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Mitarbeiter finden: Angestellte als Headhunter nutzen

Wenn Sie neue Mitarbeiter finden wollen, kann es sich durchaus lohnen, die eigenen Angestellten als Headhunter einzusetzen. Die Mitarbeiterempfehlung verschafft Ihnen Zugang zu einem großen Netzwerk von potenziellen neuen Angestellten – den Bekannten Ihrer Kollegen.
Mitarbeiter finden: Angestellte als Headhunter nutzen Per Mitarbeiterempfehlung können Sie neue Mitarbeiter finden. (© 2016 Africa Studio/Shutterstock)

Mitarbeiter finden über Empfehlungen

Wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Sozialforschung in Nürnberg zeigt, wird bereits jede dritte Stelle über persönliche Kontakte besetzt. Dieser Anteil könnte in Zukunft noch steigen, denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels setzen Personaler auf neue Formen des Recruitings – unter anderem die Mitarbeiterempfehlung. Dabei werden die eigenen Mitarbeiter als Headhunter eingesetzt, schließlich wissen sie aus ihrem Alltag ganz genau, worauf es im Unternehmen ankommt. Wenn sich im Bekanntenkreis geeignete Kandidaten für eine freie Stelle finden, werden diese informiert und können sich bewerben. Im Idealfall können Sie einen neuen Mitarbeiter finden und der Angestellte erhält oft eine Prämie für seine Empfehlung.

Vorteile der Mitarbeiterempfehlung

Wenn Sie die eigenen Untergebenen mit der Suche nach neuen Kollegen beauftragen, bietet das einige Vorteile:

  • Mitarbeiter sind besonders glaubwürdig als Fürsprecher einer Stelle in Ihrem Unternehmen.
  • Sie erreichen ein großes Netzwerk von qualifizierten Fachkräften – egal ob ehemalige Kommilitonen oder frühere Kollegen Ihrer Angestellten.
  • Der Bewerbungsprozess wird beschleunigt, wenn ein Mitarbeiter den Kontakt herstellt.
  • Ihre Angestellten kennen die Anforderungen und wählen geeignete Kandidaten aus – allein schon aus dem Wunsch heraus, sich nicht durch eine schlechte Empfehlung zu blamieren.
  • Die Mitarbeiterempfehlung ist günstiger als ein professioneller Personalberater oder Headhunter.
  • Die Erfolgsquote ist hoch: Laut einer Analyse der Universität Furtwangen kommen auf sieben Empfehlungen ganze drei Einstellungen.

Mögliche Hindernisse

Es gibt aber auch Hindernisse und Gefahren, die ein Einsatz der eigenen Mitarbeiter als Headhunter mit sich bringt. Viele Ihrer Angestellten könnten sich von der Sorge abschrecken lassen, durch die Empfehlung eines ungeeigneten neuen Mitarbeiters der eigenen Reputation im Unternehmen zu schaden. Außerdem wollen einige Arbeitnehmer Beruf und Privatleben strikt voneinander trennen und nehmen deshalb Abstand davon, private Kontakte auf neue Stellen beim eigenen Arbeitgeber hinzuweisen. Ein zu aggressives Abwerben kann außerdem gefährlich werden: Vor dem Landgericht Heidelberg wurde der Fall eines Angestellten verhandelt, der zwei Mitarbeiter eines anderen Unternehmens für seinen Arbeitgeber abwerben wollte. Dazu versuchte er, sie gegenüber ihrem aktuellen Arbeitgeber negativ zu stimmen. Also sollten Sie Ihren Mitarbeitern die richtige Einstellung vermitteln, bevor sie auf die Suche nach neuen Kollegen gehen.

Mitarbeiter finden mit System

In kleineren Firmen läuft die Empfehlung meist nebenbei ab, die Kommunikationswege sind kurz und Informationen über freie Stellen machen schnell die Runde. Anders sieht das in größeren Unternehmen aus, wo viele Angestellte gar nicht erfahren, dass neue Kollegen gesucht werden, und deshalb keine Mitarbeiterempfehlung zustande kommt. Sie sollten also dafür sorgen, dass offene Stellen kommuniziert werden, und zwar idealerweise auch über die betreffenden Abteilungen hinaus. Denn ein Kundenbetreuer kann zum Beispiel durchaus einen fähigen IT-Ingenieur kennen. Es muss außerdem nachvollziehbar bleiben, wer wen empfohlen hat, und die jeweiligen Mitarbeiter sollten über den Stand des Bewerbungsverfahrens informiert werden.

Software für die Mitarbeiterempfehlung

Wenn Sie über das Netzwerk Ihrer Angestellten neue Mitarbeiter finden wollen, können Sie auch Software wie Talentry nutzen, um den Prozess besser zu strukturieren und Ihren Mitarbeitern die Empfehlung zu erleichtern. In der Software sehen Angestellte direkt verfügbare Stellen und können Freunde und Bekannte zum Beispiel über Xing, Facebook oder WhatsApp darauf hinweisen. Durch einen personalisierten Link können Sie die Empfehlung dann dem jeweiligen Mitarbeiter zuordnen, wenn sein Kontakt sich bei Ihnen bewirbt.

Headhunter mit Prämien belohnen?

Um die Mitarbeiterempfehlung attraktiver zu machen, können Sie eine Prämie anbieten, wenn Sie durch die Vermittlung tatsächlich Mitarbeiter finden. Eine solche Prämie ist für Sie immer noch günstiger, als wenn Sie eine professionellen Headhunter beauftragen. Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter allen Empfehlungen eines Jahres noch einen Gewinn verlosen.

Als Prämien eignen sich zum Beispiel:

  • Geld
  • Urlaubstage
  • Gutscheine
  • Sachprämien

Beachten Sie dabei allerdings, dass eine Geldprämie steuerrechtlich wie ein Bonus für besondere Leistungen bewertet wird und deshalb nicht in voller Höhe beim Mitarbeiter ankommt. Sachprämien gelten als geldwerter Vorteil und müssen ebenfalls versteuert werden. Während eine Geldprämie für das Unternehmen einfach zu verwalten ist, kann eine Sachprämie die Identifikation mit der Firma steigern. In vielen Fällen ist es aber eine Sache der Firmenkultur, ob Sie eine Prämie anbieten oder nicht. Gerade in kleinen Unternehmen wird das vermutlich nicht erwartet.

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Mitarbeiter finden: Angestellte als Headhunter nutzen Per Mitarbeiterempfehlung können Sie neue Mitarbeiter finden. (© 2016 Africa Studio/Shutterstock)

Mitarbeiter finden über Empfehlungen

Wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Sozialforschung in Nürnberg zeigt, wird bereits jede dritte Stelle über persönliche Kontakte besetzt. Dieser Anteil könnte in Zukunft noch steigen, denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels setzen Personaler auf neue Formen des Recruitings – unter anderem die Mitarbeiterempfehlung. Dabei werden die eigenen Mitarbeiter als Headhunter eingesetzt, schließlich wissen sie aus ihrem Alltag ganz genau, worauf es im Unternehmen ankommt. Wenn sich im Bekanntenkreis geeignete Kandidaten für eine freie Stelle finden, werden diese informiert und können sich bewerben. Im Idealfall können Sie einen neuen Mitarbeiter finden und der Angestellte erhält oft eine Prämie für seine Empfehlung.

Vorteile der Mitarbeiterempfehlung

Wenn Sie die eigenen Untergebenen mit der Suche nach neuen Kollegen beauftragen, bietet das einige Vorteile:

  • Mitarbeiter sind besonders glaubwürdig als Fürsprecher einer Stelle in Ihrem Unternehmen.
  • Sie erreichen ein großes Netzwerk von qualifizierten Fachkräften – egal ob ehemalige Kommilitonen oder frühere Kollegen Ihrer Angestellten.
  • Der Bewerbungsprozess wird beschleunigt, wenn ein Mitarbeiter den Kontakt herstellt.
  • Ihre Angestellten kennen die Anforderungen und wählen geeignete Kandidaten aus – allein schon aus dem Wunsch heraus, sich nicht durch eine schlechte Empfehlung zu blamieren.
  • Die Mitarbeiterempfehlung ist günstiger als ein professioneller Personalberater oder Headhunter.
  • Die Erfolgsquote ist hoch: Laut einer Analyse der Universität Furtwangen kommen auf sieben Empfehlungen ganze drei Einstellungen.

Mögliche Hindernisse

Es gibt aber auch Hindernisse und Gefahren, die ein Einsatz der eigenen Mitarbeiter als Headhunter mit sich bringt. Viele Ihrer Angestellten könnten sich von der Sorge abschrecken lassen, durch die Empfehlung eines ungeeigneten neuen Mitarbeiters der eigenen Reputation im Unternehmen zu schaden. Außerdem wollen einige Arbeitnehmer Beruf und Privatleben strikt voneinander trennen und nehmen deshalb Abstand davon, private Kontakte auf neue Stellen beim eigenen Arbeitgeber hinzuweisen. Ein zu aggressives Abwerben kann außerdem gefährlich werden: Vor dem Landgericht Heidelberg wurde der Fall eines Angestellten verhandelt, der zwei Mitarbeiter eines anderen Unternehmens für seinen Arbeitgeber abwerben wollte. Dazu versuchte er, sie gegenüber ihrem aktuellen Arbeitgeber negativ zu stimmen. Also sollten Sie Ihren Mitarbeitern die richtige Einstellung vermitteln, bevor sie auf die Suche nach neuen Kollegen gehen.

Mitarbeiter finden mit System

In kleineren Firmen läuft die Empfehlung meist nebenbei ab, die Kommunikationswege sind kurz und Informationen über freie Stellen machen schnell die Runde. Anders sieht das in größeren Unternehmen aus, wo viele Angestellte gar nicht erfahren, dass neue Kollegen gesucht werden, und deshalb keine Mitarbeiterempfehlung zustande kommt. Sie sollten also dafür sorgen, dass offene Stellen kommuniziert werden, und zwar idealerweise auch über die betreffenden Abteilungen hinaus. Denn ein Kundenbetreuer kann zum Beispiel durchaus einen fähigen IT-Ingenieur kennen. Es muss außerdem nachvollziehbar bleiben, wer wen empfohlen hat, und die jeweiligen Mitarbeiter sollten über den Stand des Bewerbungsverfahrens informiert werden.

Software für die Mitarbeiterempfehlung

Wenn Sie über das Netzwerk Ihrer Angestellten neue Mitarbeiter finden wollen, können Sie auch Software wie Talentry nutzen, um den Prozess besser zu strukturieren und Ihren Mitarbeitern die Empfehlung zu erleichtern. In der Software sehen Angestellte direkt verfügbare Stellen und können Freunde und Bekannte zum Beispiel über Xing, Facebook oder WhatsApp darauf hinweisen. Durch einen personalisierten Link können Sie die Empfehlung dann dem jeweiligen Mitarbeiter zuordnen, wenn sein Kontakt sich bei Ihnen bewirbt.

Headhunter mit Prämien belohnen?

Um die Mitarbeiterempfehlung attraktiver zu machen, können Sie eine Prämie anbieten, wenn Sie durch die Vermittlung tatsächlich Mitarbeiter finden. Eine solche Prämie ist für Sie immer noch günstiger, als wenn Sie eine professionellen Headhunter beauftragen. Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter allen Empfehlungen eines Jahres noch einen Gewinn verlosen.

Als Prämien eignen sich zum Beispiel:

  • Geld
  • Urlaubstage
  • Gutscheine
  • Sachprämien

Beachten Sie dabei allerdings, dass eine Geldprämie steuerrechtlich wie ein Bonus für besondere Leistungen bewertet wird und deshalb nicht in voller Höhe beim Mitarbeiter ankommt. Sachprämien gelten als geldwerter Vorteil und müssen ebenfalls versteuert werden. Während eine Geldprämie für das Unternehmen einfach zu verwalten ist, kann eine Sachprämie die Identifikation mit der Firma steigern. In vielen Fällen ist es aber eine Sache der Firmenkultur, ob Sie eine Prämie anbieten oder nicht. Gerade in kleinen Unternehmen wird das vermutlich nicht erwartet.

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