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Hunde im Büro sollen Krankenstand senken

Hunde gegen Stress: Der Krankenstand war 2015 auf sehr hohem Niveau, auch weil psychische Leiden stark zugenommen haben. Der beste Freund des Menschen kann hier helfen, sagt der Bundesverband Bürohund und fordert eine erleichterte Zulassung für die Vierbeiner am Arbeitsplatz.
Hunde im Büro sollen Krankenstand senken Der Bundesverband Bürohund e.V. fordert eine einfachere Zulassung von Vierbeinern am Arbeitsplatz. (© 2016 Soloviova Liudmyla/Shutterstock)

Krankenstand war 2015 besonders hoch

Mit mehr Hunden am Arbeitsplatz will Markus Beyer, Vorsitzender Bundesverband Bürohund e.V., den Krankenstand in deutschen Unternehmen senken. Helfen sollen die Vierbeiner in erster Linie gegen psychische Erkrankungen, die im vergangen Jahr mit 16,2 Prozent die dritthäufigste Ursache für Ausfalltage gewesen sind. So weist es der DAK Gesundheitsreport 2016 aus. Insgesamt meldeten sich demnach 2015 so viele Menschen krank, wie seit 16 Jahren nicht mehr. Rein rechnerisch waren täglich 41 von 1.000 Berufstätigen aus gesundheitlichen Gründen nicht am Arbeitsplatz.

Bindungshormon mindert Stress

Können Hunde das ändern? Beyer: "Dieser Gedanke mag für den einen oder anderen sicher auf den ersten Blick erstaunlich klingen. Ein genaueres Hinschauen lohnt sich allerdings." Man wisse nämlich, dass die Begegnung von Mensch und Hund in beiden Oxytocin freisetzt. Dieses Bindungshormon reduziere linear die Stresshormone Insulin und Cortisol. Gleichzeitig befördere es die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Für Beyer ist damit klar:

"Unter adäquaten Bedingungen sorgt allein die Anwesenheit des Hundes im Büro für eine Senkung von chronischem Stress – dem sogenannten Dauerstress – und die körperliche und seelische Gesundheit werden verbessert. Zudem wird ein deutlich verbessertes Betriebsklima erzeugt."

Einfachere Zulassung von Hunden im Büro

Deshalb fordert der Verbandschef eine vereinfachte Zulassung von Hunden im Büro. Das würde die "persönlichen und wirtschaftlichen Folgen von arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen mindern". Seine Überzeugung untermauert er mit Zahlen. So beliefe sich der volkswirtschaftliche Schaden durch den hohen Krankenstand  aufgrund psychischer Leiden auf eine zweistellige Milliardensumme. Die Anzahl der dahingehend von der die Deutschen Rentenversicherung bewilligten Klinikaufenthalte sei in den vergangenen zehn Jahren von 89.350 auf 155.000 gestiegen.

Weiterführende Links:

  • Hund im Büro: Tipps für eine tierisch gute Zusammenarbeit.
  • Manchmal kommen viele Dinge zusammen: Stress im Job, turbulente Phasen zu Hause – mit Resilienz lassen sich die schweren Zeiten meistern.
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Hunde im Büro sollen Krankenstand senken

Hunde gegen Stress: Der Krankenstand war 2015 auf sehr hohem Niveau, auch weil psychische Leiden stark zugenommen haben. Der beste Freund des Menschen kann hier helfen, sagt der Bundesverband Bürohund und fordert eine erleichterte Zulassung für die Vierbeiner am Arbeitsplatz.
Hunde im Büro sollen Krankenstand senken Der Bundesverband Bürohund e.V. fordert eine einfachere Zulassung von Vierbeinern am Arbeitsplatz. (© 2016 Soloviova Liudmyla/Shutterstock)

Krankenstand war 2015 besonders hoch

Mit mehr Hunden am Arbeitsplatz will Markus Beyer, Vorsitzender Bundesverband Bürohund e.V., den Krankenstand in deutschen Unternehmen senken. Helfen sollen die Vierbeiner in erster Linie gegen psychische Erkrankungen, die im vergangen Jahr mit 16,2 Prozent die dritthäufigste Ursache für Ausfalltage gewesen sind. So weist es der DAK Gesundheitsreport 2016 aus. Insgesamt meldeten sich demnach 2015 so viele Menschen krank, wie seit 16 Jahren nicht mehr. Rein rechnerisch waren täglich 41 von 1.000 Berufstätigen aus gesundheitlichen Gründen nicht am Arbeitsplatz.

Bindungshormon mindert Stress

Können Hunde das ändern? Beyer: "Dieser Gedanke mag für den einen oder anderen sicher auf den ersten Blick erstaunlich klingen. Ein genaueres Hinschauen lohnt sich allerdings." Man wisse nämlich, dass die Begegnung von Mensch und Hund in beiden Oxytocin freisetzt. Dieses Bindungshormon reduziere linear die Stresshormone Insulin und Cortisol. Gleichzeitig befördere es die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Für Beyer ist damit klar:

"Unter adäquaten Bedingungen sorgt allein die Anwesenheit des Hundes im Büro für eine Senkung von chronischem Stress – dem sogenannten Dauerstress – und die körperliche und seelische Gesundheit werden verbessert. Zudem wird ein deutlich verbessertes Betriebsklima erzeugt."

Einfachere Zulassung von Hunden im Büro

Deshalb fordert der Verbandschef eine vereinfachte Zulassung von Hunden im Büro. Das würde die "persönlichen und wirtschaftlichen Folgen von arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen mindern". Seine Überzeugung untermauert er mit Zahlen. So beliefe sich der volkswirtschaftliche Schaden durch den hohen Krankenstand  aufgrund psychischer Leiden auf eine zweistellige Milliardensumme. Die Anzahl der dahingehend von der die Deutschen Rentenversicherung bewilligten Klinikaufenthalte sei in den vergangenen zehn Jahren von 89.350 auf 155.000 gestiegen.

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  • Manchmal kommen viele Dinge zusammen: Stress im Job, turbulente Phasen zu Hause – mit Resilienz lassen sich die schweren Zeiten meistern.
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