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Krankenstand deutscher Arbeitnehmer steigt auf Rekordhoch

In der ersten Jahreshälfte 2016 hat der Krankenstand der Arbeitnehmer in Deutschland eine neue Höchstmarke erreicht. Außer Gefecht gesetzt wurden Angestellte besonders häufig durch psychische Erkrankungen und Rückenschmerzen.
Krankenstand deutscher Arbeitnehmer steigt auf Rekordhoch. Der Krankenstand in deutschen Unternehmen kletterte im ersten Halbjahr 2016 auf einen neuen Höchststand. (© 2016 Shutterstock/Photographee.eu)

Jeder Dritte mindestens einmal krankgeschrieben

Bei 4,4 Prozent lag der Krankenstand deutscher Erwerbstätiger im ersten Halbjahr 2016, wie die DAK Gesundheit mitteilt. Dies sind 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Der Krankenstand beziffert die krankheitsbedingten Ausfallzeiten von Arbeitnehmern. Den Daten zufolge waren 37 Prozent der Angestellten zwischen Anfang Januar und Ende Juni mindestens einmal krankgeschrieben. Und die Deutschen sind offenbar nicht nur häufiger, sondern auch länger krank als zuvor. Im Schnitt wurden Arbeitnehmer für 12,3 Tage krankgeschrieben. In der ersten Hälfte des Vorjahres waren es 11,7 Tage.

Rückenschmerzen und psychische Erkrankung häufigste Ursachen für Krankschreibungen

Grund für die vergleichsweise hohe Zahl an Krankschreibungen waren vor allem Rückenschmerzen und andere sogenannte Muskel-Skelett-Erkankungen sowie psychische Leiden – beide Diagnosen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent zu. Bei Arbeitnehmern, die aus einem dieser Gründe krankgeschrieben wurden, stieg der Anteil der Fehlzeiten um 13 Prozent. Daneben sind auch Erkrankungen des Atmungssystems, beispielsweise infolge einer Erkältung, eine häufige Ursache für Krankschreibungen. Zusammengenommen lassen sich mehr als die Hälfte aller Krankschreibungen auf diese drei Diagnosen zurückführen.

Deutliches Ost-West-Gefälle beim Krankenstand

Um die Gesundheit der Arbeitnehmer in den ostdeutschen Bundesländern scheint es schlechter bestellt zu sein als im Westen.  Der DAK-Analyse zufolge mussten Arbeitgeber hier knapp ein Drittel mehr Ausfalltage aufgrund von Krankschreibungen kompensieren als in den westdeutschen Ländern. Der Krankenstand im Osten stieg auf 5,5 Prozent, im Westen lag der Wert mit 4,2 Prozent deutlich darunter. Insgesamt kamen auf 100 Versicherte in Ostdeutschland in der ersten Jahreshälfte 1.000 Fehltage.  Im Westen waren es mit 758 Tagen knapp ein Viertel weniger.

Weiterführende Links:

  • Geheimwaffe gegen Krankenstand: Bürohunde können helfen, Fehlzeien zu reduzieren.
  • Wie oft Arbeitnehmer krankgeschrieben sind, hängt stark von der jeweiligen Branche ab.
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Krankenstand deutscher Arbeitnehmer steigt auf Rekordhoch

In der ersten Jahreshälfte 2016 hat der Krankenstand der Arbeitnehmer in Deutschland eine neue Höchstmarke erreicht. Außer Gefecht gesetzt wurden Angestellte besonders häufig durch psychische Erkrankungen und Rückenschmerzen.
Krankenstand deutscher Arbeitnehmer steigt auf Rekordhoch. Der Krankenstand in deutschen Unternehmen kletterte im ersten Halbjahr 2016 auf einen neuen Höchststand. (© 2016 Shutterstock/Photographee.eu)

Jeder Dritte mindestens einmal krankgeschrieben

Bei 4,4 Prozent lag der Krankenstand deutscher Erwerbstätiger im ersten Halbjahr 2016, wie die DAK Gesundheit mitteilt. Dies sind 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Der Krankenstand beziffert die krankheitsbedingten Ausfallzeiten von Arbeitnehmern. Den Daten zufolge waren 37 Prozent der Angestellten zwischen Anfang Januar und Ende Juni mindestens einmal krankgeschrieben. Und die Deutschen sind offenbar nicht nur häufiger, sondern auch länger krank als zuvor. Im Schnitt wurden Arbeitnehmer für 12,3 Tage krankgeschrieben. In der ersten Hälfte des Vorjahres waren es 11,7 Tage.

Rückenschmerzen und psychische Erkrankung häufigste Ursachen für Krankschreibungen

Grund für die vergleichsweise hohe Zahl an Krankschreibungen waren vor allem Rückenschmerzen und andere sogenannte Muskel-Skelett-Erkankungen sowie psychische Leiden – beide Diagnosen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent zu. Bei Arbeitnehmern, die aus einem dieser Gründe krankgeschrieben wurden, stieg der Anteil der Fehlzeiten um 13 Prozent. Daneben sind auch Erkrankungen des Atmungssystems, beispielsweise infolge einer Erkältung, eine häufige Ursache für Krankschreibungen. Zusammengenommen lassen sich mehr als die Hälfte aller Krankschreibungen auf diese drei Diagnosen zurückführen.

Deutliches Ost-West-Gefälle beim Krankenstand

Um die Gesundheit der Arbeitnehmer in den ostdeutschen Bundesländern scheint es schlechter bestellt zu sein als im Westen.  Der DAK-Analyse zufolge mussten Arbeitgeber hier knapp ein Drittel mehr Ausfalltage aufgrund von Krankschreibungen kompensieren als in den westdeutschen Ländern. Der Krankenstand im Osten stieg auf 5,5 Prozent, im Westen lag der Wert mit 4,2 Prozent deutlich darunter. Insgesamt kamen auf 100 Versicherte in Ostdeutschland in der ersten Jahreshälfte 1.000 Fehltage.  Im Westen waren es mit 758 Tagen knapp ein Viertel weniger.

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  • Wie oft Arbeitnehmer krankgeschrieben sind, hängt stark von der jeweiligen Branche ab.
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