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Interne und externe Personalbeschaffung im Vergleich

Wie und wo findet man qualifiziertes Personal? Eine Frage, die sich viele Entscheider stellen. Interne und externe Personalbeschaffung sind hier bewährte Wege zum Recruiting. Wir zeigen Ihnen die Vorteile und Nachteile beider Methoden und wie Sie bei der Personalbeschaffung am besten vorgehen.
Interne und externe Personalbeschaffung im Vergleich Interne oder externe Personalbeschaffung? Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. (© 2015 S_L/Shutterstock)

Vor der Stellenausschreibung: Plan aufstellen

Gleichgültig ob interne oder externe Personalbeschaffung – bevor Sie neue rekrutieren beziehungsweise bereits vorhandene Mitarbeiter anders einsetzen, sollten Sie einige Fragen klären:

  • Ist eine Neueinstellung überhaupt erforderlich? Möglicherweise können Sie den (kurzfristig auftretenden) Mehrbedarf auch durch Überstunden oder Urlaubsverschiebungen abdecken.
  • Welche Qualifikationen sollte der Bewerber für die vakante Stelle mitbringen? Sind besondere Kompetenzen vonnöten?
  • Ab wann brauchen Sie einen neuen Mitarbeiter?
  • Soll die Stelle befristet oder unbefristet sein?

Der Plan hilft sowohl Ihnen als auch potentiellen Bewerbern: Auf der einen Seite definieren Sie nochmals für sich, nach wem Sie suchen und können so besser abschätzen, wer der richtige Mitarbeiter für die Firma ist. Auf der anderen Seite weiß der (neue) Beschäftigte, was er von der Stelle zu erwarten hat.

Interne Personalbeschaffung: So fischen Sie im eigenen Teich

Interne Personalbeschaffung bedeutet, dass Sie in den eigenen Reihen nach einem "neuen" Mitarbeiter suchen. Dafür haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Schreiben Sie die Stelle intern aus – beispielsweise über die firmeneigene Mitarbeiterzeitschrift, eine Rundmail oder den betriebsinternen Newsletter.
  • Sprechen Sie gezielt Mitarbeiter an, wenn Sie diese als geeignet für die neue Position halten.
  • Bei einer langfristigen Planung: Bilden Sie Personal für die künftige Stelle aus.
  • Auch denkbar: Wandeln Sie ein Teilzeit- in ein Vollzeitarbeitsverhältnis um, um die freien Kapazitäten abzudecken.

Interne Personalbeschaffung: Vorteile und Nachteile

Die interne Personalbeschaffung kann also auf vielerlei Wegen erfolgen. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Die Qualitäten des Mitarbeiters sind bereits bekannt. Dadurch minimieren Sie das Risiko einer Fehlbesetzung. Zudem kennt der Kandidat die Unternehmensstrukturen und –kultur, sodass sich auch die Einarbeitungszeit reduziert. Zu guter Letzt sind die finanziellen und zeitlichen Aufwendungen für die Neubesetzung geringer.

Das klingt für Sie alles zu gut, um wahr zu sein? Sie könnten recht haben. Denn die Negativargumente sind ebenso beachtlich: Durch die Versetzung eines Beschäftigten muss womöglich die frei gewordene Stelle nachbesetzt werden. Darüber hinaus kann es dem "alten Hasen" im Betrieb an neuen Impulsen mangeln – in diesem Kontext spricht man häufig von "Betriebsblindheit". Aber auch die Missgunst anderer Kollegen ist nicht zu unterschätzen, die sich selbst auf den Job beworben haben.

Externe Personalbeschaffung: Von wo holen Sie jemand Neues ins Boot?

Ein Argument für die interne Personalbeschaffung ist ein begrenzter Mitarbeiterstamm. Dann bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als extern Ihre Fühler ausbreiten. Die klassische Stellenausschreibung in Print- und Onlinemedien bietet sich hier an. Aber auch firmeneigene Sites und vor allem Social Media-Kanäle sind dafür ein immer wichtigeres Mittel. Nicht zu vergessen als Recruiting-Quellen sind Head-Hunter, Karrieremessen, Zeitarbeitsfirmen oder Unis.

Externe Personalbeschaffung: Vor- und Nachteile

Die externe Personalbeschaffung bietet klare Vorteile. Der Pool, aus dem Sie nach der Neubesetzung schöpfen, ist deutlich größer. Zudem bringt der "Neue" frischen Wind in die Firma, hat unverbrauchte Ideen und gibt möglicherweise Informationen über Konkurrenten preis. Außerdem ist in der Belegschaft die Akzeptanz eines externen Mitarbeiters oftmals höher als bei einem Kandidaten aus den eigenen Reihen – insbesondere dann, wenn die Umbesetzung mit einer Beförderung einhergeht.

Nachteilig sind die höheren finanziellen Aufwendungen für die externe Personalbeschaffung und die längeren Einarbeitungszeiten. Darüber hinaus ist das Risiko, "auf das falsche Pferd" zu setzen, deutlich größer als bei einem internen Verfahren.

Fazit: Beide Beschaffungswege haben Ihre – fast spiegelbildlichen – Vor- und Nachteile. Welchem Sie den Vorzug geben beziehungsweise ob Sie sogar zweigleisig fahren wollen, sollten Sie von der jeweiligen Situation und den unternehmensspezifischen Anforderungen abhängig machen. Kleine Entscheidungshilfe: Legen Sie ein Beschaffungsbudget fest, um so zumindest dem finanziellen Aufwand für die Neubesetzung einen Rahmen zu geben.

Weiterführende Links:

  • Sie ziehen für die interne Personalbeschaffung einen Azubi in Erwägung? Welche Ausbildungsvergütung angemessen ist, lesen Sie hier.
  • Eine Möglichkeit der Personalbeschaffung bietet das E-Recruiting. Mehr darüber sehen Sie im Video.
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Interne und externe Personalbeschaffung im Vergleich Interne oder externe Personalbeschaffung? Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. (© 2015 S_L/Shutterstock)

Vor der Stellenausschreibung: Plan aufstellen

Gleichgültig ob interne oder externe Personalbeschaffung – bevor Sie neue rekrutieren beziehungsweise bereits vorhandene Mitarbeiter anders einsetzen, sollten Sie einige Fragen klären:

  • Ist eine Neueinstellung überhaupt erforderlich? Möglicherweise können Sie den (kurzfristig auftretenden) Mehrbedarf auch durch Überstunden oder Urlaubsverschiebungen abdecken.
  • Welche Qualifikationen sollte der Bewerber für die vakante Stelle mitbringen? Sind besondere Kompetenzen vonnöten?
  • Ab wann brauchen Sie einen neuen Mitarbeiter?
  • Soll die Stelle befristet oder unbefristet sein?

Der Plan hilft sowohl Ihnen als auch potentiellen Bewerbern: Auf der einen Seite definieren Sie nochmals für sich, nach wem Sie suchen und können so besser abschätzen, wer der richtige Mitarbeiter für die Firma ist. Auf der anderen Seite weiß der (neue) Beschäftigte, was er von der Stelle zu erwarten hat.

Interne Personalbeschaffung: So fischen Sie im eigenen Teich

Interne Personalbeschaffung bedeutet, dass Sie in den eigenen Reihen nach einem "neuen" Mitarbeiter suchen. Dafür haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Schreiben Sie die Stelle intern aus – beispielsweise über die firmeneigene Mitarbeiterzeitschrift, eine Rundmail oder den betriebsinternen Newsletter.
  • Sprechen Sie gezielt Mitarbeiter an, wenn Sie diese als geeignet für die neue Position halten.
  • Bei einer langfristigen Planung: Bilden Sie Personal für die künftige Stelle aus.
  • Auch denkbar: Wandeln Sie ein Teilzeit- in ein Vollzeitarbeitsverhältnis um, um die freien Kapazitäten abzudecken.

Interne Personalbeschaffung: Vorteile und Nachteile

Die interne Personalbeschaffung kann also auf vielerlei Wegen erfolgen. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Die Qualitäten des Mitarbeiters sind bereits bekannt. Dadurch minimieren Sie das Risiko einer Fehlbesetzung. Zudem kennt der Kandidat die Unternehmensstrukturen und –kultur, sodass sich auch die Einarbeitungszeit reduziert. Zu guter Letzt sind die finanziellen und zeitlichen Aufwendungen für die Neubesetzung geringer.

Das klingt für Sie alles zu gut, um wahr zu sein? Sie könnten recht haben. Denn die Negativargumente sind ebenso beachtlich: Durch die Versetzung eines Beschäftigten muss womöglich die frei gewordene Stelle nachbesetzt werden. Darüber hinaus kann es dem "alten Hasen" im Betrieb an neuen Impulsen mangeln – in diesem Kontext spricht man häufig von "Betriebsblindheit". Aber auch die Missgunst anderer Kollegen ist nicht zu unterschätzen, die sich selbst auf den Job beworben haben.

Externe Personalbeschaffung: Von wo holen Sie jemand Neues ins Boot?

Ein Argument für die interne Personalbeschaffung ist ein begrenzter Mitarbeiterstamm. Dann bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als extern Ihre Fühler ausbreiten. Die klassische Stellenausschreibung in Print- und Onlinemedien bietet sich hier an. Aber auch firmeneigene Sites und vor allem Social Media-Kanäle sind dafür ein immer wichtigeres Mittel. Nicht zu vergessen als Recruiting-Quellen sind Head-Hunter, Karrieremessen, Zeitarbeitsfirmen oder Unis.

Externe Personalbeschaffung: Vor- und Nachteile

Die externe Personalbeschaffung bietet klare Vorteile. Der Pool, aus dem Sie nach der Neubesetzung schöpfen, ist deutlich größer. Zudem bringt der "Neue" frischen Wind in die Firma, hat unverbrauchte Ideen und gibt möglicherweise Informationen über Konkurrenten preis. Außerdem ist in der Belegschaft die Akzeptanz eines externen Mitarbeiters oftmals höher als bei einem Kandidaten aus den eigenen Reihen – insbesondere dann, wenn die Umbesetzung mit einer Beförderung einhergeht.

Nachteilig sind die höheren finanziellen Aufwendungen für die externe Personalbeschaffung und die längeren Einarbeitungszeiten. Darüber hinaus ist das Risiko, "auf das falsche Pferd" zu setzen, deutlich größer als bei einem internen Verfahren.

Fazit: Beide Beschaffungswege haben Ihre – fast spiegelbildlichen – Vor- und Nachteile. Welchem Sie den Vorzug geben beziehungsweise ob Sie sogar zweigleisig fahren wollen, sollten Sie von der jeweiligen Situation und den unternehmensspezifischen Anforderungen abhängig machen. Kleine Entscheidungshilfe: Legen Sie ein Beschaffungsbudget fest, um so zumindest dem finanziellen Aufwand für die Neubesetzung einen Rahmen zu geben.

Weiterführende Links:

  • Sie ziehen für die interne Personalbeschaffung einen Azubi in Erwägung? Welche Ausbildungsvergütung angemessen ist, lesen Sie hier.
  • Eine Möglichkeit der Personalbeschaffung bietet das E-Recruiting. Mehr darüber sehen Sie im Video.
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