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Mentor werden: Was Mentoring Ihnen und Ihrer Firma bringt

Vom Mentoring profitiert nur der Mentee? Von wegen! Selbst die erfahrensten Unternehmer können vom Nachwuchs noch viel lernen. Was Sie erwartet, wenn Sie Mentor werden, lesen Sie hier.
Mentor werden: Was Mentoring Ihnen und Ihrer Firma bringt Nicht nur der Mentee profitiert vom Mentoring: Der Mentor kann zum Beispiel neue Perspektiven gewinnen. (© 2016 Minerva Studio/Shutterstock)

Was Sie als Mentor qualifiziert

Jugendlicher Elan hin oder her – als langjähriger Unternehmer sind Sie dem Nachwuchs um Längen voraus. Sie kennen die Stolpersteine der Branche und haben aus Ihren eigenen Fehlern gelernt. Als Mentor unterstützen Sie mit Ihrem Wissensschatz diejenigen, denen es noch an Erfahrung mangelt: junge Führungskräfte mit Potenzial.

Es gibt diverse Bereiche, in denen Ihr Wissen Nachwuchskräften von großem Nutzen sein kann. In puncto ...

  • Führungsverhalten,
  • Mitarbeiterkommunikation,
  • Fachwissen,
  • Kundenorientierung,
  • Konflikt- und Krisenmanagement sowie
  • Networking

... können Sie Ihrem Mentee als kompetenter Ratgeber zur Seite stehen. Ihr Schützling profitiert davon enorm: Er hat einen Ansprechpartner, mit dem er schwierige Situationen besprechen kann und wird manch einen Anfängerfehler vermeiden.

Wie Mentoring funktioniert

Beim klassischen Tandem-Mentoring begleitet eine erfahrene Führungsperson eine Nachwuchskraft beim Berufseinstieg. Die Bedürfnisse des Mentees stehen in dieser 1:1-Beziehung klar im Vordergrund. Der Mentor hat die Aufgabe, seinen Schützling zu begleiten und zu fördern.

Im Allgemeinen wird zwischen ...

  • internem Mentoring und
  • externem Mentoring

... unterschieden. Beim internen Mentoring gehören Mentor und Mentee demselben Unternehmen an. In diesem Fall dient das Mentoring nicht nur der Weiterentwicklung des Mentees, sondern auch der Firma: Der Mentee wird zur Fachkraft ausgebildet, die über genau die Kenntnisse verfügt, die für das Unternehmen von Belang sind.

Beim externen Mentoring, auch Cross-Mentoring genannt, gehören Mentor und Mentee unterschiedlichen Unternehmen an. Eine beliebte Variante ist die Begleitung von Existenzgründern: Gestandene Geschäftsleute helfen Jungunternehmern beim Startup – teils aus gutem Willen, teils um spätere Kooperationen möglich zu machen.

Was Sie davon haben, Mentor zu werden

Auch wenn die Weiterentwicklung der Nachwuchskraft das primäre Ziel des Mentorings ist, profitieren Sie ebenfalls von der Beziehung. Das ist Ihr Lohn, wenn Sie Mentor werden:

  • Inspiration: Durch den engen Austausch mit Ihrem jungen Mentee werden Sie mit neuen Ideen und Herangehensweisen konfrontiert, die Ihren Horizont erweitern. Viele Mentoren schätzen ihre Tätigkeit deshalb als Quelle der Inspiration.
  • Weiterentwicklung: Machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihr Mentee etablierte Unternehmenspraktiken hinterfragen wird. "Das war schon immer so" ist ein Argument, das Ihr junger Freund nicht gelten lassen wird. Gut: Denn nur so haben Sie die Chance, veraltete Herangehensweisen zu erkennen und durch neue zu ersetzen.
  • Vernetzung: Ihr Mentee ist Ihr Bindeglied zur nächsten Generation. Schon in wenigen Jahren werden er und seinesgleichen zu ernstzunehmenden Playern heranwachsen und die Branche aufmischen. Ihr Vorteil, wenn Sie zur Führungsriege der Zukunft schon jetzt eine enge Verbindung haben.
  • Dank: Viele Mentoren hatten seinerzeit selbst einen Förderer, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand. Indem Sie sich bei der nächsten Generation revanchieren, ist Ihnen Dank sicher.

Tipps für erfolgreiches Mentoring

Je intensiver die Beziehung, die Sie zu Ihrem Mentee aufbauen, desto erfolgreicher das Mentoring. Wie jedes Projekt verlangt auch das Mentoring nach Strukturen. Folgende Praktiken haben sich bewährt und sollten Bestandteil Ihres Mentorenprogramms sein:

  • Regelmäßiger Austausch: Vereinbaren Sie mit Ihrem Mentee ein wöchentliches Telefonat, in dem Sie die dringendsten Punkte besprechen. Im Idealfall stammt die Agenda für das Weekly vom Mentee selbst.
  • Prioritäten setzen: Durch Ihre Erfahrung haben Sie die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Machen Sie Ihrem Mentee klar, welche Aufgabe im Moment Vorrang hat, und geben Sie ihm den Auftrag, diese zu lösen.
  • Persönliche Treffen: Einmal im Monat sollten Sie sich persönlich mit Ihrem Mentee treffen. So können Sie Ihre Mentoring-Beziehung intensivieren und gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
  • Networking: Als erfahrener Unternehmer wissen Sie, wie wichtig Vitamin B fürs Business ist. Lassen Sie Ihren Mentee an Ihrem Netzwerk teilhaben, indem Sie Kontakte vermitteln oder ihn zu Treffen mitnehmen.

Weiterführende Links:

  • Sie sind interessiert an neuen Workflows? Was es beim Home-Office zu beachten gibt, lesen Sie hier.
  • Aus Fehlern lernen: Lesen Sie hier, wie Sie eine konstruktive Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen etablieren.
  • Warum die Suche nach einer Unternehmensnachfolge Mittelständler zunehmend vor eine Herausforderung stellt.
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Was Sie als Mentor qualifiziert

Jugendlicher Elan hin oder her – als langjähriger Unternehmer sind Sie dem Nachwuchs um Längen voraus. Sie kennen die Stolpersteine der Branche und haben aus Ihren eigenen Fehlern gelernt. Als Mentor unterstützen Sie mit Ihrem Wissensschatz diejenigen, denen es noch an Erfahrung mangelt: junge Führungskräfte mit Potenzial.

Es gibt diverse Bereiche, in denen Ihr Wissen Nachwuchskräften von großem Nutzen sein kann. In puncto ...

  • Führungsverhalten,
  • Mitarbeiterkommunikation,
  • Fachwissen,
  • Kundenorientierung,
  • Konflikt- und Krisenmanagement sowie
  • Networking

... können Sie Ihrem Mentee als kompetenter Ratgeber zur Seite stehen. Ihr Schützling profitiert davon enorm: Er hat einen Ansprechpartner, mit dem er schwierige Situationen besprechen kann und wird manch einen Anfängerfehler vermeiden.

Wie Mentoring funktioniert

Beim klassischen Tandem-Mentoring begleitet eine erfahrene Führungsperson eine Nachwuchskraft beim Berufseinstieg. Die Bedürfnisse des Mentees stehen in dieser 1:1-Beziehung klar im Vordergrund. Der Mentor hat die Aufgabe, seinen Schützling zu begleiten und zu fördern.

Im Allgemeinen wird zwischen ...

  • internem Mentoring und
  • externem Mentoring

... unterschieden. Beim internen Mentoring gehören Mentor und Mentee demselben Unternehmen an. In diesem Fall dient das Mentoring nicht nur der Weiterentwicklung des Mentees, sondern auch der Firma: Der Mentee wird zur Fachkraft ausgebildet, die über genau die Kenntnisse verfügt, die für das Unternehmen von Belang sind.

Beim externen Mentoring, auch Cross-Mentoring genannt, gehören Mentor und Mentee unterschiedlichen Unternehmen an. Eine beliebte Variante ist die Begleitung von Existenzgründern: Gestandene Geschäftsleute helfen Jungunternehmern beim Startup – teils aus gutem Willen, teils um spätere Kooperationen möglich zu machen.

Was Sie davon haben, Mentor zu werden

Auch wenn die Weiterentwicklung der Nachwuchskraft das primäre Ziel des Mentorings ist, profitieren Sie ebenfalls von der Beziehung. Das ist Ihr Lohn, wenn Sie Mentor werden:

  • Inspiration: Durch den engen Austausch mit Ihrem jungen Mentee werden Sie mit neuen Ideen und Herangehensweisen konfrontiert, die Ihren Horizont erweitern. Viele Mentoren schätzen ihre Tätigkeit deshalb als Quelle der Inspiration.
  • Weiterentwicklung: Machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihr Mentee etablierte Unternehmenspraktiken hinterfragen wird. "Das war schon immer so" ist ein Argument, das Ihr junger Freund nicht gelten lassen wird. Gut: Denn nur so haben Sie die Chance, veraltete Herangehensweisen zu erkennen und durch neue zu ersetzen.
  • Vernetzung: Ihr Mentee ist Ihr Bindeglied zur nächsten Generation. Schon in wenigen Jahren werden er und seinesgleichen zu ernstzunehmenden Playern heranwachsen und die Branche aufmischen. Ihr Vorteil, wenn Sie zur Führungsriege der Zukunft schon jetzt eine enge Verbindung haben.
  • Dank: Viele Mentoren hatten seinerzeit selbst einen Förderer, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand. Indem Sie sich bei der nächsten Generation revanchieren, ist Ihnen Dank sicher.

Tipps für erfolgreiches Mentoring

Je intensiver die Beziehung, die Sie zu Ihrem Mentee aufbauen, desto erfolgreicher das Mentoring. Wie jedes Projekt verlangt auch das Mentoring nach Strukturen. Folgende Praktiken haben sich bewährt und sollten Bestandteil Ihres Mentorenprogramms sein:

  • Regelmäßiger Austausch: Vereinbaren Sie mit Ihrem Mentee ein wöchentliches Telefonat, in dem Sie die dringendsten Punkte besprechen. Im Idealfall stammt die Agenda für das Weekly vom Mentee selbst.
  • Prioritäten setzen: Durch Ihre Erfahrung haben Sie die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Machen Sie Ihrem Mentee klar, welche Aufgabe im Moment Vorrang hat, und geben Sie ihm den Auftrag, diese zu lösen.
  • Persönliche Treffen: Einmal im Monat sollten Sie sich persönlich mit Ihrem Mentee treffen. So können Sie Ihre Mentoring-Beziehung intensivieren und gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
  • Networking: Als erfahrener Unternehmer wissen Sie, wie wichtig Vitamin B fürs Business ist. Lassen Sie Ihren Mentee an Ihrem Netzwerk teilhaben, indem Sie Kontakte vermitteln oder ihn zu Treffen mitnehmen.

Weiterführende Links:

  • Sie sind interessiert an neuen Workflows? Was es beim Home-Office zu beachten gibt, lesen Sie hier.
  • Aus Fehlern lernen: Lesen Sie hier, wie Sie eine konstruktive Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen etablieren.
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