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Hund im Büro: Tipps für eine tierisch gute Zusammenarbeit

Oh wie süß, ein niedlicher Hund im Büro! So oder ähnlich begeistert reagiert nicht jeder Mitarbeiter. Damit sich der Arbeitsplatz nicht in ein tierisches Desaster verwandelt, braucht es klare Regeln. Denn eigentlich haben die Vierbeiner viele Vorteile. Aber nicht für Jeden.
Hunde im Büro sollen Krankenstand senken Der Bundesverband Bürohund e.V. fordert eine einfachere Zulassung von Vierbeinern am Arbeitsplatz. (© 2016 Soloviova Liudmyla/Shutterstock)

Hund im Büro – muss das sein?

Nein. Als Chef dürfen Sie aufgrund Ihrer Weisungsbefugnis darüber entscheiden, ob ein Hund im Büro erlaubt ist. Denn so liebenswert die Vierbeiner in der Regel auch sind: Manche Kollegen fürchten sich so sehr vor ihnen, dass der Arbeitsablauf gestört werden könnte. Andere haben eine Tierallergie. In solchen Fällen können Sie Frauchen oder Herrchen verbieten, den Hund mitzunehmen. Ob Sie dabei ein pauschales Verbot verhängen oder von Fall zu Fall entscheiden, ist allein Ihre Sache. Handelt es sich beispielsweise nur um einen einzelnen tierischen Störenfried, dann müssen Sie nicht gleich alle seine Artgenossen aus dem Büro verbannen.

Generelle Verbote sind in bestimmten Branchen zu empfehlen – beispielsweise in Lebensmittelgeschäften. Dort sind Hygienevorschriften einzuhalten, die mit einem Bürohund nicht vereinbar sind.

Übrigens: Sie können Ihre Entscheidung jederzeit ändern und einen bereits zugelassenen vierbeinigen Kameraden vor die Tür setzen. Dafür muss es aber triftige Gründe geben, wie zum Beispiel ein aggressives Verhalten des Tieres gegenüber Mitarbeitern.

Hunde im Büro sind gut für das Betriebsklima

Hunde im Büro sind – unter artgerechten Umständen – eine gute Idee. Mit dem tierischen Mitarbeiter punkten Sie in viererlei Hinsicht:

  • Gesündere Mitarbeiter. Sind Hunde im Büro, dann sind die Beschäftigten (in der Regel) besser drauf. Wer die Vierbeiner streichelt, senkt beispielsweise seinen Blutdruck. Darüber hinaus lockern die Tiere das Betriebsklima auf, reduzieren den Stress und sorgen für insgesamt zufriedenere Mitarbeiter. All diese Aspekte führen auch zu einem geringeren Burnout-Risiko. Darüber berichtet der "Bundesverband Bürohund e.V."
  • Kosten sparen. Ja, ein Hund im Büro spart Ihnen Geld. Durch geringere Krankenstände etwa, weil Sie seltener auf Personal verzichten müssen. Auch entfallen die Krankenkosten und anderen Kollegen bleibt der Stress durch Mehrbelastung erspart.
  • Mitabeiterbindung. Kollege Hund ist sicher nicht der ausschlaggebende Grund dafür, ob ein Mitarbeiter der Firma treu bleibt. Doch er trägt zu einem insgesamt guten Betriebsklima bei. Ob als Ruhepol oder verspielter Geselle – mit ihm bereitet die Arbeit meist mehr Freude und er bindet den Mitarbeiter ebenso an das Unternehmen wie andere weiche Faktoren.
  • Besseres Image. Was macht Ihre Firma besonders? Wie unterscheiden Sie sich von anderen im "War of Talents"? Hundefreundliche Unternehmen kommen bei Young Professionals gut an und vermitteln ein positives Image.

Regeln für das Miteinander

Mit einem Hund im Büro sind zusätzliche Regeln für ein reibungsloses Miteinander vonnöten. Grundvoraussetzung ist natürlich ein gehorsames Tier. Bellende Vierbeiner, die Kollegen anspringen und jeden Moment nutzen, um zu entweichen, sind Unruhestifter und werden von der Belegschaft kaum toleriert.

Ein braver Hund hingegen wird es einfacher haben, sich zum Firmen-Maskottchen zu mausern. Erklären Sie Ihrer Belegschaft am besten bereits vor seinem ersten "Arbeitstag", wo sich das Tier aufhalten darf. Ist ein bestimmter Raum vorgesehen, sodass Mitarbeiter dem Tier bei Bedarf gut aus dem Weg gehen können? Darf der Hund auch Zugang zum Kundenbereich haben?

Darüber hinaus gilt es, bestimmte Hygienemaßnahmen zu berücksichtigen. So sollten nach einem regnerischen Spaziergang Handtücher zum Abtrocknen vorhanden sein. Klären Sie außerdem, ob der Hund während der Mittagspausen Zutritt zur Küche haben darf beziehungsweise ein grundsätzliches Küchenverbot angebracht ist.

Zum Thema Hundespielzeug: Kleine Spielpausen sind ja schön und gut, doch Plüschtiere und Quietschbälle sollten Herrchen oder Frauchen nach dem Spaß wieder an den dafür vorgesehenen Ort bringen.

Zu guter Letzt: Kranke Hunde, gehören ebenso wie kranke Mitarbeiter nicht ins Büro, sondern nach Hause beziehungsweise zum Tierarzt.

Weiterführende Links:

  • Wenn der Hund im Büro beim Stressabbau nicht hilft, dann sollten Sie einige Entspannungsübungen ausprobieren – 6 Tipps.
  • Resilienz hilft Ihnen dabei, mit Jobstress besser umzugehen. Mehr dazu in unserem Ratgeber.
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Oh wie süß, ein niedlicher Hund im Büro! So oder ähnlich begeistert reagiert nicht jeder Mitarbeiter. Damit sich der Arbeitsplatz nicht in ein tierisches Desaster verwandelt, braucht es klare Regeln. Denn eigentlich haben die Vierbeiner viele Vorteile. Aber nicht für Jeden.
Hunde im Büro sollen Krankenstand senken Der Bundesverband Bürohund e.V. fordert eine einfachere Zulassung von Vierbeinern am Arbeitsplatz. (© 2016 Soloviova Liudmyla/Shutterstock)

Hund im Büro – muss das sein?

Nein. Als Chef dürfen Sie aufgrund Ihrer Weisungsbefugnis darüber entscheiden, ob ein Hund im Büro erlaubt ist. Denn so liebenswert die Vierbeiner in der Regel auch sind: Manche Kollegen fürchten sich so sehr vor ihnen, dass der Arbeitsablauf gestört werden könnte. Andere haben eine Tierallergie. In solchen Fällen können Sie Frauchen oder Herrchen verbieten, den Hund mitzunehmen. Ob Sie dabei ein pauschales Verbot verhängen oder von Fall zu Fall entscheiden, ist allein Ihre Sache. Handelt es sich beispielsweise nur um einen einzelnen tierischen Störenfried, dann müssen Sie nicht gleich alle seine Artgenossen aus dem Büro verbannen.

Generelle Verbote sind in bestimmten Branchen zu empfehlen – beispielsweise in Lebensmittelgeschäften. Dort sind Hygienevorschriften einzuhalten, die mit einem Bürohund nicht vereinbar sind.

Übrigens: Sie können Ihre Entscheidung jederzeit ändern und einen bereits zugelassenen vierbeinigen Kameraden vor die Tür setzen. Dafür muss es aber triftige Gründe geben, wie zum Beispiel ein aggressives Verhalten des Tieres gegenüber Mitarbeitern.

Hunde im Büro sind gut für das Betriebsklima

Hunde im Büro sind – unter artgerechten Umständen – eine gute Idee. Mit dem tierischen Mitarbeiter punkten Sie in viererlei Hinsicht:

  • Gesündere Mitarbeiter. Sind Hunde im Büro, dann sind die Beschäftigten (in der Regel) besser drauf. Wer die Vierbeiner streichelt, senkt beispielsweise seinen Blutdruck. Darüber hinaus lockern die Tiere das Betriebsklima auf, reduzieren den Stress und sorgen für insgesamt zufriedenere Mitarbeiter. All diese Aspekte führen auch zu einem geringeren Burnout-Risiko. Darüber berichtet der "Bundesverband Bürohund e.V."
  • Kosten sparen. Ja, ein Hund im Büro spart Ihnen Geld. Durch geringere Krankenstände etwa, weil Sie seltener auf Personal verzichten müssen. Auch entfallen die Krankenkosten und anderen Kollegen bleibt der Stress durch Mehrbelastung erspart.
  • Mitabeiterbindung. Kollege Hund ist sicher nicht der ausschlaggebende Grund dafür, ob ein Mitarbeiter der Firma treu bleibt. Doch er trägt zu einem insgesamt guten Betriebsklima bei. Ob als Ruhepol oder verspielter Geselle – mit ihm bereitet die Arbeit meist mehr Freude und er bindet den Mitarbeiter ebenso an das Unternehmen wie andere weiche Faktoren.
  • Besseres Image. Was macht Ihre Firma besonders? Wie unterscheiden Sie sich von anderen im "War of Talents"? Hundefreundliche Unternehmen kommen bei Young Professionals gut an und vermitteln ein positives Image.

Regeln für das Miteinander

Mit einem Hund im Büro sind zusätzliche Regeln für ein reibungsloses Miteinander vonnöten. Grundvoraussetzung ist natürlich ein gehorsames Tier. Bellende Vierbeiner, die Kollegen anspringen und jeden Moment nutzen, um zu entweichen, sind Unruhestifter und werden von der Belegschaft kaum toleriert.

Ein braver Hund hingegen wird es einfacher haben, sich zum Firmen-Maskottchen zu mausern. Erklären Sie Ihrer Belegschaft am besten bereits vor seinem ersten "Arbeitstag", wo sich das Tier aufhalten darf. Ist ein bestimmter Raum vorgesehen, sodass Mitarbeiter dem Tier bei Bedarf gut aus dem Weg gehen können? Darf der Hund auch Zugang zum Kundenbereich haben?

Darüber hinaus gilt es, bestimmte Hygienemaßnahmen zu berücksichtigen. So sollten nach einem regnerischen Spaziergang Handtücher zum Abtrocknen vorhanden sein. Klären Sie außerdem, ob der Hund während der Mittagspausen Zutritt zur Küche haben darf beziehungsweise ein grundsätzliches Küchenverbot angebracht ist.

Zum Thema Hundespielzeug: Kleine Spielpausen sind ja schön und gut, doch Plüschtiere und Quietschbälle sollten Herrchen oder Frauchen nach dem Spaß wieder an den dafür vorgesehenen Ort bringen.

Zu guter Letzt: Kranke Hunde, gehören ebenso wie kranke Mitarbeiter nicht ins Büro, sondern nach Hause beziehungsweise zum Tierarzt.

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  • Resilienz hilft Ihnen dabei, mit Jobstress besser umzugehen. Mehr dazu in unserem Ratgeber.
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