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Mitarbeiter anmelden: Die wichtigsten To-dos im Überblick

Ohne Formalia geht es nicht: Wer Mitarbeiter anmelden will, muss einiges an Bürokratie erledigen. Doch keine Sorge, wir verraten Ihnen, wie Sie souverän durch den Behördendschungel gelangen.
Mitarbeiter anmelden: Die wichtigsten To-dos im Überblick Wenn Sie im Unternehmen Mitarbeiter anmelden, dann gilt es, einige Formalia zu beachten. (© 2016 Pressmaster/Shutterstock)

Mitarbeiter anmelden: Auf diese Formalia kommt es an

"Wollen Sie bei uns arbeiten?" "Ja, ich will!" Glückwunsch, Sie haben sich einen neuen Mitarbeiter geangelt. Nachdem der Neuankömmling den Arbeitsvertrag unterzeichnet hat, stehen Sie als Arbeitgeber in der Pflicht. Der Unternehmer muss den Mitarbeiter nämlich bei einer Reihe von Behörden anmelden. Ansonsten drohen Strafen und Bußgelder. Also haken Sie folgende Liste ab ...

1) Die Betriebsnummer. Diese achtstellige Nummer vergibt die Bundesagentur für Arbeit. Sie identifiziert den Arbeitgeber bei der Sozialversicherung. Ohne diese Nummer ist eine An- und Abmeldung von Mitarbeitern bei der Krankenkasse nicht möglich. Am besten beantragen Sie die Betriebsnummer online bei der Arbeitsagentur. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel zwei Arbeitstage.

2) Gesetzliche Unfallversicherung. Damit Ihr Mitarbeiter bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit versichert ist, müssen Sie Ihn bei der zuständigen Berufsgenossenschaft eintragen. Diese werden je nach Branche aufgeschlüsselt. Bei welcher Berufsgenossenschaft Sie sich registrieren können, erklärt die Telefonhotline der Gesetzlichen Unfallversicherung unter 0800 60 50 40 4. Alternativ können Sie sich auch durch diese Liste klicken.

3) Die Sozialversicherung. Wenn Sie Mitarbeiter anmelden, müssen Sie diese auch bei der Krankenkasse registrieren. Für diesen Vorgang brauchen Sie den Sozialversicherungsausweis sowie die Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse des Mitarbeiters. Anschließend ziehen die Krankenkassen die gesamten Sozialversicherungsbeiträge ein und leiten sie an die zuständigen Stellen wie zum Beispiel die Rentenversicherung weiter.

In der Regel übernehmen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 50 Prozent des Gesamtsozialversicherungsbeitrags. Doch wie hoch sind die Beitragssätze für die einzelnen Versicherungszweige? Das Portal Lohn-Info liefert hierzu einen kompakten Überblick.

Fast geschafft, jetzt fehlen bloß noch ...

4) Das Finanzamt. Um die Formalia zu erfüllen, müssen Sie den neuen Mitarbeiter auch beim Fiskus melden. Dazu erledigen Sie Folgendes:

  • Bringen Sie das Geburtsdatum sowie die Steueridentifikationsnummer Ihres Mitarbeiters in Erfahrung. Falls der noch keine solche Nummer besitzt, kann er beim Bundeszentralamt für Steuern eine beantragen.
  • Ordnen Sie Ihren Mitarbeiter der richtigen Steuerklasse zu. Daran orientiert sich dann auch die Höhe der Einkommenssteuer. Wer zu welcher Steuerklasse gehört, hat das Portal Steuerklassen recht übersichtlich aufgeschlüsselt.
  • Wickeln Sie die Lohnsteuer über ein Lohnabrechnungstool oder ELSTER, die kostenlose Software der Finanzverwaltung, ab.

5) Minijobber. Eine Ausnahme bilden Minijobber. Deren Meldungen und Beiträge gehen an die Minijob-Zentrale.  Als Minijobber gelten ...

  • geringfügig Beschäftigte, die nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen.
  • kurzfristig Beschäftigte, deren Tätigkeit von vornherein begrenzt ist.

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, für die Renten- und Krankenversicherung pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Einen genaue Übersicht über die Höhe der Beiträge erhalten Sie hier.

6) Gesundheitsamt. Ihr Mitarbeiter verkauft Lebensmittel oder ist in der Gastronomie tätig? Dann braucht er eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Amtsarztes. Diese soll die Einhaltung hoher hygienischer Standards garantieren. Außerdem bescheinigt der Arzt damit, dass der Mitarbeiter keine Krankheiten hat, die ihn bei der Arbeit behindern.

Sie finden, Mitarbeiter anmelden bringt zu viel Bürokratie und Formalia mit sich? Nehmen Sie es gelassen! Schon die alten Gallier hatten mit Behörden zu kämpfen, wie dieses Video beweist:

Weiterführende Links:

  • Mitarbeiter anmelden: Welche Formalia zu beachten sind, hat auch das Portal "Selbstständig" zusammengetragen.
  • Stellen Sie doch einen Chief Information Officer ein. Er managt als IT-Leiter die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen.
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Ohne Formalia geht es nicht: Wer Mitarbeiter anmelden will, muss einiges an Bürokratie erledigen. Doch keine Sorge, wir verraten Ihnen, wie Sie souverän durch den Behördendschungel gelangen.
Mitarbeiter anmelden: Die wichtigsten To-dos im Überblick Wenn Sie im Unternehmen Mitarbeiter anmelden, dann gilt es, einige Formalia zu beachten. (© 2016 Pressmaster/Shutterstock)

Mitarbeiter anmelden: Auf diese Formalia kommt es an

"Wollen Sie bei uns arbeiten?" "Ja, ich will!" Glückwunsch, Sie haben sich einen neuen Mitarbeiter geangelt. Nachdem der Neuankömmling den Arbeitsvertrag unterzeichnet hat, stehen Sie als Arbeitgeber in der Pflicht. Der Unternehmer muss den Mitarbeiter nämlich bei einer Reihe von Behörden anmelden. Ansonsten drohen Strafen und Bußgelder. Also haken Sie folgende Liste ab ...

1) Die Betriebsnummer. Diese achtstellige Nummer vergibt die Bundesagentur für Arbeit. Sie identifiziert den Arbeitgeber bei der Sozialversicherung. Ohne diese Nummer ist eine An- und Abmeldung von Mitarbeitern bei der Krankenkasse nicht möglich. Am besten beantragen Sie die Betriebsnummer online bei der Arbeitsagentur. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel zwei Arbeitstage.

2) Gesetzliche Unfallversicherung. Damit Ihr Mitarbeiter bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit versichert ist, müssen Sie Ihn bei der zuständigen Berufsgenossenschaft eintragen. Diese werden je nach Branche aufgeschlüsselt. Bei welcher Berufsgenossenschaft Sie sich registrieren können, erklärt die Telefonhotline der Gesetzlichen Unfallversicherung unter 0800 60 50 40 4. Alternativ können Sie sich auch durch diese Liste klicken.

3) Die Sozialversicherung. Wenn Sie Mitarbeiter anmelden, müssen Sie diese auch bei der Krankenkasse registrieren. Für diesen Vorgang brauchen Sie den Sozialversicherungsausweis sowie die Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse des Mitarbeiters. Anschließend ziehen die Krankenkassen die gesamten Sozialversicherungsbeiträge ein und leiten sie an die zuständigen Stellen wie zum Beispiel die Rentenversicherung weiter.

In der Regel übernehmen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 50 Prozent des Gesamtsozialversicherungsbeitrags. Doch wie hoch sind die Beitragssätze für die einzelnen Versicherungszweige? Das Portal Lohn-Info liefert hierzu einen kompakten Überblick.

Fast geschafft, jetzt fehlen bloß noch ...

4) Das Finanzamt. Um die Formalia zu erfüllen, müssen Sie den neuen Mitarbeiter auch beim Fiskus melden. Dazu erledigen Sie Folgendes:

  • Bringen Sie das Geburtsdatum sowie die Steueridentifikationsnummer Ihres Mitarbeiters in Erfahrung. Falls der noch keine solche Nummer besitzt, kann er beim Bundeszentralamt für Steuern eine beantragen.
  • Ordnen Sie Ihren Mitarbeiter der richtigen Steuerklasse zu. Daran orientiert sich dann auch die Höhe der Einkommenssteuer. Wer zu welcher Steuerklasse gehört, hat das Portal Steuerklassen recht übersichtlich aufgeschlüsselt.
  • Wickeln Sie die Lohnsteuer über ein Lohnabrechnungstool oder ELSTER, die kostenlose Software der Finanzverwaltung, ab.

5) Minijobber. Eine Ausnahme bilden Minijobber. Deren Meldungen und Beiträge gehen an die Minijob-Zentrale.  Als Minijobber gelten ...

  • geringfügig Beschäftigte, die nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen.
  • kurzfristig Beschäftigte, deren Tätigkeit von vornherein begrenzt ist.

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, für die Renten- und Krankenversicherung pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Einen genaue Übersicht über die Höhe der Beiträge erhalten Sie hier.

6) Gesundheitsamt. Ihr Mitarbeiter verkauft Lebensmittel oder ist in der Gastronomie tätig? Dann braucht er eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Amtsarztes. Diese soll die Einhaltung hoher hygienischer Standards garantieren. Außerdem bescheinigt der Arzt damit, dass der Mitarbeiter keine Krankheiten hat, die ihn bei der Arbeit behindern.

Sie finden, Mitarbeiter anmelden bringt zu viel Bürokratie und Formalia mit sich? Nehmen Sie es gelassen! Schon die alten Gallier hatten mit Behörden zu kämpfen, wie dieses Video beweist:

Weiterführende Links:

  • Mitarbeiter anmelden: Welche Formalia zu beachten sind, hat auch das Portal "Selbstständig" zusammengetragen.
  • Stellen Sie doch einen Chief Information Officer ein. Er managt als IT-Leiter die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen.
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