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Jobsharing: Auf dem deutschen Stellenmarkt noch dünn gesät

Geteilte Arbeit, ist halbe Arbeit. Jobsharing reiht sich neben Homeoffice und Teilzeit zu den flexiblen Arbeitszeitmodellen. Die Arbeitsplatzteilung rangiert allerdings noch weit hinter den beiden anderen Modellen. Ein Grund dafür: Das sehr überschaubare Jobsharing-Angebot – aber es steigt immerhin.
Jobsharing: Auf dem deutschen Stellenmarkt noch dünn gesät Jobsharing tritt vor allem im Bereich mit hohem Fachkräftemangel auf. (© 2016 Joblift)

Jobsharing deutlich weniger angeboten als Teilzeit und Homeoffice

Beim Jobsharing teilen sich zwei Personen ein und dieselbe Stelle. Eine gute Sache – insbesondere für Berufstätige, die als Führungskräfte mit reduzierter Arbeitszeit tätig sein wollen. Die Metajobsuchmaschine "Joblift" untersuchte nun, wie es eigentlich um das Angebot der besonderen Teilzeitstellen auf dem deutschen Stellenmarkt bestellt ist. Das Ergebnis ist ernüchternd: Jobsharing wird bisher nur für 0,01 Prozent aller Stellen angeboten – aktuell werden demnach nur 159 von insgesamt 1.156.360 Jobanzeigen auf Joblift als Jobsharing-Stelle ausgeschrieben. Weitaus größer ist das Angebot an klassischen Teilzeitstellen – die machen elf Prozent aller aktuellen Jobs aus. Homeoffice wird in 0,3 Prozent aller Anzeigen angeboten, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.

Firmen zögern also noch, Stellen nach dem Jobsharing-Modell auszuschreiben. Allerdings geht aus der Studie ebenfalls hervor, dass das Angebot – so winzig es derzeit auch sein mag – ansteigt. So gab es im Juli 2015 lediglich neun veröffentlichte Anzeigen. Ein Jahr später, im Juli 2016, sind es 137 – damit ist der Anteil 15-mal höher.

Jobsharing tritt häufiger in Bereichen mit hohem Fachkräftemangel auf

Jobsharing wird bisher am häufigsten von Behörden und gemeinnützigen Einrichtungen angeboten. Diese haben insgesamt 32 Stellenanzeigen veröffentlicht (20 Prozent). Dahinter folgen der Handel (22 Stellenanzeigen, 14 Prozent) und das Gesundheits-/Sozialwesen (18 Stellenanzeigen, 11 Prozent).

In Anbetracht der Positionen, die Jobsharing als Vorzug auflisten, fällt auf, dass die Arbeitsplatzteilung insbesondere bei hoch qualifizierten Positionen und ausgeprägtem Fachkräftemangel auftritt.  Das Ranking wird mit 24 ausgeschriebenen Stellen von Ärzten aller Fachrichtungen angeführt. Darauf folgen Ingenieure mit 16 veröffentlichten Stellen sowie IT-Experten mit 15 Stellen.

Die Ergebnisse der Studie hat Joblift in einer Infografik zusammengefasst.

Weiterführende Links:

  • Sie denken darüber nach, Jobsharing in Ihrer Firma umzusetzen? In unserem Beitrag geben wir Ihnen Tipps.
  • Studie zur Arbeitszeit: Zu viel Arbeit schadet dem Gehirn.
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Jobsharing: Auf dem deutschen Stellenmarkt noch dünn gesät Jobsharing tritt vor allem im Bereich mit hohem Fachkräftemangel auf. (© 2016 Joblift)

Jobsharing deutlich weniger angeboten als Teilzeit und Homeoffice

Beim Jobsharing teilen sich zwei Personen ein und dieselbe Stelle. Eine gute Sache – insbesondere für Berufstätige, die als Führungskräfte mit reduzierter Arbeitszeit tätig sein wollen. Die Metajobsuchmaschine "Joblift" untersuchte nun, wie es eigentlich um das Angebot der besonderen Teilzeitstellen auf dem deutschen Stellenmarkt bestellt ist. Das Ergebnis ist ernüchternd: Jobsharing wird bisher nur für 0,01 Prozent aller Stellen angeboten – aktuell werden demnach nur 159 von insgesamt 1.156.360 Jobanzeigen auf Joblift als Jobsharing-Stelle ausgeschrieben. Weitaus größer ist das Angebot an klassischen Teilzeitstellen – die machen elf Prozent aller aktuellen Jobs aus. Homeoffice wird in 0,3 Prozent aller Anzeigen angeboten, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.

Firmen zögern also noch, Stellen nach dem Jobsharing-Modell auszuschreiben. Allerdings geht aus der Studie ebenfalls hervor, dass das Angebot – so winzig es derzeit auch sein mag – ansteigt. So gab es im Juli 2015 lediglich neun veröffentlichte Anzeigen. Ein Jahr später, im Juli 2016, sind es 137 – damit ist der Anteil 15-mal höher.

Jobsharing tritt häufiger in Bereichen mit hohem Fachkräftemangel auf

Jobsharing wird bisher am häufigsten von Behörden und gemeinnützigen Einrichtungen angeboten. Diese haben insgesamt 32 Stellenanzeigen veröffentlicht (20 Prozent). Dahinter folgen der Handel (22 Stellenanzeigen, 14 Prozent) und das Gesundheits-/Sozialwesen (18 Stellenanzeigen, 11 Prozent).

In Anbetracht der Positionen, die Jobsharing als Vorzug auflisten, fällt auf, dass die Arbeitsplatzteilung insbesondere bei hoch qualifizierten Positionen und ausgeprägtem Fachkräftemangel auftritt.  Das Ranking wird mit 24 ausgeschriebenen Stellen von Ärzten aller Fachrichtungen angeführt. Darauf folgen Ingenieure mit 16 veröffentlichten Stellen sowie IT-Experten mit 15 Stellen.

Die Ergebnisse der Studie hat Joblift in einer Infografik zusammengefasst.

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  • Studie zur Arbeitszeit: Zu viel Arbeit schadet dem Gehirn.
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