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Laterale Führung: auf einer Ebene begegnen

Im Zuge der Digitalisierung werden Hierarchien immer flacher. Die laterale Führung zeichnet sich durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aus. Dabei machen die veränderten, netzwerkartigen Organisationsstrukturen den Blick über den Tellerrand immer wichtiger.
Laterale Führung: Auf einer Ebene begegnen Die laterale Führung zeichnet sich durch Begegnungen auf Augenhöhe aus. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Laterale Führung: Zur Selbstverantwortung anspornen

Der klassische Vorgesetzte ist ein Auslaufmodell. Stattdessen übernehmen Mitarbeiter immer mehr Verantwortung. Arbeitsteams agieren zunehmend bereichs-, wenn nicht sogar unternehmensübergreifend. Welche Veränderungen die digitale Revolution außerdem bringt, lesen Sie in unserem Beitrag "Digitalisierung der Arbeitswelt".

Der Chef mit Weisungsbefugnis verliert also an Bedeutung. Auf Vertrauen und Verständigung basierende Zusammenarbeit rückt in den Fokus. Ein Beispiel: Jeder einzelne Mitarbeiter einer Projektgruppe verfügt über seine eigene Expertise. Laterale Führung bedeutet nun, einen gemeinsamen Denkrahmen zu schaffen, der die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten miteinander verbindet. Die Organisation des Teams muss aber nicht zwangsläufig vom Chef ausgehen, die Gruppen können sich auch selbst organisieren. Dafür bedarf es natürlich klarer Prioritäten, um sich nicht in Nichtigkeiten zu verlieren, wie Martina Nieswandt und Roland Geschwill, Gründer der "Denkwerkstatt für Manager" gegenüber "cio.de" erklären.

Nicht nur koordinieren, auch führen

Ein lateral führender Vorgesetzter ist jedoch mehr als ein simpler Koordinator. Ja, er stimmt Aufgaben, Interessen und Tätigkeiten aufeinander ab. Darüber hinaus wirkt er aber auch gezielt auf Personen oder Gruppen ein, um sie in eine bestimmte Richtung zu steuern. Er führt also weiterhin, allerdings situativ und unterstützend und nicht autoritär.

Daraus lässt sich ein weiteres Merkmal der lateralen Führung ableiten: Manager teilen mit ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern Visionen. Sie vereinbaren gemeinsame Ziele. Im digitalen Zeitalter zählen nicht bloß Resultate. Vielmehr kommt es bereits auf den gesamten Prozess an, an dem sich das ganze Team beteiligt.

Informelle Führungsinstrumente anwenden

Laterale Führung bedeutet außerdem, Aufgaben nicht zu delegieren, sondern Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch was heißt das nun im Konkreten? Die Führungsinstrumente haben eher informellen Charakter. Ein lateral führender Chef …

verbessert die Kommunikation zwischen seinen Mitarbeitern und Partnern. Er baut Brücken zwischen den einzelnen Beschäftigten und Teams, um Verständigungsprobleme zu beseitigen und Wissenslücken zu schließen. Durch ihn kommen Dialoge zustande.

gibt neue Impulse, wenn starre Denkmuster ein Umdenken verhindern. Dabei fordert er zu Debatten und Kontroversen heraus. Seine Triebfedern sind Offenheit und Agilität – im besten Fall stiftet er damit an, und fördert ein kreatives Arbeitsklima. Ein gutes Beispiel für solch einen lateralen Geist war Steve Jobs.

erzeugt Vertrauen und erhält dadurch Vertrauen. Regeln zur Kommunikation und Kooperation erleichtern den Vertrauensprozess.

gibt Feedback, statt zu kontrollieren. Der Unterschied ist gewaltig. Manager stehen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und greifen ein, wenn nötig, doch lassen sie Mitarbeiter auch von selbst mehr machen.

Weiterführende Links:

  • Durch welche Merkmale sich eine laterale Führung auszeichnet, lesen Sie außerdem auf "business-wissen.de".
  • Autoritär, situativ, kooperativ – es gibt verschiedene Führungsstile. Ein Überblick.
  • Jeder macht mal Fehler – auch Chefs. Fünf typische Führungsfehler sowie geeignete Gegenmaßnahmen lesen Sie in unserem Beitrag.
  • Nicht nur Mitarbeiter, auch Führungskräfte werden schikaniert. Das nennt man Staffing. Was Chefs dagegen tun können.
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Laterale Führung: auf einer Ebene begegnen

Im Zuge der Digitalisierung werden Hierarchien immer flacher. Die laterale Führung zeichnet sich durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aus. Dabei machen die veränderten, netzwerkartigen Organisationsstrukturen den Blick über den Tellerrand immer wichtiger.
Laterale Führung: Auf einer Ebene begegnen Die laterale Führung zeichnet sich durch Begegnungen auf Augenhöhe aus. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Laterale Führung: Zur Selbstverantwortung anspornen

Der klassische Vorgesetzte ist ein Auslaufmodell. Stattdessen übernehmen Mitarbeiter immer mehr Verantwortung. Arbeitsteams agieren zunehmend bereichs-, wenn nicht sogar unternehmensübergreifend. Welche Veränderungen die digitale Revolution außerdem bringt, lesen Sie in unserem Beitrag "Digitalisierung der Arbeitswelt".

Der Chef mit Weisungsbefugnis verliert also an Bedeutung. Auf Vertrauen und Verständigung basierende Zusammenarbeit rückt in den Fokus. Ein Beispiel: Jeder einzelne Mitarbeiter einer Projektgruppe verfügt über seine eigene Expertise. Laterale Führung bedeutet nun, einen gemeinsamen Denkrahmen zu schaffen, der die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten miteinander verbindet. Die Organisation des Teams muss aber nicht zwangsläufig vom Chef ausgehen, die Gruppen können sich auch selbst organisieren. Dafür bedarf es natürlich klarer Prioritäten, um sich nicht in Nichtigkeiten zu verlieren, wie Martina Nieswandt und Roland Geschwill, Gründer der "Denkwerkstatt für Manager" gegenüber "cio.de" erklären.

Nicht nur koordinieren, auch führen

Ein lateral führender Vorgesetzter ist jedoch mehr als ein simpler Koordinator. Ja, er stimmt Aufgaben, Interessen und Tätigkeiten aufeinander ab. Darüber hinaus wirkt er aber auch gezielt auf Personen oder Gruppen ein, um sie in eine bestimmte Richtung zu steuern. Er führt also weiterhin, allerdings situativ und unterstützend und nicht autoritär.

Daraus lässt sich ein weiteres Merkmal der lateralen Führung ableiten: Manager teilen mit ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern Visionen. Sie vereinbaren gemeinsame Ziele. Im digitalen Zeitalter zählen nicht bloß Resultate. Vielmehr kommt es bereits auf den gesamten Prozess an, an dem sich das ganze Team beteiligt.

Informelle Führungsinstrumente anwenden

Laterale Führung bedeutet außerdem, Aufgaben nicht zu delegieren, sondern Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch was heißt das nun im Konkreten? Die Führungsinstrumente haben eher informellen Charakter. Ein lateral führender Chef …

verbessert die Kommunikation zwischen seinen Mitarbeitern und Partnern. Er baut Brücken zwischen den einzelnen Beschäftigten und Teams, um Verständigungsprobleme zu beseitigen und Wissenslücken zu schließen. Durch ihn kommen Dialoge zustande.

gibt neue Impulse, wenn starre Denkmuster ein Umdenken verhindern. Dabei fordert er zu Debatten und Kontroversen heraus. Seine Triebfedern sind Offenheit und Agilität – im besten Fall stiftet er damit an, und fördert ein kreatives Arbeitsklima. Ein gutes Beispiel für solch einen lateralen Geist war Steve Jobs.

erzeugt Vertrauen und erhält dadurch Vertrauen. Regeln zur Kommunikation und Kooperation erleichtern den Vertrauensprozess.

gibt Feedback, statt zu kontrollieren. Der Unterschied ist gewaltig. Manager stehen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und greifen ein, wenn nötig, doch lassen sie Mitarbeiter auch von selbst mehr machen.

Weiterführende Links:

  • Durch welche Merkmale sich eine laterale Führung auszeichnet, lesen Sie außerdem auf "business-wissen.de".
  • Autoritär, situativ, kooperativ – es gibt verschiedene Führungsstile. Ein Überblick.
  • Jeder macht mal Fehler – auch Chefs. Fünf typische Führungsfehler sowie geeignete Gegenmaßnahmen lesen Sie in unserem Beitrag.
  • Nicht nur Mitarbeiter, auch Führungskräfte werden schikaniert. Das nennt man Staffing. Was Chefs dagegen tun können.
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