als Chef Ein guter Chef zieht seine Mitarbeiter mit. Das jedenfalls wünschen sich viele Untergebene von ihren Vorgesetzten. (© 2016 crazymedia007/Shutterstock)

Autoritärer Führungsstil: Ineffektiv, aber weit verbreitet

Fast die Hälfte, nämlich 46 Prozent, der Beschäftigten in Deutschland wünschen sich einen Chef, der sie individuell fördert und Aufgaben sinnvoll verteilt. Das haben die Personalberater der Rochus-Mummert-Gruppe  unter den 1.000 Teilnehmern an der repräsentativen Studie "Emotionale Führung am Arbeitsplatz" ermittelt. Dabei wurde auch klar: Wunsch und Wirklichkeit klaffen noch weit auseinander. Denn ihren präferierten Führungsstil erleben nur 23 Prozent der Befragten in ihrem beruflichen Alltag. Stattdessen herrscht in einem Viertel der Unternehmen eher Kasernenton. Gut finden das nur drei Prozent. Der Rest will mit autoritären Führungskräften nichts zu tun haben. Offenbar zurecht. Dr. Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe, sagt dazu:

"Der befehlende, von den meisten Mitarbeitern abgelehnte Führungsstil ist noch immer traurige Realität in vielen Büros und Werkhallen. Langfristig werden die unter Befehls- oder
Ergebnisdruck erzielten Effekte allerdings verpuffen."

Kaum besser kommt der dritthäufigste, fordernde Chef weg. Der gibt in 16 Prozent der Fälle das Marschziel vor und treibt sich selbst ohne Rücksicht auf Verluste zu Höchstleistungen an. Und die erwartet er auch von seinen Untergebenen. Allerdings vergeblich. Nur jeder Zehnte hält Selbstausbeutung am Arbeitsplatz für erstrebenswert. Damit landet der fordernde Führungsstil in der Beliebtheitsskala auf dem vorletzten Platz.

Nachhaltige Veränderungen in einem Unternehmen, für die Alle an einem Strang ziehen müssen, sind so nicht zu erreichen. Die Studienautoren empfehlen vielmehr positive Motivation durch coachende Chefs, die ihre Mitarbeiter individuell fördern. So ließe sich das Potenzial des Einzelnen zum Wohle des ganzen Unternehmens optimal nutzen.

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  • Ob autoritär, kooperativ oder laissez-faire: Es gibt viele unterschiedliche Führungsstile, aber nicht alle sind für jedes Unternehmen geeignet.
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