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Kritik üben: Wie Sie konstruktiv meckern

Der Ton macht die Musik. Stimmt. Wenn Sie an Mitarbeitern Kritik üben, sollten Sie aber auch andere Dinge berücksichtigen. Denn nur wer konstruktiv austeilt, erreicht am Ende auch sein Ziel. Wie Sie sich vom leicht erregbaren Hitzkopf zum strategischen Motivationsboss verwandeln.
Kritik üben: Wie Sie Mitarbeiter konstruktiv nörgeln Kritik im Tyrannenmodus zu äußern, schadet nicht nur Mitarbeitern, sondern auch dem Geschäft. (© 2016 ArtFamily/Shutterstock)

Warum Sie mit Bedacht Kritik üben sollten

Wie ärgerlich: Herr K. hat zum x-ten Mal denselben Fehler bei der Dateneingabe begangen. Ihre Geduld ist überstrapaziert. Blitzschnell stehen Sie auf und machen ihn zur Schnecke. Damit verflüchtigt sich Ihre Wut vielleicht schnell, doch gebessert hat sich die Situation dadurch vermutlich nicht. Im Gegenteil, Herrn K. unterlaufen nicht nur weiterhin Fehler, er fühlt sich gekränkt und ist unmotiviert. Vermeiden Sie daher, Druck auszuüben. Das ist aus verschiedenen Gründen kontraproduktiv:

  • Harsch kritisierte Beschäftigte sind häufiger krank. Entweder, weil sich die psychische Belastung auf ihre physische Gesundheit auswirkt oder weil sie Krankheit vortäuschen.
  • Sie leisten weniger bei der Arbeit, da sie unmotiviert sind. Und aus Angst vor weiteren Donnerwettern machen sie erst recht Fehler, weil sie sich nicht richtig auf ihre Aufgabe konzentrieren können.
  • Andere reagieren mit Kündigung, um sich der Tyrannei nicht länger auszusetzen.
  • Oder aber ein Mitarbeiter handelt nach dem Auge-um-Auge-Prinzip: Er rächt sich, indem er dem Unternehmen vorsätzlich schadet.

Fazit: Wenn Sie Mitarbeiter destruktiv kritisieren, dann schaden Sie damit nicht nur den Betroffenen, sondern mindern ebenso Ihren Unternehmenserfolg.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wie es nicht geht, wissen Sie jetzt. Doch wie können Sie richtig Kritik üben? Die erste Lektion lautet: Durchatmen! Zügeln Sie Ihr aufbrausendes Temperament, indem Sie Ihren Ärger einen Tag oder zumindest einige Stunden verrauchen lassen. Wer spontan handelt, ist in seinen Äußerungen nicht selten scharfzüngig und unsachlich.

Kritik üben, aber bitte sachlich

Nutzen Sie die Zeit, um das Gespräch gedanklich vorzubereiten. Wenn es soweit ist, sollten Sie Ihre Kritik vor allem sachlich vorbringen. Beschreiben Sie zunächst die Situation, damit der Mitarbeiter weiß, worum es geht. Verallgemeinern Sie keinesfalls, sondern geben Sie konkrete Beispiele für den Anlass Ihrer Beschwerde. Wichtig: Achten Sie dabei auf ihre Formulierungen. Provozieren Sie den Angesprochenen nicht mit ablehnenden Äußerungen wie "Immer machen Sie das falsch". Besser sind sachte, aber deutliche Ich-Formulierungen, etwa "Ich wünsche mir von Ihnen…".

Abschließend untermauern Sie das Gesagte mit einer gemeinsam erarbeiteten Zielvereinbarung. Darin halten sie fest, bis wann und vor allem wie die kritisierten Aufgaben zu erledigen sind beziehungsweise das fehlerhafte Verhalten abgestellt werden sollte.

Kritik üben: Andere zurate ziehen

Besonders dünnhäutige Kandidaten konzentrieren sich oftmals auf einzelne Wörter, sodass unter Umständen die eigentliche Botschaft an ihnen vorbeirauscht. Deshalb nochmals: Wählen Sie Ihre Worte mit viel Bedacht. Das bedeutet nicht, dass Sie den Sachverhalt beschönigen sollen. Aber achten Sie auf eben beschriebene Formulierungen. Tipp: Üben Sie solche Gespräche mit einem Vertrauten, um mehr Sicherheit zu erlangen und sich von ihm Feedback einzuholen.

Unter vier Augen kritisieren

Auch das Umfeld ist zu berücksichtigen. Kritisieren Sie Ihren Mitarbeiter nicht vor anderen Kollegen. Das negative Feedback ist ohnehin schon schwer zu verdauen. Geschieht das auch noch vor versammelter Truppe, wiegt die Last doppelt so schwer. Bitten Sie die betreffende Person daher in Ihr Büro, wo Sie in Ruhe mit ihr reden können.

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Kritik üben: Wie Sie Mitarbeiter konstruktiv nörgeln Kritik im Tyrannenmodus zu äußern, schadet nicht nur Mitarbeitern, sondern auch dem Geschäft. (© 2016 ArtFamily/Shutterstock)

Warum Sie mit Bedacht Kritik üben sollten

Wie ärgerlich: Herr K. hat zum x-ten Mal denselben Fehler bei der Dateneingabe begangen. Ihre Geduld ist überstrapaziert. Blitzschnell stehen Sie auf und machen ihn zur Schnecke. Damit verflüchtigt sich Ihre Wut vielleicht schnell, doch gebessert hat sich die Situation dadurch vermutlich nicht. Im Gegenteil, Herrn K. unterlaufen nicht nur weiterhin Fehler, er fühlt sich gekränkt und ist unmotiviert. Vermeiden Sie daher, Druck auszuüben. Das ist aus verschiedenen Gründen kontraproduktiv:

  • Harsch kritisierte Beschäftigte sind häufiger krank. Entweder, weil sich die psychische Belastung auf ihre physische Gesundheit auswirkt oder weil sie Krankheit vortäuschen.
  • Sie leisten weniger bei der Arbeit, da sie unmotiviert sind. Und aus Angst vor weiteren Donnerwettern machen sie erst recht Fehler, weil sie sich nicht richtig auf ihre Aufgabe konzentrieren können.
  • Andere reagieren mit Kündigung, um sich der Tyrannei nicht länger auszusetzen.
  • Oder aber ein Mitarbeiter handelt nach dem Auge-um-Auge-Prinzip: Er rächt sich, indem er dem Unternehmen vorsätzlich schadet.

Fazit: Wenn Sie Mitarbeiter destruktiv kritisieren, dann schaden Sie damit nicht nur den Betroffenen, sondern mindern ebenso Ihren Unternehmenserfolg.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wie es nicht geht, wissen Sie jetzt. Doch wie können Sie richtig Kritik üben? Die erste Lektion lautet: Durchatmen! Zügeln Sie Ihr aufbrausendes Temperament, indem Sie Ihren Ärger einen Tag oder zumindest einige Stunden verrauchen lassen. Wer spontan handelt, ist in seinen Äußerungen nicht selten scharfzüngig und unsachlich.

Kritik üben, aber bitte sachlich

Nutzen Sie die Zeit, um das Gespräch gedanklich vorzubereiten. Wenn es soweit ist, sollten Sie Ihre Kritik vor allem sachlich vorbringen. Beschreiben Sie zunächst die Situation, damit der Mitarbeiter weiß, worum es geht. Verallgemeinern Sie keinesfalls, sondern geben Sie konkrete Beispiele für den Anlass Ihrer Beschwerde. Wichtig: Achten Sie dabei auf ihre Formulierungen. Provozieren Sie den Angesprochenen nicht mit ablehnenden Äußerungen wie "Immer machen Sie das falsch". Besser sind sachte, aber deutliche Ich-Formulierungen, etwa "Ich wünsche mir von Ihnen…".

Abschließend untermauern Sie das Gesagte mit einer gemeinsam erarbeiteten Zielvereinbarung. Darin halten sie fest, bis wann und vor allem wie die kritisierten Aufgaben zu erledigen sind beziehungsweise das fehlerhafte Verhalten abgestellt werden sollte.

Kritik üben: Andere zurate ziehen

Besonders dünnhäutige Kandidaten konzentrieren sich oftmals auf einzelne Wörter, sodass unter Umständen die eigentliche Botschaft an ihnen vorbeirauscht. Deshalb nochmals: Wählen Sie Ihre Worte mit viel Bedacht. Das bedeutet nicht, dass Sie den Sachverhalt beschönigen sollen. Aber achten Sie auf eben beschriebene Formulierungen. Tipp: Üben Sie solche Gespräche mit einem Vertrauten, um mehr Sicherheit zu erlangen und sich von ihm Feedback einzuholen.

Unter vier Augen kritisieren

Auch das Umfeld ist zu berücksichtigen. Kritisieren Sie Ihren Mitarbeiter nicht vor anderen Kollegen. Das negative Feedback ist ohnehin schon schwer zu verdauen. Geschieht das auch noch vor versammelter Truppe, wiegt die Last doppelt so schwer. Bitten Sie die betreffende Person daher in Ihr Büro, wo Sie in Ruhe mit ihr reden können.

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