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Jobsharing: Tipps zur Umsetzung des Arbeitszeitmodells

Beim Jobsharing teilen sich zwei oder mehr Mitarbeiter eine Stelle und erledigen die Aufgaben eigenverantwortlich im tageweisen, wöchentlichen oder sogar monatlichen Rhythmus. Auch in Führungspositionen bieten sich so interessante finanzielle und berufliche Möglichkeiten. Aber ist das auch etwas für Sie?
Jobsharing: Tipps zur Umsetzung des Arbeitszeitmodells Jobsharing setzt gute Teamplayer voraus. (© 2016 mezzotint/Shutterstock)

Jobsharing auch für Führungskräfte

Teilzeitarbeit bedeutet oft für den Arbeitnehmer Lohndumping – ein Grund für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Ein positives Gegenbeispiel ist das Jobsharing. Hierbei teilen sich zwei oder mehrere Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz. Das kann sogar eine Führungsposition sein. Auch Modelle, bei denen sich drei Leute zwei Stellen teilen, sind nicht ungewöhnlich. Sie agieren dabei eigenverantwortlich und organisieren sich in Absprache untereinander. Vor allem für Frauen – aber nicht nur – bietet dieses Arbeitszeitmodell eine Verbesserung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) regelt die gesetzlichen Grundlagen. Im §13 heißt es da: "Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass mehrere Arbeitnehmer sich die Arbeitszeit an einem Arbeitsplatz teilen (Arbeitsplatzteilung)."

Grundsätzlich steht dieses Arbeitszeitmodell also jedem zu, doch es sollte gut überlegt sein, denn nicht jeder ist der Typ dafür. Treten Mitarbeiter mit diesem Wunsch an Sie heran, sollten Sie darauf achten, dass sie folgende Voraussetzungen erfüllen, bevor sie sich dafür entscheiden, Ihren Job mit einem oder mehreren Kollegen oder Kolleginnen zu teilen:

  • Kommunikationstalent: Wer nicht gern kommuniziert, der sollte die Finger vom Jobsharing lassen. Absprachen mit dem Kollegen sind essentiell, sonst ist das Chaos vorprogrammiert. Täglicher Austausch ist wichtig, damit alle Partner auf demselben Stand sind.
  • Organisationstalent: Das ist gleichermaßen wichtig. Aufgaben müssen verteilt werden und auch beispielsweise bei Krankheit neu organisiert werden. Wenn Ihren Mitarbeitern das nicht liegt, dann sollten Sie sie davon überzeugen, Abstand von der Idee zu nehmen.
  • Sympathie: Zwischen Jobsharing-Partnern muss die Chemie stimmen. Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass sie sich genau überlegen sollten, mit wem sie sich den Arbeitsplatz teilen. Wenn von vornherein keine gute Atmosphäre zwischen den Kollegen herrscht, sollten Sie sich nicht darauf einlassen. Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Kollegen auch Ihre Freizeit genießen können, ohne zu befürchten, dass im Büro das Chaos herrscht, wenn einer nicht da ist.

Auch für Arbeitgeber kann dieses Arbeitszeitmodell ein Schritt in die richtige Richtung sein. Schließlich sollte die Mitarbeiterzufriedenheit auch Ihnen wichtig sein, steigert sie doch die Produktivität. Diese Vorteile könnten auch Ihnen und Ihrem Unternehmen zu Gute kommen:

  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Gerade für berufstätige Eltern bietet der Job die Möglichkeit, Karriere und Privatleben besser zu vereinbaren. Für Sie bedeutet das, Sie können die wichtige Arbeitskraft halten, wenn eine Frau beispielsweise Mutter wird, aber nicht mehr 100 Prozent arbeiten will.
  • Möglichkeit der Weiterbildung: Auch dies kann sich positiv auf Ihr Unternehmen auswirken, wenn der Mitarbeiter seine Kompetenzen weiter erhöht.
  • Mehr Freizeit: Wenn sich beispielsweise zwei besser ausgeruhte Mitarbeiter eine Stelle teilen, dann ist das ebenfalls besser für die Produktivität als ein gestresster Kollege.

Wichtig für Sie: Achten Sie darauf, dass sich beim Jobsharing die richtigen Partner eine Stelle teilen, denn der Zeitaufwand für Ihre Personalabteilung ist vor allem bei kleineren Unternehmen höher, wenn statt einem zwei Mitarbeiter organisiert werden müssen. Und der erhöhten Produktivität stehen auch leicht erhöhte Kosten bei den Sozialausgaben gegenüber.

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Jobsharing: Tipps zur Umsetzung des Arbeitszeitmodells Jobsharing setzt gute Teamplayer voraus. (© 2016 mezzotint/Shutterstock)

Jobsharing auch für Führungskräfte

Teilzeitarbeit bedeutet oft für den Arbeitnehmer Lohndumping – ein Grund für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Ein positives Gegenbeispiel ist das Jobsharing. Hierbei teilen sich zwei oder mehrere Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz. Das kann sogar eine Führungsposition sein. Auch Modelle, bei denen sich drei Leute zwei Stellen teilen, sind nicht ungewöhnlich. Sie agieren dabei eigenverantwortlich und organisieren sich in Absprache untereinander. Vor allem für Frauen – aber nicht nur – bietet dieses Arbeitszeitmodell eine Verbesserung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) regelt die gesetzlichen Grundlagen. Im §13 heißt es da: "Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass mehrere Arbeitnehmer sich die Arbeitszeit an einem Arbeitsplatz teilen (Arbeitsplatzteilung)."

Grundsätzlich steht dieses Arbeitszeitmodell also jedem zu, doch es sollte gut überlegt sein, denn nicht jeder ist der Typ dafür. Treten Mitarbeiter mit diesem Wunsch an Sie heran, sollten Sie darauf achten, dass sie folgende Voraussetzungen erfüllen, bevor sie sich dafür entscheiden, Ihren Job mit einem oder mehreren Kollegen oder Kolleginnen zu teilen:

  • Kommunikationstalent: Wer nicht gern kommuniziert, der sollte die Finger vom Jobsharing lassen. Absprachen mit dem Kollegen sind essentiell, sonst ist das Chaos vorprogrammiert. Täglicher Austausch ist wichtig, damit alle Partner auf demselben Stand sind.
  • Organisationstalent: Das ist gleichermaßen wichtig. Aufgaben müssen verteilt werden und auch beispielsweise bei Krankheit neu organisiert werden. Wenn Ihren Mitarbeitern das nicht liegt, dann sollten Sie sie davon überzeugen, Abstand von der Idee zu nehmen.
  • Sympathie: Zwischen Jobsharing-Partnern muss die Chemie stimmen. Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass sie sich genau überlegen sollten, mit wem sie sich den Arbeitsplatz teilen. Wenn von vornherein keine gute Atmosphäre zwischen den Kollegen herrscht, sollten Sie sich nicht darauf einlassen. Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Kollegen auch Ihre Freizeit genießen können, ohne zu befürchten, dass im Büro das Chaos herrscht, wenn einer nicht da ist.

Auch für Arbeitgeber kann dieses Arbeitszeitmodell ein Schritt in die richtige Richtung sein. Schließlich sollte die Mitarbeiterzufriedenheit auch Ihnen wichtig sein, steigert sie doch die Produktivität. Diese Vorteile könnten auch Ihnen und Ihrem Unternehmen zu Gute kommen:

  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Gerade für berufstätige Eltern bietet der Job die Möglichkeit, Karriere und Privatleben besser zu vereinbaren. Für Sie bedeutet das, Sie können die wichtige Arbeitskraft halten, wenn eine Frau beispielsweise Mutter wird, aber nicht mehr 100 Prozent arbeiten will.
  • Möglichkeit der Weiterbildung: Auch dies kann sich positiv auf Ihr Unternehmen auswirken, wenn der Mitarbeiter seine Kompetenzen weiter erhöht.
  • Mehr Freizeit: Wenn sich beispielsweise zwei besser ausgeruhte Mitarbeiter eine Stelle teilen, dann ist das ebenfalls besser für die Produktivität als ein gestresster Kollege.

Wichtig für Sie: Achten Sie darauf, dass sich beim Jobsharing die richtigen Partner eine Stelle teilen, denn der Zeitaufwand für Ihre Personalabteilung ist vor allem bei kleineren Unternehmen höher, wenn statt einem zwei Mitarbeiter organisiert werden müssen. Und der erhöhten Produktivität stehen auch leicht erhöhte Kosten bei den Sozialausgaben gegenüber.

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